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Jubel über neuen Impfstoff von Pfizer/BioNtech – Doch es gibt viele Fragezeichen

16. November 2020

Die Mainstreammedien sind begeistert. Der neu entwickelte Covid-19-Impfstoff von Pfizer und dem Mannheimer Unternehmen BioNtech soll eine Wirksamkeit von 90% aufweisen. Die beiden Unternehmen, die den Impfstoff gemeinsam entwickelt haben, gaben am letzten Montag das erste Zwischenergebnis der Phase III-Prüfung bekannt. Das trieb sofort die Kurse der Aktien dieser Unternehmen nach oben. Man verbreitet Zuversicht allenthalben, ja schon fast Euphorie. Nun will man die Zulassung bei der US-amerikanischen Arzneimittelbehörde FDA beantragen. Aber da sind noch einige wichtige Fragen ungeklärt.

Die am Montag verkündete Freudenbotschaft ist nämlich nur ein erstes Zwischenergebnis in der Phase III. Der Wirkstoff mit dem schwierigen Namen BNT162b2 wurde mit etwa 43.500 Probanden getestet. Die eine Hälfte von ihnen bekam ein Placebo ohne den Wirkstoff, die andere Hälfte die Impfung. Beide Dosen wurden im Abstand von zwei Wochen verabreicht. Laut Studienprotokoll gab es in der Testung insgesamt 94 Fälle von Corona-Infektionen. Das Papier nennt aber keine Zahlen, in welchen Gruppen welche Anzahl von Infektionen vorgefallen sind. Dabei fragt sich, wie das bemessen wird. Ganz geradeaus gedacht, müssten bei der Placebo-Gruppe entweder 86 Fälle und bei der Wirkstoffgruppe nur acht Fälle positiv getestet oder mit Symptomen festgestellt worden sein, um die 90 Prozent zu erreichen. In dem Studienpapier heißt es: „Die Verteilung der aufgetretenen COVID-19-Fälle zwischen Impfgruppe und Placebo-Gruppe wies sieben Tage nach der zweiten Dosis auf eine Impfstoff-Wirksamkeitsrate von über 90 Prozent hin.“

Keine präzisen Zahlen, unscharfe Kriterien

Das ist ziemlich vage. Die genauen Daten dieser Studie werden nicht mitveröffentlicht. Man kann dem Studienprotokoll aber entnehmen, dass Infizierte mit milden Symptomen und solche mit schweren Symptomen nicht unterschieden werden. Wieweit kann man dann bestimmen, ob und wenn ja, in welchem Maß der Impfstoff schwerere Infektionen verhindert? Und wenn die Frage einer Infektion anhand von PCR-Tests ermittelt wird, wie viele Falsch-Positive sind darunter? In welcher Gruppe?

Und wenn nur nach Symptomen die Zahl der Infektionen ermittelt wird, was ist dann ist mit den Symptomlosen? Hat die Impfung einen schwereren Verlauf verhindert? Oder wären diejenigen auch so symptomlos gewesen? Können die geimpften Symptomlosen dennoch ansteckend sein, weil die Impfung nur die Symptome, aber nicht die Infektiosität unterdrückt? Wären sie dann nicht eine besondere eine Gefahr für die Allgemeinheit, weil sich symptomlose, aber infizierte Geimpfte gesund wähnen, aber in Wirklichkeit besonders viele anstecken, weil sie keine Vorsicht mehr walten lassen? Überdies ist unklar, wie lange der Impfschutz vorhält.

Laut der „Welt“ bemängeln Fachleute, dass es weder zu dem Impfstoff noch zu dessen Wirkung eine wissenschaftliche Publikation gibt. Die spärlichen Daten würden nur „aus einer Pressemitteilung stammen“. Überdies sei bedenklich, dass die Datenlage nicht zufriedenstellend transparent sei. So fehlten etwa Daten zum Schutzeffekt in bestimmten Altersgruppen.

Welche Langzeitnebenwirkungen und Schäden werden wir sehen?

Es ist unklar, wie sicher sie Impfung ist. Angeblich zeigten sich bisher keine „relevanten Nebenwirkungen“. Aber hier geht es ja erst um Wochen. Normalerweise müssen Impfungen acht bis 12 Jahre erprobt werden, denn es gibt neben spontan einsetzenden Nebenwirkungen auch Langzeit-Nebenwirkungen. Nicht jeder Impfschaden zeigt sich innerhalb von Wochen. Was, wenn sich in vier, fünf Jahren ein Hochschießen z.B. der Krebsraten zeigt? Oder wenn die genverändernde Impfung zu einer sehr hohen Rate von Unfruchtbarkeit führt? Oder zu Fehlgeburten oder missgebildeten Kindern? Nicht ohne Grund haben sich die Pharmaunternehmen von jeder Haftung freistellen lassen.

Das grundlegende Problem bei so niedrigen Zahlen ist: Sie unterliegen stark dem Zufallsprinzip. Wenn von nur zehn Probanden vier infiziert sind, dann kann das reiner Zufall sein. Wenn es von einer Million 400.000 sind, ist das eine verlässliche Größe.

Unverdrossen ist der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hocherfreut über die Impfstoffentwicklung: „Es sind Zwischenergebnisse, aber diese Zwischenergebnisse fallen deutlicher aus, als es in Fachkreisen erwartet worden war. Das ist großartig.“ Der Impfstoff werde, so Lauterbach, wahrscheinlich nur wenige Nebenwirkungen haben. „Ich war immer fest davon überzeugt, dass uns der Impfstoff gelingt“, sagte Lauterbach. Es sei vorstellbar, dass der Impfstoff im Januar erstmals zum Einsatz kommen könnte.

Seltsame zeitliche Zufälle

Merkwürdigerweise, so schreibt die österreichische Zeitung „Wochenblick“, begann die Entwicklung des Pfizer/BioNtech-Impfwirkstoffes schon im Januar, zu einem Zeitpunkt, als das Virus gerade erst in ersten Ansätzen auf der Bildfläche der Wahrnehmung erschien. Es war noch weit weg in China und kam erst Ende Januar nach Deutschland, als eine chinesische Mitarbeiterin einen Betrieb in Bayern besucht hatte und erste Infektionen bekannt wurden.

„In der offiziellen Chronologie des Corona-Virus, die nicht unumstritten ist, gab es im Januar 2020 rund 4.000 Fälle von Covid-19 Erkrankten. Die Problematik erschien lokal zu sein, von der heutigen täglichen Panikmache war in den Medien nichts zu bemerken. China will die angebliche Pandemie bereits im März unter Kontrolle gebracht haben. Die WHO erklärte die so genannte Coronavirus-Pandemie am 30. Januar 2020 zu einer ‚Gesundheitlichen Notlage internationaler Tragweite‘“. 

Die „Welt“ schreibt:

Der Impfstoff BNT162b2 war von Biontech im Projekt „Lightspeed“ (Lichtgeschwindigkeit) seit Mitte Januar entwickelt worden. Die für eine Zulassung entscheidende Phase-III-Studie begann ab Ende Juli in verschiedenen Ländern.“

BioNtech und Pfizer begannen also schon Mitte Januar mit der Entwicklung des Impfstoffs. Einer solchen Entscheidung bei einem Pharmariesen gehen aber mehrere Wochen, wenn nicht Monate voraus. Und auch nach getroffener Entscheidung muss das Team aus den richtigen Leuten zusammengestellt werden, die Kenntnis der Beschaffenheit des Virus ist ebenfalls Voraussetzung. Daher muss man im Besitz von funktionsfähigen Viren sein und dann erst geht es normalerweise in die Tierversuche. Man musste diese Entscheidung also schon weit vorher getroffen haben.

Hat man eine Kristallkugel bei Pfizer/BioNtech, um mit traumwandlerischer Sicherheit ein derartig großes Investment zu beschließen? Wie kommt es, dass man ein solch kompliziertes und kostspieliges Unterfangen beginnt, obwohl zu diesem Zeitpunkt noch nichts dafür sprach, dass dieses irgendwo im fernen Asien sich angeblich ausbreitende Virus die ganze Welt ins Chaos stürzen würde?