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Die Geschichte von William Hill

14. Dezember 2020

Jeder, der sich auch nur im Entferntesten für Sportwetten oder Casinospiele interessiert, hat den Namen William Hill vermutlich bereits einmal gehört. Das ist auch nicht weiter verwunderlich, denn bei William Hill handelt es sich um einen der größten Buchmacher und Online Glücksspielanbieter überhaupt. Entweder können Sie bei Spielportalen wie https://onlinecasinopolis.de/kostenlosen-spielautomaten-ohne-anmeldung/ kostenlos ohne Anmeldung zocken oder in einem Casino um Echtgeld Automatenspiele spielen, dann treffen Sie in dieser Spielhalle vermutlich auf eine ähnliche Auswahl, wie bei William Hill. Blickt man auf das Firmenimperium des Wettanbieters, dann mutet man etwas sonderbar an, dass die Marke in Deutschland nicht ganz so bekannt ist, wie in Großbritannien und Irland.

Wir finden, dass der britische Betreiber von Casinospielen und Sportwetten hierzulande viel mehr Aufmerksamkeit verdient hat. William Hill gehört nämlich zu den seriösesten Unternehmen der Branche überhaupt. Dazu kommt, dass es sich um einen der traditionsreichsten Anbieter auf dem Sportwettenmarkt handelt. Ein Unternehmen, das sich in den mehr als 80 Jahren seit seiner Gründung von einem lokalen Wettbüro zu einem Global Player entwickelte, kann eine vielleicht für die Branche einmalige Geschichte erzählen. Lernen Sie mit uns den britischen Sportwettenexperten und Casinobetreiber William Hill kennen! Wir haben einen Blick hinter die Kulissen geworfen und natürlich auch die wichtigsten Fakten über die Unternehmensgruppe zusammengetragen.

Wer ist William Hill?

William Hill ist ein britischer Anbieter von Sportwetten und Betreiber von Online Casinospielen. Die Briten verfügen über gleich zwei Hauptgeschäftsstellen, eine im Londoner Vorort Wood Green und eine weitere im englischen Leeds. Es ist wahrlich keine Übertreibung, wenn man behauptet, dass die Unternehmensgruppe zu den größten der Welt im Bereich Sportwetten und Online Glücksspiel gehört. Einige Zahlenbeispiele sprechen eine eindeutige und gewaltige Sprache. Die Engländer beschäftigen weltweit mehr als 15.000 Mitarbeiter und der Firmenwert wird auf mehr als 4 Milliarden britische Pfund geschätzt. Allein in den britischen Wettbüros werden an einem durchschnittlichen Tag mehr als eine Million Wettscheine ausgestellt.

Die Unternehmensgeschichte von William Hill

Die Firmengründung erfolgte bereits im Jahre 1934, damals waren jegliche Glücksspiel- und Wettangebote in Großbritannien noch illegal. Erst 1961 wurde dieser Geschäftszweig legalisiert, William Hill operierte also einige Jahrzehnte in der illegalen Grauzone. Die letzten dreißig Jahre des vorangegangenen Jahrtausends waren von zahlreichen Wechseln an der Unternehmensspitze geprägt. 1971 wurde das Unternehmen beispielsweise von der Sears Holding aufgekauft, 1988 übernahm die Grand Metropolitan das Kommando und ein Jahr darauf griff Brent Walker zu und sicherte sich den Wettanbieter. Das Problem bei diesem Wechsel an der Spitze war, dass die Grand Metropolitan die Bücher im wahrsten Sinne des Wortes frisierte und dadurch William Hill profitabler aussehen ließ, als es tatsächlich der Fall war. Brent Walker bezahlte 685 Millionen Pfund für die Wettbüros und hatte 1996 erst 117 Millionen Pfund von diesen Kosten wieder hereingeholt. Dieser Betrugsskandal zog eine Ermittlung der britischen Strafverfolgungsbehörden nach sich, was dazu führte, dass die beiden Geschäftsführer der Grand Metropolitan zu Freiheitsstrafen verurteilt wurden.

Aber auch für Brent Walker hatte dieses bis heute schwarze Kapitel in den Geschichtsbüchern von William Hill weitreichende Konsequenzen. Brent Walker ging im Zuge dieser Übernahme mit einem angehäuften Schuldenberg von mehr als 1,3 Milliarden Pfund Bankrott. Der nächste Besitzer von William Hill war die japanische Investmentbank Nomura, die sich durch eine Fremdfinanzierung 1997 den Anbieter sicherte. 1999 trennte sich Nomura wiederum von dem englischen Unternehmen und der nächste Wechsel an der Spitze vollzog sich, diesmal schnappten die Kapitalgeber Cinven und CVC Capital Partner für 825 Millionen Pfund zu.

Die 2000er-Jahre

2002 ging das Unternehmen mit der Aufnahme an die Londoner Börse einen bedeutenden Schritt. 2003 und 2004 wurde das Unternehmen schließlich zum ersten Mal selbst aktiv, indem es die beiden Windhundrennbahnen in Sunderland bzw. Brough Park kaufte. Ein weiterer bedeutender Zukauf erfolgte im Jahre 2005 mit der Übernahme von Stanley Leisure und deren 624 Wettbüros zum Preis von 504 Millionen Pfund. Dieser Zukauf machte William Hill gleichzeitig auch zur Nummer eins auf dem britischen Wettmarkt. 2008 begann William Hill schließlich damit, sein Augenmerk auf das bis dahin schleppende Online Geschäft zu richten. Es folgten Partnerschaften mit Orbit und dem israelischen Softwareanbieter Playtech. Insgesamt bezahlten die Engländer 144,5 Millionen Pfund an den Playtech-Gründer Teddy Sagi für die Vermögenswerte sowie die Tochtergesellschaften von Playtech. Im Gegenzug sicherte sich Playtech 29% der Anteile vom Online Geschäft. Die mit der Partnerschaft von William Hill übernommenen Online Casinos werden bis heute unter dem Namen WHG betrieben. Im Januar 2019 kaufte William Hill das in Deutschland besonders beliebte Online Casino Mr Green für einen Gesamtpreis von 242 Millionen Pfund. Am 30.09.2020 wurde mitgeteilt, dass eine erneute Übernahme von William Hill bevorsteht. Die amerikanische Caesars Holding lässt sich den britischen Anbieter stolze 2,9 Milliarden Pfund kosten.

Die Geschäftsaktivitäten von William Hill

Das Kerngeschäft von William Hill ist nach wie vor der Bereich der Sportwetten. Hier hat der Sportwettenanbieter in Großbritannien und Irland einen Marktanteil von ca. 25%. Wetten können von den Sportfans in diesen Ländern per Telefonhotline oder direkt in einem der über 2.300 lizenzierten Wettbüros platziert werden. Aber auch die Geschäftsaktivitäten im Internet nahmen in den letzten Jahren immer weiter zu. Zum Online Angebot der Briten gehört natürlich auch das Platzieren von Sportwetten sowie Online Casinospiele, Online Bingo und Online Poker.

Dazu kommt ein eigener Live Stream, der im Hauptsitz in Leeds aufgezeichnet und in alle Wettbüros ausgestrahlt wird. Neben diesem Live Stream betreibt William Hill in Großbritannien auch einen eigenen Radiosender, der das Serviceangebot an die britischen Fans komplettiert.

Das internationale Geschäft

Im Jahre 2009 verlegte William Hill einen Großteil seiner Geschäftsaktivitäten nach Gibraltar. Die europäischen Geschäftsaktivitäten des britischen Anbieters waren hingegen nicht immer von Erfolg gekrönt. So musste sich William Hill bereits nach zwei Jahren und einem Verlust in Höhe von einer Million Pfund vom italienischen Markt zurückziehen. Ein gemeinsam mit dem spanischen Wettanbieter Codere eingegangenes Joint Venture für den Einstieg in den spanischen Markt wurde ebenfalls wieder aufgegeben. Erfolgreicher gestaltete sich hingegen die Expansion auf den US-amerikanischen Markt. William Hill übernahm im Bundesstaat Nevada, dem bis dahin einzigen Bundesstaat, der Sportwetten legalisierte, die Wettanbieter Lucky’s, Leroy’s sowie Club Cal Neva und damit auch 55% aller Wettbüros in Nevada.