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Astrologie: Das Geheimnis der zwölf Götter im Alten Ägypten – waren sie die Vorlage zum babylonischen Tierkreis?

23. Januar 2021

Schon in vorchristlicher Zeit wurde in verschiedenen Kulturkreisen die Astrologie praktiziert. Besonders in China, Indien und Mesopotamien. Die westliche Astrologie hatte ihren Ursprung in Babylonien und Ägypten.

(von Frank Schwede)

Das alte ägyptische Horoskop unterscheidet sich nur geringfügig von den babylonisch geprägten Tierkreiszeichen. Allerdings wird hier der gesamte Jahreszyklus in kleinere Zeiträume aufgeteilt.

In jedem dieser Zyklen regiert eine Gottheit, die laut der Mythologie dem Geborenen seine Merkmale, seinen Charakter und sein geheimes Wissen verleiht.

Die alten Ägypter waren davon überzeugt, dass die Himmelsgötter auf den Stationen ihrer ewigen Bahnen ihre Energien verteilen, welche jeden Teil des Firmaments prägen. Der moderne Tierkreis, wie wir ihn heute kennen, entstand erst durch den Einfluss der Babylonier.

In der alten ägyptischen Astrologie war der Charakter des Gottes gleichzeitig auch der Charakter des Menschen, der unter seinem Zeichen geboren wurde. Demnach spiegelten sich die Fähigkeiten und die Eigenschaft der herrschenden Gotteszeichen in den Menschen wieder.

Das ägyptische Horoskop hat mit dem babylonischen Tierkreis zwei Dinge gemeinsam: Auch im ägyptischen Horoskop gibt es zwölf unterschiedliche Sternzeichen. Auch hier richtet sich die Einteilung nach dem Tag, an dem jemand geboren ist. Anders verhält es sich bei den japanischen oder chinesischen Sternzeichen – die richten sich nach dem Geburtsjahr.

Und noch etwas ist anders beim ägyptischen Horoskop. Es basiert nicht auf Tieren, Sternbildern und Himmelsbetrachtungen, sondern auf Gottheiten, ähnlich wie die indianischen Sternzeichen, die sich ebenfalls an Tieren orientieren.

Die alten Ägypter glaubten, dass zwölf unterschiedliche Götter über bestimmte Zeiträume auf das Jahr verteilt regieren. Das Jahr selbst wird in 28 Perioden aufgeteilt – demnach bekommen die, die während der Herrschaft eines Gottes geboren werden, von diesem als Willkommensgeschenk ein paar seiner prägnanten Eigenschaften quasi als Geschenk mit auf den Lebensweg gegeben.

Die Gottheiten wechseln sich über das Jahr verteilt ab. Das hat zur Folge, dass es zu einer Stückelung der ägyptischen Sternzeichen kommt. Das heißt, sie folgen im Gegensatz zum Tierkreis nicht chronologisch im Kalender aufeinander.

Hier die ägyptischen Sternzeichen mit ihren Charaktereigenschaften im Überblick:

Nil: 1. – 7. Januar und 19. – 28. Juni und 1. – 7. September und 18. – 26. November

Menschen, die unter dem Zeichen von Gott Nil geboren sind, gelten als friedfertig und gehen Konflikten lieber aus dem Weg. Allerdings sagt man diesen Menschen Launenhaftigkeit nach. Dafür aber gelten sie als hervorragende Beobachter und verfügen über einen analytischen Verstand.

Passen zusammen: Amun-Ra und Set

Amun-Ra: 8. – 21. Januar und 1. – 11. Februar

Amun-Re ist der Gott des Schutzes und gilt als der König der Götter. Wer unter diesem Zeichen geboren wird, gilt als talentiert, ist ein geborener Optimist und Anführer, der seine Mitmenschen für sich begeistern kann. Diese Menschen können etwa eine Karriere als Trainer, Berater oder Motivations-Coach machen. Außerdem sind sie voller Weisheit, haben Mut und die Kraft des Willens und des Fleißes.

Mut: 22. – 31. Januar und 8. – 22. September

Mut symbolisiert in der ägyptischen Mythologie die „Mutter der Welt“. Wer unter ihrem Zeichen geboren wurde, gilt als Erzieher und Verfechter. Viele neigen dazu Eltern zu werden. Allerdings neigen Mut-Geborene oft zu Schüchternheit. Wer sie aber näher kennengelernt hat, erkennt sehr bald ihre Weisheit und Großzügigkeit. Unter diesem Zeichen geborene wissen immer, was sie wollen und erreichen ihr Ziel mit Geduld, Charme und logischem Verstand. Viele Mut-Schützlinge interessieren sich für spirituelles Wachstum, Philosophie und Mystik.

Passen zusammen: Amun-Ra und Toth 

Geb: 12. -29. Februar und 20. – 31. August

Geb ist in der ägyptischen Mythologie der Gott der Erde. Er war der Vater von Osiris, Seth, Isis und Nephthys. Man glaubt, dass sein Lachen die Erde zum Beben bringen kann. Im Zeichen Geb-Geborene verfügen über eine gute Intuition und ein großes Herz, das sie aber oftmals in emotionale Situationen führen kann. Sie haben ein gutes Gedächtnis und denken stets an die Konsequenzen ihres Handelns. Sie sind zuverlässige Freunde und lieben die Natur. Ihre Berufung finden sie häufig in der Beratung und Literatur.

Passen zusammen: Set und Horus

Osiris: 1. – 10. März und 27. November – 18. Dezember

Osiris Schützlinge sprühen vor Energie, Lebensfreude und Selbstbewusstsein. Sie leben im Hier und Jetzt. Sie sind unabhängig und lassen sich von anderen wenig sagen. Gemeinhin gelten sie als egoistisch. Allerdings bestechen sie durch Charme und Intelligenz. Man sagt ihnen aber nach, dass sie zwei völlig unterschiedliche Persönlichkeiten in sich tragen. Einerseits können sie sehr energisch und stark sein, andererseits aber auch unentschlossen, was nicht selten innere Konflikten zur Folge hat.

Passen zusammen: Isis und Thoth

Isis: 11. – 31. März und 18. – 29. Oktober und 19. – 31. Dezember

Isis ist die Mutter und die Göttin der Natur. Sie gilt als die Patronin der Kinder, der Armen und der Toten. Sie ist die Tochter von Geb und Nuss sowie die Schwester von Osiris, Seth und Nephthys. Isis heiratete ihren Bruder Osiris und brachte einen Sohn namens Horus zur Welt.

Wer unter der Herrschaft von Isis geboren wurde, ist in der Regel unkompliziert, unternehmungslustig und gesellig. Isis-Geborene werden als Freunde und Kollegen sehr geschätzt. Zudem sagt man ihnen einen Hang zum Humor und zur Romantik nach.

Passen zusammen: Osiris und Toth

Thot: 1. – 1. April und 8. – 17. November

Die alten Ägypter glaubten, das Thot der Herrscher über Mond, Wissen und Weisheit ist und das Schreiben erfunden hat. Wer unter seinem Zeichen geboren wurde, kann gut mit seinen Mitmenschen kommunizieren, Probleme schnell lösen und strebsam und wissbegierig sein. Häufig ergreifen unter diesem Zeichen geborene den Beruf des Lehrers oder Mentors, weil sie einfach gut mit Menschen kommunizieren können. Außerdem sind Thot-Geborene sehr erfinderisch und haben immer eine Menge guter Ideen in petto.

Passen gut zusammen: Bastet und Isis

Horus: 20. April – 7. Mai und 12. – 19. August

Horus ist der Sohn von Osiris und Isis und auch als Hora bekannt. In der alten ägyptischen Mythologie symbolisiert Horus die Sterne und den Himmel. Horus wurde nach dem Tod seines Vaters zusammen mit Tal Verteidiger der Pharaonen, die Ober- und Unterägypten vereinigten. Wer unter seinem Zeichen geboren wurde, gilt als  mutig und risikobereit. und ist eine charismatische Persönlichkeit mit starkem Willen und einem Dickkopf. Er stellt die Bedürfnisse seiner Familie und Lieben über seine  eigenen. Dass heißt, für Menschen, die er liebt, tut er alles. Horus-Schützlinge können bekannte Politiker, öffentliche Persönlichkeiten und Psychologen werden.

Passen zusammen: Bastet und Geb

Anubis: 8. – 27. Mai und 29. Juni – 13. Juli

Anubis ist laut der ägyptischen Mythologie der Wächter der Unterwelt. Wer unter dem Zeichen von Anubis geboren wurde, ist kreativ, emotional, leidenschaftlich und verfügt über eine ausgesprochen gute Beobachtungsgabe. Da diese Menschen als sehr sensibel gelten, ziehen sie es vor, eher alleine zu arbeiten. Anubis-geborene interessieren sich in der Regel für Berufe im Bildungswesen und in der Psychologie. Sie verlassen ihre gesteckten Ziele selten, auch wenn sie sie erst in ein paar Jahren erreichen können.

Passen zusammen: Bastet und Isis

Seth: 28. Mai – 18. Juni und 28. September – 2. Oktober

In der ägyptischen Mythologie wird Seth als der Gott des Chaos beschrieben. Das hat Auswirkungen auf  jene, die unter seinem Zeichen geboren wurden. Diese Menschen haben in der Regel einen hohen Drang nach stetiger Veränderung, sie stehen gerne im Mittelpunkt und lieben Abenteuer. Seth-Geborene sind immer auf der Suche nach Wissen. Oft neigen sie dazu, Führer in Gebieten zu werden, die nicht sehr bekannt sind. Allerdings werden diese Menschen ihren eigenen Fortschritt nicht opfern, um allen anderen willen.

Passen zusammen: Geb und Nil

Bastet: 14. – 28 Juli und 23. – 27. September und 3. – 17. Oktober

Bastet, die Göttin der Freude, der Liebe und der Katzen schenkt ihren Schützlingen Ruhe und Ausgeglichenheit. Sie schützt die Frauen und die Fruchtbarkeit sowie die Liebe. Wer unter diesem Zeichen geboren wurde, liebt die schönen und geheimnisvollen Dinge des Lebens, denen er sich ausgiebig und gerne hingibt – deshalb ist es nicht selten, dass ihre Aktivitäten mit Okkultismus und Metaphysik in Verbindung stehen. Man sagt Bastet-Geborenen auch eine starke Intuition zur Hellsichtigkeit nach. Das erst erlaubt diesen Menschen, die wahre Motivation ihrer Mitmenschen zu sehen.

Passen zusammen: Sakhmet und Horus

Sakhmet: 29. Juli – 11. August und 30. Oktober – 7. November

In der ägyptischen Mythologie gilt Sakhmet ist als die Göttin der Kriege und der Heilung. Unter diesem Zeichen Geborene haben eine doppelte Identität. Auf der einen Seite sind sie diszipliniert und streng mit einem ausgeprägten Hang zur Gerechtigkeit, auf der anderen sind diese Menschen frei und möchten nur mit dem Strom schwimmen. Kurz, sie sind Perfektionisten, die einen Sinn für die Pflicht haben. Selbst die schlimmsten und nervigsten Hindernisse nehmen Sakhmet-Geborene mit Bravur, weil sie immer versuchen, das Gute in einer Sache zu sehen.

Passen zusammen: Bastet und Geb

Die Astrologie und die Sache mit dem Glaube

Die Grundlage des ägyptischen Gott-Kreises ist der Mondkalender und die durchschnittliche Dauer der Periode für jede Gottheit, die 13 Tage entspricht, das sind zwei Wochen oder die Hälfte des Mondkalenders, ähnlich wie der Venuskalender der Maya, in dem es 20 Monate bis 13 Tage gab.

Aber noch mehr Ähnlichkeit besteht zum alten indischen Tierkreis der 27 lunaren Nakshatra für 13 Tage, der offenbar später auch von den Sumerern, den Babyloniern und schließlich auch von den Griechen übernommen wurde.

Die Idee der Herrschaft der Götter über die Menschen, je nach dem Tag ihrer Geburt, kann später durchaus in das Christentum übergegangen sein, nämlich in Form von Heiligen und den Namenstagen, wenn wir davon ausgehen, dass jeder Mensch von einem Heiligen geschützt wird.

Jeder wäre so gesehen mit dem Namen der Person verbunden, unter den er geboren wurde. Deshalb feiern Anhänger der römisch-katholischen Kirche nicht nur ihren Geburtstag, sondern zudem auch ihren Namenstag.

Die Astrologie ist wie so vieles im Leben eine Frage des Glaubens. Denn, wenn man fest an eine Sache glaubt, dann hilft das auch. Immerhin weiß der Volksmund, dass allein der Glaube Berge versetzten kann.

Bleiben Sie aufmerksam!


Quelle: pravda-tv.com