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Coca-Cola schult Mitarbeiter in Antirassismus und fordert „weniger weiß“ zu sein

1. März 2021

Die Werbung springt ja gerne auf den Zug der Political Correctness auf, um nur ja mit dem Zeitgeist mitzuhalten. Keine Waschmittel ohne grundsätzliche Bekenntnis-Botschaften. Coca Cola wollte jetzt den Anti-Rassismus-Vogel abschießen und hat seinen Mitarbeitern eine Schulung angeboten, wie man sich „weniger weiß“ benimmt. Einige Folien aus dieser Online-Schulung wurden ins Netz gestellt und Coca-Cola hat es jetzt mit einem ziemlich peinlichen Skandal zu tun. Denn diese Empfehlungen schießen doch ein ordentliches Stück über das edle Ziel der Toleranz hinaus und offenbaren einen Anti-Weißen Rassismus.

Wir sind ja schon daran gewöhnt, dass Werbespots so gut wie keine Frauen an der Waschmaschine mehr zeigen. Fast immer ist es jetzt der Mann, der genau weiß, welches Waschmittel so richtig gut ist, umweltfreundlich und fleckentfernend. Auch bei Spülen und an der Spülmaschine ist es jetzt der Mann, der da den Durchblick hat. Sogar den Hausputz macht er mit einer technisch versierten Selbstverständlichkeit, die keinen Zweifel lässt: Die Frau hat im Haus nichts mehr zu suchen. Er weiß, welches ausgebuffte Reinigungssystem er für das geeignete hält, und wenn sie mal auftaucht und sich Sorgen macht, dass das Angebrannte in der gläsernen Auflaufform auch beim Spülen rausgeht, dann kann er triumphierend und ein wenig nachsichtig mit der dusseligen, weltfremden Managerfrau darauf verweisen, dass er schon längst das ultimative Mittel gefunden hat.

Eine Schmerztablette, die eigentlich einfach nur Schmerzen beseitigen soll oder Zahnpasta, die eigentlich nur Zähne sauber putzen soll … ein fester Bestandteil vieler Werbungen ist gern ein Bilderreigen von schönen, jungen, fröhlichen Menschen aller Hautfarben, bisweilen auch in allen möglichen Paarungen, das dem Zuschauer zeigen soll, wie antirassistisch und tolerant die Zahnpastafirma oder der Tablettenhersteller ist.

Alles und jeder ist super, außer dem weißen Mann. Der wird überhaupt nur noch als Hausmann toleriert, oder wenn er sich flammend zum obligatorischen PC-Toleranzkatalog bekennt oder als der tumbe Blödmann im Spot dient, der von nichts eine Ahnung hat. Das nervt mittlerweile dermaßen, dass man den Kram einfach abdreht.

Coca-Cola setzt noch einen drauf. Der Braune-Brause-Konzern hat offensichtlich seinen Mitarbeitern ein Anti-Rassismus-Training angeboten, bei dem die Teilnehmer lernen sollen, „weniger weiß“ zu sein. Also, das bedeutet ja schon einmal vorneweg, dass Menschen mit weißer Hautfarbe aufgrund ihrer Hautfarbenzugehörigkeit bestimmte unerwünschte Eigenschaften haben. Das allein ist ja schon mal eindeutig Rassismus und eine Abwertung von Menschen einer bestimmten Hautfarbe.

Ein Mitarbeiter von Coca-Cola hat offenbar Screenshots von den „Lerninhalten“ gemacht und ins Netz gestellt. Veranstaltet wurde diese Schulung von dem Karrierenetzwerk LinkedIn. Der Titel: „Rassismus entgegnen. Verstehen, was es bedeutet, weiß zu sein“. Das Machwerk soll von Robin DiAngelo verfasst sein.

Okay, was soll „weiß zu sein“ denn bitte mehr bedeuten, als dass man unter den verschiedenen Hautfarben der Menschen zu der Gruppe gehört, deren Hautfarbe als weiß bezeichnet wird? So ganz nebenbei: Es gibt Asiaten, deren Hautfarbe genauso hell, wenn nicht noch heller ist. Und in China, Korea, Kambodscha und Thailand ist es die Krönung der Schönheit, möglichst kalkweiß zu sein. Dazu kaufen sich die Frauen dort Hautbleichmittel oder tragen sehr helles Make-up auf. Überall auf Kosmetik-Plakaten sind geradezu schneeweiße Frauen zu sehen. Hat sich jemand da schon mal über Rassismus aufgeregt? Oder ist Rassismus eine Art Krankheit, die nur die bösen Weißen haben?

Wie also kann man weniger „weiß“ sein?

Die Schulung von LinkedIn weiß es. Sogar ganz detailliert. Eine Folie sagt es ganz genau, damit auch der blöde, böse Weiße es schnallt:

„Sei weniger unterdrückend, sei weniger arrogant, sei weniger sicher, sei weniger defensiv, sei weniger ignorant, sei bescheidener, höre zu, glaube, breche mit der Gleichgültigkeit, brich mit der weißen Solidarität.“ 

Das. Ist. Krass.

Also, der „Weiße“ (m/w/d) ist unterdrückend, arrogant, selbstsicher, defensiv, ignorant, unbescheiden, glaubt keinem was, ist gleichgültig und hält in jedem Fall solidarisch zu den anderen fiesen Weißen. Aber Rassismus ist schlecht, was? Das hier ist ja mal eine schicke, neue Rassenlehre.

Und damit vor allem ein großartiges Geschäft, denn wie eine andere Folie zeigt:

Übersetzung:

Einmalige Workshops zu Rassismus sind nicht genug.

Man muss ein ganze Zusammenstellung organisatorischer Übungen einrichten, wie z. B.:

– monatliche Affinitätsgruppen

– rassenübergreifende Diskussionen

– ständige berufliche Entwicklung

– überarbeitete und neu gestaltete Interviewfragen, die Rassenfragen ansprechen

Damit kann man jeden jahrelang, vielleicht die ganze Berufslaufbahn lang erziehen und ihm sein „Weiß-Sein“ austreiben. Da fließt richtig Geld. Und es hat hohes Erpressungspotential. Denn wenn die Konzernleitung das nicht mitmachen will, hagelt es schnell Kritik und Vorwürfe. Und die Angestellten werden sich auch zweimal überlegen, ob sie solche Schulungen verweigern. Da kann man sich eine Menge Ärger einhandeln.

Aber, so findet Frau DiAngelo, das ist auch bitter nötig so. Denn:

„In den USA und anderen Westlichen Nationen werden weiße Menschen so sozialisiert, dass sie sich von Natur aus überlegen fühlen, weil sie weiß sind. Forschungen belegen, dass schon 3-4jährige Kinder davon ausgehen, dass es besser ist, weiß zu sein.“

Nun, was die US-amerikanische Soziologin, Beraterin und antirassistische Aktivistin Robin DiAngelo hier postuliert, das vertritt sie auch in ihrem Buch, das es auch auf Deutsch gibt: „Wir müssen über Rassismus sprechen“. Auch dort vertritt sie ihre These, dass Weiße von Natur aus Rassisten sind und auch gar nicht anders können, als welche zu sein. Das Buch der Dame richtet sich ganz besonders an Weiße (klar, denn alle anderen sind ja schon perfekt). Darin wirft sie pauschal allen Weißen vor, Sie seien „diejenigen […], die täglich den größten Schaden an farbigen Menschen anrichten“, weil sie sich weigerten, ihre Beteiligung am rassistischen System zuzugeben, und weil sie übermäßig viel Energie darauf verwenden würden, jedem zu beweisen, dass sie ein gewisses Maß an Nicht-Rassismus erreicht haben.

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Die in der Folie getroffenen Behauptungen sollen angeblich durch Studien erhärtet sein, die sie aber nicht angibt. Solche Studien gibt es auch in ihrem Buch überhaupt nicht. Es bleiben daher leere Behauptungen.

Lustigerweise beschreibt sie in ihrem Buch, dass ausgerechnet SIE SELBST ziemlich rassistische Verhaltensweisen hat. Sie beschreibt, wie sie als eine privilegierte, weiße Frau aufgewachsen ist und dass sie immer Angst vor Schwarzen hatte und auch Angst davor, mit ihnen zu tun zu haben. Sie schreibt das ganze Buch hindurch über ihren Rassismus, wie sie ihre Mitarbeiter ziemlich rassistisch behandelt, wie sie sich danach wieder für ihr rassistisches Verhalten entschuldigen muss und wie dankbar sie ist, dass ihre Mitarbeiter ihr sogar noch vergeben, dass sie so eine Rassistin ist.

Frau DiAngelo macht Millionen Dollar damit, dass sie die lebenslange Bewältigung ihrer eigenen, rassistischen Grundhaltungen vor der Weltöffentlichkeit in Wort und Bild zelebriert und ausbreitet. Sie geht dabei einfach davon aus, dass alle anderen Weißen auch so denken und fühlen, wie sie und meint, es sei nun ihre Aufgabe, alle Weißen davon zu überzeugen, dass sie per se Rassisten sind und daher gefälligst denselben Weg gehen müssen, wie sie. In einem Interview mit The Guardian erklärt sie: „Rassismus ist ein Problem der Weißen. [Er] wurde von Weißen konstruiert und geschaffen, und die letztendliche Verantwortung liegt bei den Weißen.“

Frau DiAngelo ist offensichtlich noch nicht in der Welt herumgekommen. Ich empfehle ihr eine Reise nach China. Dort sieht man sich als DIE Herrenrasse der Welt und duldet allenfalls knapp noch Weiße. Farbige Menschen sind in den Augen der meisten Chinesen tatsächlich „minderwertige“ Menschen. Ich war eine Weile da.

Und ich habe das später persönlich in Kambodscha erlebt. In unserem Hotel, in dem busseweise Chinesen untergebracht waren, waren wir und ein Clübchen US-Amerikaner die einzigen Weißen und ein paar Schwarzamerikaner. Die Chinesen verhielten sich gegen uns Weiße sehr herablassend, aber relativ neutral. Gegenüber dem dunkelhäutigeren, kambodschanischen Hotelpersonal extrem herrisch und unverschämt. Auf meine Frage, ob das immer so sei, sagte man mir, ja, so seien die Herrschaften aus China eben, das kenne man schon.

Als wir morgens mit unserem Kleinbus und dem Filmteam nach Angkor Wat fahren wollten, kam ein Schwarzamerikaner aus dem Hotel, er hatte sich verspätet, deren Bus war schon abgefahren. Er schaute sich um. Ein kleiner, chinesischer Junge lief an ihm vorbei. Der Mann lächelte ihn an, beugte sich ein wenig herunter und wollte den niedlichen Kleinen wohl ansprechen, als seine Eltern dazwischen schossen, den Buben wegrissen, den Schwarzen laut beschimpften und der Vater ihm noch vor die Füße spuckte. Auch alle anderen der chinesischen Reisegruppe waren sichtlich empört, was sich dieser Schwarze da „erlaubt“ hatte. Der Amerikaner war vollkommen geschockt. Wir nahmen ihn natürlich in unserem Bus mit und er traf seine Leute am Eingang zum Tempelgelände. Er war immer noch sichtlich aufgewühlt vom Erlebten. Ich glaube kaum, dass man das Verhalten der chinesischen Reisegruppe als etwas anderes, als „rassistisch“ bezeichnen kann. So viel zur rein „weißen“ Erfindung des Rassismus.

Das Erschreckende an dieser Schulungssache ist, dass eine Frau, die sich mit ihrem eigenen anerzogenen oder wie auch immer erlangten Rassismus (lobenswerterweise) auseinandersetzt, ihr persönliches Problem zu einer Geldmaschine gemacht hat, weil niemand es wagen kann, sich diesem vorgeblich antirassistischen Umerziehungsprogramm zu verweigern – aus Angst, selbst als weiße Rassisten verdächtigt zu werden. Diese Schulung wird ja nicht nur durch Coca-Cola Mitarbeiter absolviert. Frau DiAngelo serviert diese Schulung auch anderen Betrieben. Und auch LinkedIn wird sich nicht leisten können, diese Schulungen auf dem LinkedIn-Portal auszusetzen. Die weißen Belegschaften vieler Firmen werden wohl noch lange diesem bösartigen Anti-Weißen-Rassismus und dem Psychoterror solcher „Schulungen“ ausgesetzt werden.