Papst Franziskus besucht das Europäische Parlament - flickr.com Martin Schulz - CC 2.0 - creativecommons.org
Verschwörungen, Enthüllungen & Unglaubliches

Freimaurerei gratuliert Papst Franziskus „für sein Engagement in der menschlichen Bruderschaft“

28. März 2021

Zum zweiten Mal innerhalb von weniger als fünf Monaten drückte die Gran Logia de España, die wichtigste Freimaurerloge Spaniens, ihre tiefe Zufriedenheit über die Beteiligung von Papst Franziskus an der Initiative „Menschliche Brüderlichkeit“ aus, die am 4. Februar 2019 in Abu Dhabi gestartet wurde.

Diesmal haben die spanischen Freimaurer vor einigen Tagen eine lange Grußbotschaft zum ersten Internationalen Tag der menschlichen Brüderlichkeit am 4. Februar ausgesandt, an dem Papst Franziskus zusammen mit dem Groß-Imam Ahmad al-Tayyeb in einer Online-Zeremonie einen Preis für Frieden und Brüderlichkeit an den UN-Generalsekretär António Guterres verlieh.

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Die freimaurerische Unterstützung der Großloge von Spanien für den aktuellen Inhaber des päpstlichen Throns ist umso bedeutsamer, als ihr Großmeister, Óscar de Alfonso, im November 2019 zum Exekutivsekretär der Weltkonferenz der regulären Großlogen gewählt wurde, was ihn zum Freimaurermeister an der Spitze der Koordination der Weltfreimaurerei macht – rund vier Millionen Freimaurer.

Kehren wir zurück zu Guterres, der von Bergoglio ausgezeichnet wurde. Ein selbsternannter Katholik aus Portugal, ehemaliger Präsident der Sozialistischen Internationale und Unterstützer von „LGBT“-Rechten.

Als Generalsekretär der UNO wirbt er für „sexuelle und reproduktive Gesundheit“, und er tat dies mit großer Energie während der COVID-19-Krise, als sein Bericht auf Anfrage eines UN-„Menschenrechtsausschusses“ von europäischen Staaten benutzt wurde, um die ständige Verfügbarkeit von „sicherer und legaler Abtreibung“ zu fordern.

Neben der „Brüderlichkeit“, die eines der Schlüsselwörter der Freimaurerei ist, ist der Zugang zu Verhütung und Abtreibung – sowie zu anderen Aspekten der Kultur des Todes – ein erklärtes Ziel der Freimaurer.

Der Gynäkologe und ehemalige Großmeister der Großloge von Frankreich, Pierre Simon, schrieb in einem autobiografischen Buch mit dem Titel De la vie avant tout chose (Das Leben vor allem, 1979) über die Freimaurerei und seine persönliche Beteiligung an der Legalisierung von Verhütung und Abtreibung in Frankreich in den 1960er und 1970er Jahren.

Die italienische Tageszeitung Il Messaggero veröffentlichte am Dienstag einen Artikel, in dem sie die „Begeisterung“ der spanischen Großloge für die erste weltweite Umsetzung des Abu-Dhabi-Dokuments zur menschlichen Brüderlichkeit hervorhob – ein Dokument, das einem anderen Prinzip der Freimaurerei gehorcht, indem es die Vielfalt der Religionen als „gottgewollt“ darstellt.

Il Messaggero zitiert die öffentliche Erklärung der Großloge von Spanien und stellt fest, dass diese die Schwierigkeiten unterstreicht, die bis jetzt bestanden haben, um einen vollständigen und sinnvollen Dialog für den Aufbau einer gemeinsamen Zukunft zu führen. Die Zeitung formulierte dazu ganz großspurig:

Ist es möglich, dass wir im 21. Jahrhundert endlich nach voller menschlicher Brüderlichkeit streben können, nach gegenseitiger Toleranz unserer tiefgreifenden Unterschiede? Können wir, wir alle, diesen Traum verwirklichen? Die universelle Freimaurerei hält den Atem an vor dem großen Schritt, den die Menschheit am 4. Februar gemacht hat, als die Welt zum ersten Mal in ihrer Geschichte den Internationalen Tag der menschlichen Brüderlichkeit feierte. In diesen dunklen Tagen ist das, was am 4. Februar geschah, ein Hoffnungsschimmer, der erste Stein, um die Welt in einen Tempel der brüderlichen Liebe zu verwandeln, der uns alle aufnehmen kann.

Später am Tag veröffentlichte der Twitter-Account der Großloge von Spanien eine lange Botschaft, die der obigen Erklärung ähnelt und die jetzt in ihrer Gesamtheit hier zugänglich ist, sowie viele Zitate aus Franziskus‘ Worten über das virtuelle Treffen mit al-Tayyeb am 4. Februar, seinem Mitunterzeichner des Abu-Dhabi-Dokuments.

„Heute ist die Brüderlichkeit die neue Grenze der Menschheit“, hatte Franziskus erklärt, und mit diesem Satz eröffneten die spanischen Freimaurer ihre Erklärung.

Dass der gegenwärtige Inhaber des päpstlichen Thrones von der Freimaurer-Sekte unterstützt wird, ist dies ein weiteres Zeichen für das Werk der Subversion gegen die katholische Lehre…

Die Großloge beklagt und sekundiert zugleich, was auch Papst Franziskus beklagt, nämlich daß die digitale Welt, „geschlossene Kreisläufe von Menschen begünstigt, die gleich denken, und die Verbreitung von Fake News erleichtert, die Vorurteile und Haß fördern.“

Die Freimaurer zitieren beipflichtend Franziskus, der schreibt: „Wir müssen zugeben, dass von solchem Fanatismus, der zur Zerstörung anderer führen kann, auch religiöse Menschen – Christen nicht ausgeschlossen – befallen sind, die »über das Internet und die verschiedenen Foren und Räume des digitalen Austausches Teil von Netzwerken verbaler Gewalt werden [können]. Sogar in katholischen Medien können die Grenzen überschritten werden; oft bürgern sich Verleumdung und üble Nachrede ein, und jegliche Ethik und jeglicher Respekt vor dem Ansehen anderer scheinen außen vor zu bleiben.“ (Fratelli tutti, 46).

Die Freimaurerei attestiert Papst Franziskus, daß die Kirche mit seiner Enzyklika Fratelli tutti mit dreihundertjähriger Verspätung ein Hauptprinzip der Freimaurerei übernehme. Das bedeute auch das Eingeständnis, daß sich die Kirche bisher geirrt habe, weshalb auch ihre Verurteilungen der Freimaurerei ein Irrtum waren.

Zugleich klagen die Logenbrüder zusammen mit Franziskus die Christen und auch die Katholiken an, Fanatismus zu schüren, weshalb es von der Kirche eine Distanzierung und dessen Bekämpfung brauche. Sie sagen damit, daß die Anerkennung der freimaurerischen „Brüderlichkeit“ nur ein erster Schritt sein könne, denen weitere folgen müssten.

Die Kirche müsse dieses neue Verständnis von „Brüderlichkeit“, mit dem sie ihr altes, falsches (christliches) Verständnis von Brüderlichkeit ersetzt, auch konsequent umsetzen, indem sie bestimmte, mit dem Zeitgeist nicht vereinbare Positionen aufgibt und jene in der Kirche bekämpft, die an den alten, überlieferten Vorstellungen festhalten.

Damit bestätigt sich, was sich seit 2013 zeigt, daß die Freimaurerei das Pontifikat von Papst Franziskus mit großem Wohlwollen betrachtet.


Quelle: pravda-tv.com