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Neue Billigdroge – Beruhigungsmittel für Pferde als neue und tödliche Straßendroge (+Videos)

14. April 2021

Nachdem Crystal Meth, diese Horror-Droge, die Welt erobert, gibt es eine neue tödliche Straßendroge. Als wir vor Jahren auf die Droge  „Krokodil“  aufmerksam machten, dachten wir, dies sei die furchtbarste Droge der Welt. Der Stoff wird aus Hustentabletten gewonnen und sorgt für kurze Euphorieschübe, doch die Schäden sind enorm. Crystal Meth erinnert stark an die Horror-Droge  „Krokodil“, denn auch diese Inhaltsstoffe sind mühelos legal zu erwerben – in Form bestimmter Erkältungssäfte und Schnupfenmittel, die die Substanzen Ephedrin und Hyperephedrin enthalten. Sie werden mit Jodwasserstoff oder Jod und Phosphor reduziert oder „umkristallisiert“. Es ist wie mit der Opioidkrise – „Ich habe ein System geschaffen“, prahlte laut Polizei ein Arzt in Italien. „Das ist das Geschäft mit dem Schmerz“! Es begann in Europa, auch taucht der Name Grünenthal auf, bekannt einst durch das Schlafmittel Contergan.  Das Netzwerk, welches für die Opioid-Krise verantwortlich sein soll, ist mittlerweile in mehr als 120 Ländern tätig. 

Von der Opioidkrise sind weite Teile der Welt betroffen, nicht nur die USA oder Europa, sondern auch Afrika. Wenn der Missbrauch von Schmerzmitteln, die süchtig machen, zunimmt, warum stoppt man diesen Missbrauch nicht? War Ihnen bekannt, dass in den USA gegen Johnson & Johnson sogar ein milliardenschwerer Rechtsstreit stattfand? Der Pharmagigant Johnson & Johnson wurde sogar zur Zahlung von 572 Millionen $ in einem bahnbrechenden Prozess verurteilt. Der Grund: Opioid-Schmerzmittel. Dem Konzern wird vorgeworfen, mit synthetischen Opiaten Milliardengewinne gemacht zu haben – dafür habe der Konzern Studien manipuliert, trügerisches Marketing betrieben und in der Werbung gelogen. Jetzt gibt es eine neue und gefährliche Straßendroge. Es heißt Xylazin, obwohl es besser unter dem Straßennamen „tranq“ bekannt ist. Es ist ein nicht-opioides Beruhigungsmittel, das in der Veterinärmedizin verwendet wird, typischerweise bei Pferden. Wenn es mit Opioiden kombiniert wird, um „Tranq Dope“ zu erzeugen, kann es tödlich sein.

Opioidkrise – die Spur führt nach Europa – „DAS GESCHÄFT MIT DEM SCHMERZ“

 

Was die italienische Polizei auf ihren Abhörgeräten mit anhörte, gibt einen Einblick, wie Pharmakonzerne Opioide auch nach Bekanntwerden der Ursache und Folge der amerikanischen Sucht-Epidemie noch ins Ausland verschoben. Die Polizeibeamten kauerten stundenlang jeden Tag, hatten Kopfhörer auf und lauschten dem Arzt. Sie hatten sein Handy angezapft, sein Büro verwanzt und eine Kamera in einer Trattoria platziert. Sie hörten, wie er sich seiner Macht rühmte, Big Pharma dabei zu helfen, Millionen mit Schmerzmitteln zu verdienen, und mit all dem Geld, das er nach ihrer Aussage dafür bekommen würde.

Hunderte von Seiten mit Untersuchungsakten zeigen, wie Fanelli Führungskräften der italienischen Niederlassung von Mundipharma und anderen Unternehmen geholfen hat, Schmerzmittel zu fördern, indem sie Artikel schrieben, Konferenzen organisierten und daran arbeiteten, den Warnungen der Regierung davor entgegenzuwirken, dass der Opioidkonsum anstieg und dass Ärzte vorsichtig sein sollten.

Warum boomt das Geschäft mit dem Schmerz? Weil „wichtige Meinungsbildner“ bezahlt wurden. Das kommt uns sehr bekannt vor, zum Beispiel bei Glyphosat von Monsanto. Schauen Sie sich die gut platzierte Werbung in den Medien an. Welcher Mensch will nicht seinen Schmerz los werden? Damit es auch so bleibt, machen diese Schmerzmittel süchtig, und so hat man sich gleich neue Kunden geschaffen. Weltweit ist der nichtmedizinische Gebrauch von Opioiden in den vergangenen zehn Jahren dramatisch angestiegen. Die Ratiopharm-Mutter hat sogar einer Vergleichszahlung von 85 Millionen US-Dollar zugestimmt. Auch der Name Grünenthal taucht wieder auf, bekannt einst durch das Schlafmittel Contergan. In den USA gehört die Big Pharma mittlerweile zu den unbeliebtesten Konzernen, eine Branche, die eigentlich Menschen gesund machen sollte und nicht krank. Wie gefährlich die Pharmakonzerne sein können, wird auch an Johnson & Johnson deutlich. Johnson & Johnson habe „falsche, irreführende und gefährliche Marketingkampagnen“ publik gemacht, die „exponentiell steigende Suchtquoten, Todesfälle durch Überdosierung“ und Säuglinge, die Opioiden ausgesetzt waren, verursacht hätten, so der Richter. Siehe Opioidkrise – die Spur führt nach Europa – „DAS GESCHÄFT MIT DEM SCHMERZ“ – “THE BUSINESS OF PAIN” – Purdue foreign arm caught up in opioid probe in Europe

Die Opioidkrise geht weiter: Ketamin hat einen direkten Einfluss auf das Zentralnervensystem

Ketamin ist ein Anästhetikum (Narkosemittel). Es versetzt den Konsumenten in einen tranceartigen Zustand und schaltet dabei jegliches Schmerzempfinden aus. Die Gefahr, ohnmächtig zu werden bzw. zusammenzusacken und sich dabei zu verletzen, ohne es zu merken, ist besonders gegeben. 

Diese Variationen resultieren aus den Auswirkungen von Ketamin auf das chemische System des Gehirns bei unterschiedlichen Dosierungen.

  • Bewusstlosigkeit
  • Mystische Visionen
  • Lebendige Halluzinationen
  • Unbeweglichkeit
  • Hohe Schmerzschwelle
  • Eine Trennung vom Körper

Ketamin hat einen direkten Einfluss auf das Zentralnervensystem.

Die Auswirkungen von Ketamin auf das Gehirn wirken sich direkt auf die Funktionen des Zentralnervensystems (ZNS) aus. Das Zentralnervensystem reguliert:

  • Nervensignalübertragung im ganzen Körper
  • Herzfunktionen
  • Atmungsfunktionen
  • Bewegung und Koordination

Ketamin „betäubt“ nicht nur das Gehirn, sondern verlangsamt auch die Funktionen des Zentralnervensystems, was bei der Einnahme großer Dosen des Arzneimittels gefährliche Folgen haben kann. Die betäubenden Wirkungen auf den Körper hatten den Geist frei, in einen erweiterten Bewusstseinszustand einzutreten.

Eine neue Studie in der am 02. Februar 2021 veröffentlichten Zeitschrift Injury Prevention legt nahe, dass sich die Opioid-Epidemie in den USA weiter entwickelt.

Beruhigungsmittel für Pferde taucht als neue und tödliche Straßendroge in den USA auf

Dieses undatierte Foto des Philadelphia Department of Public Health zeigt weggeworfene Kisten mit Xylazin, die bei einem Überfall beschlagnahmt wurden. CNN

Eine Studie in Philadelphia fand heraus, dass dieses Beruhigungsmittel dort in fast ein Drittel der tödlichen Opioid-Drogen-Überdosierungen verwickelt ist.

Ein Beruhigungsmittel für Pferde taucht zunehmend als Straßendroge in den USA auf und ist laut einer neuen Studie in Philadelphia an fast einem Drittel der tödlichen Opioid-Drogenüberdosierungen beteiligt.

Das Beruhigungsmittel Droge, genannt Xylazin, ist nicht ein Opioid, aber es wird oft mit den Opioiden Heroin oder Fentanyl gemischt gefunden, eine Kombination, die manchmal als „tranq dope“ auftaucht, nach der Studie, die am 2. Februar 2021 in der Zeitschrift Injury Prevention veröffentlicht wurde.

Die Forscher fanden heraus, dass der Nachweis des Medikaments bei post-mortem-Untersuchungen in den letzten zehn Jahren bei Menschen, die an einer Opioid-Überdosis in Philadelphia gestorben sind, stark angestiegen ist.

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass „die Opioid-Epidemie in den USA sich weiter entwickelt„, schrieben die Autoren. Sie sagen, dass Überdosis-Todesfälle mit Xylazin möglicherweise im Land zu wenig beachtet werden, weil die Labore nicht immer darauf testen. Die Autoren fordern eine verstärkte Überwachung des Xylazin-Missbrauchs in den USA sowie seiner gesundheitlichen Folgen.

Beruhigungsmittel für Tiere

Xylazin ist ein Beruhigungsmittel, das in der Tiermedizin, insbesondere bei Pferden, eingesetzt wird. In den USA ist es nicht für den Einsatz beim Menschen zugelassen und kann bei Menschen potenziell gefährliche Nebenwirkungen hervorrufen, darunter niedriger Blutdruck und verlangsamte Herzfrequenz.

Illegale Drogenkonsumenten in Puerto Rico haben Xylazin seit Anfang der 2000er Jahre zusammen mit Opioiden eingenommen, und in jüngerer Zeit tauchte es in der illegalen Drogenversorgung auf dem amerikanischen Festland auf. Die Gesundheitsämter in Maryland, Ohio und Michigan haben in den letzten zwei Jahren mehrere Fälle von Todesfällen durch Überdosierung im Zusammenhang mit Xylazin gemeldet. Aber insgesamt ist die Forschung über Xylazin in der illegalen Drogenversorgung in den USA sehr begrenzt.

In der neuen Studie analysierten die Forscher Daten zu Überdosis-Todesfällen in Philadelphia von 2010 bis 2019. Speziell untersuchten sie unbeabsichtigte Todesfälle mit Heroin oder Fentanyl, die beide Arten von Opioiden sind.

Sie fanden heraus, dass zwischen 2010 und 2015 Xylazin in nur 2 % dieser Todesfälle durch Überdosierung nachgewiesen wurde. Aber bis 2019 war diese Zahl auf 31 % angestiegen.

Daten der U.S. Drug Enforcement Administration zu illegalen Drogenbeschlagnahmungen deuten zudem darauf hin, dass Xylazin zunehmend in „Polydrogen“-Proben auftaucht, die neben Heroin oder Fentanyl auch andere Drogen enthalten. Zwischen 2010 und 2013 enthielt keine der Polydrogen-Proben, die in den Labors der Behörde getestet wurden, Xylazin, aber im Jahr 2019 enthielten 25 % die Droge.

Studien über die gesundheitlichen Auswirkungen von Xylazin in Kombination mit Opioiden sind begrenzt, aber einige Untersuchungen deuten darauf hin, dass die Mischung das Risiko eines Todes durch Opioidüberdosierung erhöhen kann.

Dennoch merken die Forscher an, dass ihre Studie nicht bestimmen konnte, welches Medikament oder welche Kombination von Medikamenten an den Überdosis-Todesfällen in Philadelphia beteiligt war.

  • Es ist auch unklar, genau warum Xylazine den erhältlichen Drogen beigemischt wird und ob die Menschen wissentlich die Drogen-Überdosis zu sich nahmen. Einige Fokusgruppen in Philadelphia haben herausgefunden, dass Menschen, die illegale Drogen konsumieren, berichten, dass Xylazin die Wirkung von Opioiden länger anhalten lässt, so die Autoren.

Die Autoren schlussfolgerten, dass „weitere Studien erforderlich sind, um die synergistischen Effekte von Fentanyl- und Xylazin-Konsums beim Menschen zu verstehen und die Gründe für den Gebrauch in den USA besser zu kontextualisieren.“ Und wann immer es möglich ist, sollten die Gesundheitsbehörden konsequent auf das Medikament testen, sagten sie.

Netzfrau Lisa Natterer


Quelle: netzfrauen.org