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Corona-Krise als Herausforderung und Chance?

20. August 2021

Die zwei Seiten der Medaille: Die Corona-Pandemie hat unser gewohntes Leben aus der Bahn geworfen und uns ihren Stempel aufgedrückt. Die Wirtschaft als auch das soziale Miteinander wurden in ihren Grundfesten erschüttert. Unsere ach so moderne Gesellschaft musste realisieren, wie verletzlich und hilflos sie einer eher unsichtbaren Gefahr ausgeliefert ist. Schwarzseherei ist dennoch nicht das Gebot der Stunde und immer mehr Menschen sehen in der Misere durchaus eine große Chance für die Menschheit – unser „modernes Leben“ zu überdenken und den Weg, den die Menschheit eingeschlagen hat, zu korrigieren.

Wie immer hat die Medaille zwei Seiten und es lohnt sich, einen genaueren Blick sowohl auf die Chancen als auch auf die Risiken der Krise zu werfen. Wenn man das Internet durchforstet, findet man zu fast jedem Thema unterschiedlichste Meinungen. Doch oft genug sind darunter allerhand Aussagen, die unseriös und schlecht recherchiert sind.

Andererseits gibt es ebenso Bereiche, wo der Vergleich unterschiedlicher Positionen und Optionen für die Leser essentiell sein mag. Ob man nun bei der Stiftung Warentest Staubsauger vergleicht, Erfahrungsberichte sucht oder als Casino-Fan einen Casino Bonus 10 Euro ohne Einzahlung ergattern möchte. Vergleichsportale sind heutzutage für die Verbraucher unersetzlich. Auf gleiche Weise kann man sich daran machen, die Vor- und Nachteile der Corona-Krise, genauer gesagt die Herausforderungen und Chancen, zu ermitteln und für sich persönlich abzuwägen. Das ist der Vorteil eines noch halbwegs freien Internets. 

Die vierte Welle rollt schon heran. Und was kommt danach?

Eins scheint schon heute festzustehen: Nach der Krise ist vor der Krise, soweit es nach den Vorgaben der Politik geht. Welle 1, Welle 2, Welle 3, Welle 4 und ein Ende ist durch die (angeblich) fortwährende Mutation des Virus zumindest sehr ungewiss. Und so erzählt man uns, dass weitere Pandemien durch das stetige Zusammenrücken von Menschen und Wildtieren gerade in Asien nicht auszuschließen sind. Inzwischen bekommt diese Theorie selbst weitere Lücken. Statt die Viren zu hinterfragen, ist es eine gute Idee die Pandemie-Treiber ein wenig genauer in Augenschein zu nehmen.

Die deutsche Wirtschaft ächzt, die Weltwirtschaft nicht minder. Unser Sozialstaat bekommt die Folgen der Krise noch intensiver zu spüren. Sehen wir beispielsweise in ein Tourismus-Land wie Thailand. Es wurde inzwischen ebenfalls heftig von dieser Krise heimgesucht. Die thailändische Regierung behauptet zwar, die am Tourismus hängenden Arbeitsplätze seien nur zu 30% betroffen. Aber wenn man die Strandpromenaden entlangfährt – einst teils eine kilometerlange Aneinanderreihung von Bars, Clubs, Massagesalons, kleinen Geschäften und endlos vielen Restaurants –, sieht man nur eines: verrammelte Gebäude. Kein einziges ist offen. Nirgendwo brennt Licht. Alles ist dicht. 

Corona traf Deutschland wie ein Vorschlaghammer

Und hierzulande herrscht Resignation und Fassungslosigkeit, denn Arbeiter und Kleinunternehmer stehen vor einem großen Scherbenhaufen. Hehre Versprechungen aus der Politik verpuffen wie Wassertropfen auf einer heißen Herdplatte. Das Vertrauen in die Fähigkeiten unserer Regierung wurde zurecht bis ins Mark erschüttert. Einen Hort der Kompetenz sollte man im und rund um den Bundestag nicht mehr vermuten. Dort hat sich eine Kaste breit gemacht, die sich mit ihrem Treiben alsbald selbst entlarven wird.

Und mitten in der Krise fielen einzelne Akteure durch gänzlich unpassendes Verhalten auf: Während Corona den Deutschen den Boden unter den Füßen wegzog, kaufte sich der Gesundheitsminister für viele Millionen Euro eine Villa. Andere Politiker glänzten durch Korruption und Bestechlichkeit bei Geschäften mit den vermeintlich so dringend benötigten Mund-Nasen-Bedeckungen. Hiernach hätte Deutschland allen Grund pessimistisch in die Zukunft zu blicken. Aber war es das schon? 

Die Deutschen entdecken Chancen in der Krise

Und trotzdem oder gerade deshalb sprechen immer mehr Menschen in Deutschland inzwischen von den Chancen dieser Krise. Doch wo genau liegen die? Die Krise hat bewirkt, dass es vielen Menschen finanziell schlechter geht. Selbst die, die weiterhin wie gewohnt arbeiten können, spüren die Preiserhöhungen durch unterbrochene Lieferketten und Ressourcen- und Nahrungsmittel-Knappheit im Portemonnaie. Von den übrigen, inzwischen alltäglich gewordenen Einschränkungen der Grundrechte gar nicht erst zu reden.

Ein weiterer Aspekt, der in der Krise noch mehr ins Auge sticht, ergibt sich beim Blick auf die multinationalen Konzerne, wie Nike, Apple usw., die quasi keine Steuern bezahlen. Während den Deutschen und allen EU-Bürgern das Wasser langsam bis zum Halse steht, stehlen sich diese Konzerne aus der Verantwortung. Schon von einem Bruchteil der Steuern, die diese Konzerne eigentlich zahlen sollten, könnte man vermutlich die ganzen Krisenfolgen bezahlen. Und so wächst der Druck auf Politik, Konzerne, Hedgefonds und weitere, die im großen Stil Steuern vermeiden, endlich zur Kasse zu bitten.

Ein weiteres krasses Beispiel hat Bayern zu bieten, das so wenig Steuerfahnder beschäftigt, dass es vollkommen unmöglich ist, auch nur einen Bruchteil der schummelnden Unternehmen sinnvoll unter die Lupe zu nehmen. Dabei nimmt ein Steuerfahnder immer ein Vielfaches dessen ein, was er den Staat kostet. Jeder Fahnder bedeutet also nicht Kosten, sondern zusätzliche Einnahmen für den Staat Bayern. Lange Zeit haben sich die Deutschen darum wenig Gedanken gemacht. Aber nun, wo jeder den Gürtel enger schnallen muss, kommen diese Themen vermehrt zur Sprache.

Die Menschen weltweit fordern unter dem Eindruck der Krise mehr Gerechtigkeit

Sogar in anderen Ländern, allen voran die lateinamerikanischen Staaten, schlägt dieses Thema hohe Wellen. Nirgendwo sonst in der Welt liegt das Eigentum so konzentriert in so wenigen Händen, während der Rest der Einwohner in Armut lebt. Dort schimpfen die Menschen nicht nur, wie hier in Deutschland, dort ist der Protest längst auf der Straße angekommen. Trotz brachialer Gewalt seitens der Regierungen gegen die Demonstranten treibt sie die schiere Not und der Hunger weiter auf die Straßen. Und die Lage spitzt sich immer mehr zu, je länger diese seltsame Pandemie andauert.

Deshalb ist die Hoffnung, dass die Pandemie am Ende wie ein reinigendes Gewitter wirkt, nicht ganz abwegig. Langfristig sollten mehr Gerechtigkeit und eine gleichere Verteilung des Wohlstands möglich sein. In Europa wäre eine härterer Umgang mit multinationalen Konzernen in jedem falle eine Geldschwemme sondergleichen für die gebeutelten europäischen Staatskassen. Ein weiterer Fingerzeig auf die fehlgeleitete Politik, die eher den Vorgaben des Geldes, als den Bedürfnissen des Souveräns folgt. 

Die Chancen bleiben vielfältig und gigantisch

Einen weiteren positiven Effekt hat die Krise erzeugt: Immer mehr Menschen in Deutschland haben durch den Lockdown begonnen, die viele Zeit zum Nachdenken zu nutzen und ihre Werte und Maximen überdacht. Werte wie Familie, Freundschaft, Freizeit, Entspannung und Ruhe haben von Monat zu Monat mehr an Bedeutung gewonnen. Urlaub in der Heimat, Hilfsbereitschaft und die Einsicht, dass man nicht alles haben muss, um glücklich zu sein. All das sind Erfahrungen, die von vielen Betroffenen geschildert werden.

Ein vertiefter Respekt vor der Natur und ihren Kräften – schließlich hat sie uns, so sagt man, das Virus beschert – veränderte das Denken der Menschen tiefgreifend. Wer es richtig anstellte, konnte ein Stück weiter zu sich selbst und vielleicht zu seinem Ursprung finden. Vielfach hat diese Angelegenheit sogar den Blick auf die Natur geschärft. Wir müssen uns da nichts einreden lassen, aber ein sorgsamerer Umgang mit der Natur ist vielleicht ein Teil dieses Bewusstwerdungsprozesses. Etwas weniger Verkehr, ein schärfer Blick auf den Ressourcenverbrauch der Industrie und viele Kleinigkeiten mehr, lassen uns womöglich etwas achtsamer mit der Natur umgehen. 

Fazit: Herausforderungen und Chancen

Leider ist der Mensch ziemlich vergesslich. Oft sind Skandale bereits Wochen später total vergessen oder gerade durch neue abgelöst. Katastrophen verblassen schnell in der Erinnerung, was allerdings auch Vorzüge hat. Corona aber ist bisher nicht verschwunden – sondern begleitet uns Tag ein Tag aus. Ob nun natürlich oder menschengemacht, die Chance auf Veränderung liegt weiterhin darin. Ein Grund mehr die guten Vorsätze nicht zu vergessen, sondern jetzt Stück für Stück in die Tat umzusetzen.

Viele Deutsche, die durch die Pandemie weniger im Portemonnaie haben, hätten es jedenfalls verdient, wenn nicht nur sie, sondern auch die reichen Konzerne ordentlich besteuert würden. Und auch die anderen positiven Entwicklungen haben so eine Chance, dauerhaft das Leben auf diesem Planeten zu verbessern. Wir haben es verdient und müssen dies scheinbar nur noch der korrumpierten Führung korrekt vermitteln. Wie war das noch gleich: Staatsversagen oder politisches Kalkül? Das erst wird unsere große Herausforderung und Meisterprüfung.