FridaysForFuture Deutschland Bild: Fridays for Future - 25.01.2019 in Berlin © Jörg Farys / WWF - https://www.flickr.com/photos/161768312@N07/46820422932/ - CC BY 2.0

Dialog zwi­schen Bun­des­prä­sident und Alma von Rag­gamby verrät ein­fache Wahrheit — 14-jährige Schü­lerin aus Berlin: »Dienst­pflicht? Nein Danke!«

Auf­ge­fordert, ein Jahr Dienst­pflicht zu leisten, behauptet die Generation Fridays for Future, sie würde schon genug tun: Das Klima retten.

In frü­heren Zeiten gab es gegen Jugend­liche mit einem unguten Hang zum Sozia­lismus das ein­zügige rhe­to­rische Schachmatt: »Geh doch nach drüben!« Jeder wusste, das wird er nicht machen. Und jeder wusste auch ganz genau, warum.

Als Bun­des­prä­sident Frank-Walter Stein­meier seinen Vor­schlag einer Dienst­pflicht für Jugend­liche ein­brachte, hatte er viel­leicht einen ähn­lichen Schachzug im Hin­terkopf. Wir wissen es nicht.

Jeden­falls dauerte es nicht lange und eine Schü­lerin aus Berlin meldete sich mit einem kleinen Artikel in der Welt. Die Antwort der 14-Jäh­rigen fiel ein­deutig aus: »Dienst­pflicht? Nein Danke!«

Nicht gleich. Zunächst behauptete die Gym­na­si­astin über ihre Alters­ge­nossen: Eine Tätigkeit im sozialen Bereich »dürfte für viele durchaus attraktiv sein.« Dann ruderte sie hart zurück. Mit bemer­kens­werten Argumenten:

»Auch wenn Poli­tiker wie Bun­des­prä­sident Frank-Walter Stein­meier davon über­zeugt sind, dass es unserem Land guttun würde, kann man nicht einfach uner­fah­renen jungen Men­schen ver­ant­wor­tungs­reiche Auf­gaben zuweisen«. – Da wird wohl niemand widersprechen.

Aller­dings zielte der Vor­schlag des Bun­des­prä­si­denten auch nicht auf qua­li­fi­zierte Arbeiten, sondern auf Hilfs­ar­beiten, wie sie nun einmal in jedem Kran­kenhaus und Pfle­geheim anfallen dürften. Solche »nie­deren Tätig­keiten« aber lehnt Alma von Rag­gamby für sich ab. Will heißen: Die sollen andere für sie machen. Man ahnt, warum Migranten aus Arabien und Afrika nach Berlin kommen sollen.

Toll­dreist ist die Begründung: »Viele Her­an­wach­sende wissen nicht, welchen Berufsweg sie nach der Schule ein­schlagen wollen«, berichtet Alma: »Worauf sie sich beim Studium spe­zia­li­sieren sollen, ob sie viel­leicht ins Ausland gehen und dort einen Job oder eine Aus­bildung anfangen möchten.« Nichts Neues könnte man sagen.

Aber der Weg zum Ziel ist genial: »Um das zu klären und sich selbst zu finden, brauchen sie Freiheit.«

Fol­ge­richtig lehnen die meisten jungen Leute es ab, zu einem Dienstjahr ver­pflichtet zu werden. »Woran liegt das?«, fragt die Schü­lerin, die es sich auf der Schule und später beim Studium auf Kosten der älteren Generation gut gehen lässt. »Sicherlich daran, dass viele Ältere das Leben der nach­kom­menden Genera­tionen bestimmen und kon­trol­lieren wollen. Und daran, dass der Zwang – und damit die Ein­schränkung der Freiheit – ja nur die Jün­geren träfe.« Dass zumindest die älteren Männer in ihrer Jugend wie selbst­ver­ständlich einen Wehr­dienst abge­leistet haben, kommt der Schü­lerin nicht in den Sinn.

Und doch braucht das Fräulein eine mora­lische Recht­fer­tigung für ein Leben frei von Arbeit auf Kosten anderer, die arbeiten gehen. Damit ist der dickste Klops im wirren Gedan­ken­ge­flecht der Alma von Rag­gamby erreicht. Jugend­liche brauchen, behauptet sie, nicht arbeiten gehen, weil sie ja schon etwas tun: Sie sind »sowieso schon sehr enga­giert, kämpfen für eine sozialere Gesell­schaft, stellen sich dem Kli­ma­wandel ent­gegen. Da sollten sie nicht auch noch zu einem ganzen Jahr Sozi­al­dienst ver­pflichtet werden.«

Was soll man bei soviel Selbst­ge­rech­tigkeit einer ego­is­ti­schen Göre aus Berlin sagen, die einer Generation ent­stammt, die an ihrem Geschlecht her­um­spielen und nur eines nicht machen will: Arbeiten gehen.


Quelle: freiewelt.net