Ein Bericht von Dr. Erwin Rigo
Am 13. Dezember 2025 fand in Bregenz auf dem Platz vor dem Festspielhaus eine Kundgebung unter dem Motto „Neutralität und Souveränität“ statt. Die Veranstaltung begann um 14:00 Uhr.
Ab 14:30 Uhr startete ein großer Umzug durch die Stadt, an dem etwa tausend Menschen teilnahmen. Unter ihnen befanden sich unter anderem sechs oder sieben Freiheitstrychler aus der Schweiz, die mit ihren großen Kuhglocken für Stimmung sorgten, sowie Friedenstrommler und weitere Gruppen, die die Botschaft der Neutralität und des Friedens unterstützten.
Zu Beginn der Kundgebung versammelten sich am Platz etwa 400 Personen. Im Verlauf der Reden stieg die Teilnehmerzahl an. Die Hauptredner waren General a. D. Günther Greindl, der den österreichischen Beitrag präsentierte, sowie Philipp Kruse, der den schweizerischen Beitrag übernahm. Beide Redner widmeten sich umfassend dem Thema Neutralität und Souveränität. Sowohl die Redner als auch die Anwesenden zeigten sich sehr zufrieden mit dem Verlauf der Veranstaltung.

Worum ging es inhaltlich?
Es geht generell um ein neutrales und souveränes Österreich sowie eine neutrale und souveräne Schweiz. Mitteleuropa beherbergt Österreich und die Schweiz, zwei neutrale Staaten, die zu den flächenmäßig größten neutralen Ländern Europas zählen. Auch Liechtenstein verfolgt eine neutrale Außenpolitik. Auf dem Kontinent gelten zusätzlich lediglich Irland, Malta und der Vatikanstaat als neutral.
In Anbetracht der aktuellen geopolitischen Spannungen ist es von wesentlicher Bedeutung, dass die Bürger der neutralen Nachbarstaaten Österreich, Schweiz und Liechtenstein sich gemeinsam engagieren. Ihr Ziel ist es, der deutlichen Mehrheit in Österreich eine Stimme zu geben, die sich für den Erhalt der Neutralität ausspricht – diese beträgt rund 80 % (vgl. Artikel in Die Presse, trotz tendenziöser Darstellung) – und den spürbaren politischen Entwicklungen entgegenzuwirken, wie der Sanktionspolitik oder der Annäherung an Militärbündnisse.
Österreich hat mit dem „Bundesverfassungsgesetz vom 26. Oktober 1955 über die Neutralität“ seine Neutralität nicht nur festgelegt, sondern gleichzeitig sein Bekenntnis zur staatlichen Souveränität zum Ausdruck gebracht. Darin wird unter anderem betont: „Um seine Unabhängigkeit nach außen dauerhaft zu behaupten und die Unverletzlichkeit seines Gebiets zu garantieren, erklärt Österreich aus freiem Willen seine immerwährende Neutralität…“
Doch die Europäische Union, deren Teil Österreich ist, greift zunehmend in die Souveränität ihrer Mitgliedsstaaten ein. Dies geschieht nicht entsprechend dem Willen der Bevölkerung, sondern auf Initiative von Mitgliedern der EU-Kommission, die nicht demokratisch gewählt sind. Das Europäische Parlament, das einzige direkt gewählte Organ, hat lediglich die Möglichkeit, über Vorschläge der Kommission abzustimmen und eigene Initiativen einzubringen, die für die Kommission jedoch nicht bindend sind.
Für eine stärkere Souveränität Österreichs setzen wir uns ein. Nach unserer Auffassung stellt die Europäische Union kein Friedensprojekt mehr dar. Daher ist es notwendig, dass Österreich selbstbestimmt und eigenverantwortlich handelt, orientiert am Wohl und Willen der österreichischen Bevölkerung. Es darf nicht geschehen, dass die Regierungspolitik ohne Widerstand von den Vorgaben des sogenannten „EU-Blocks“ beeinflusst wird. Wir, das österreichische Volk, lehnen die Unterstützung von Kriegsparteien ab und werden das auch nicht tun.
Die Qualität der Beiträge und die Resonanz der Teilnehmer verdeutlichten die Bedeutung des Themas. Angesichts des großen Interesses wurde beschlossen, die Initiative nach Weihnachten fortzuführen. Ein weiterer Kongress ist geplant, der entweder erneut in Bregenz oder alternativ in der Schweiz stattfinden könnte.
Die Organisatoren erklärten ihre Bereitschaft, die weiteren Veranstaltungen aktiv zu unterstützen.
Insgesamt war das gesamte Wochenende der Neutralität gewidmet und vermittelte eindrucksvoll die Bedeutung von Frieden, Unabhängigkeit und souveränem Handeln.
Mehr Details sowie einige Bilder von der Demo finden Sie hier: https://frieden-durch-freiheit.at/


























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