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Nichts ist trü­ge­ri­scher als eine offen­sicht­liche Tat­sache: NASA-Pres­se­kon­ferenz zu 3I/ATLAS

Am 19. November 2025 übertrug die NASA hier eine Pres­se­kon­ferenz, in der erstmals nach dem Shutdown der US-Regierung neue Daten über das inter­stellare Objekt 3I/ATLAS vor­ge­stellt wurden.
Eine Stunde zuvor fragte mich ein Reporter, was ich von der Pres­se­kon­ferenz erwarte, und ich ant­wortete: „Ich erwarte keine großen Neu­ig­keiten. Von Avi Loeb

 

Die NASA wird die offi­zielle Aussage wie­der­holen, dass 3I/ATLAS ein natür­licher Komet ist und dass die Daten auf­grund des Regie­rungs­still­stands erst diese Woche ver­ar­beitet werden konnten. 

Beides sind lang­weilige Bot­schaften. Das HiRISE-Bild wird wahr­scheinlich einen ver­schwom­menen Lichtball zeigen, ähnlich wie das Hubble-Bild hier. Aber ich hoffe, über­rascht zu werden.“

Ich war nicht über­rascht. Es gab keine großen Neu­ig­keiten. Die NASA wie­der­holte die offi­zielle Aussage, dass 3I/ATLAS ein natür­licher Komet sei und dass die Daten auf­grund des Regie­rungs­still­stands erst vor Kurzem ver­ar­beitet werden konnten.

Das Bild, auf­ge­nommen von der HiRISE-Kamera an Bord des Mars Recon­nais­sance Orbiter am 3. Oktober und hier ver­fügbar, zeigt einen ver­schwom­menen Lichtfleck. 

Die räum­liche Auf­lösung des Bildes beträgt 30 Kilo­meter pro Pixel bei einer Ent­fernung von etwa 30 Mil­lionen Kilo­metern zum Satel­liten 3I/ATLAS. (Sind die Anomalien von 3I/ATLAS ein Hinweis auf außer­ir­dische Tech­no­logie oder auf einen unbe­kannten inter­stel­laren Eisberg?)

Auf­grund von Bewe­gungen des Raum­fahr­zeugs während der Beob­achtung ist das Licht von 3I/ATLAS um einige Pixel ver­schmiert. In den kom­menden Tagen werde ich diese Daten quan­ti­tativ ana­ly­sieren, um die wich­tigsten Infor­ma­tionen daraus zu extrahieren.

Die Sammlung wei­terer neuer Bilder von anderen Welt­raum­te­le­skopen finden Sie hier. Die neuen Daten umfassen unschärfere Bilder als die von HiRISE und ein UV-spek­tro­sko­pi­scher Nachweis von Was­ser­stoff durch MAVEN, der ein wenig zu dem bei­trägt, was wir diesen Sommer bereits über 3I/ATLAS von den Welt­raum­te­le­skopen Hubble (hier), Webb (hier) und SPHEREx (hier) gelernt haben.

Eine 3,2 Sekunden Belichtung von 3I/ATLAS. Die Auf­nahmen stammen von der HiRISE-Kamera an Bord des Mars Recon­nais­sance Orbiter mit einer räum­lichen Auf­lösung von 30 Kilo­metern pro Pixel. Auf­grund von Vibra­tionen und Bewe­gungen des Raum­fahr­zeugs während der Beob­achtung ist das Licht von 3I/ATLAS um einige Pixel ver­schmiert. Die Rich­tungen der Sonne und der Bewegung von 3I/ATLAS sind durch Pfeile gekennzeichnet. 

Die Ver­treter der NASA hätten eher betonen sollen, was wir an 3I/ATLAS nicht ver­stehen, aber sie bestehen darauf, dass es sich um einen bekannten Kometen aus einer neuen Ent­ste­hungs­um­gebung handelt.

Sie erklärten, dass 3I/ATLAS sich wie Kometen verhält, also Gas und Staub abstößt und auf die Schwer­kraft reagiert. Doch auch eine Raum­sonde, die auf ihrer Reise durch das kalte inter­stellare Medium Staub sowie CO₂‑, CO- und H₂O-Eis an ihrer Ober­fläche sammelt, könnte eine äußere Staub­schicht ent­wi­ckelt haben, die mit Eis ver­mischt ist und bei Son­nen­ein­strahlung sublimiert. 

Wir sollten nicht vor­schnell urteilen, denn wir alle kennen das Tro­ja­nische Pferd, das den Wächtern Trojas harmlos erschien. Bei der Beob­achtung inter­stel­larer Besucher sollten wir nicht in tra­di­tio­nelle Denk­weisen ver­fallen, sondern neue Inter­pre­ta­tionen kri­tisch prüfen. 

Die Öffent­lichkeit betrachtet Wis­sen­schaft als Lern­prozess, in dem die Sammlung von Beweisen zu neuem Wissen führt, anstatt bereits bekanntes Wissen zu bestätigen.

Sherlock Holmes bemerkte: „Nichts ist trü­ge­ri­scher als eine offen­sicht­liche Tat­sache.“ Er stellte außerdem fest: „Es ist ein kapi­taler Fehler, zu theo­re­ti­sieren, bevor man Daten hat. Unmerklich beginnt man, Fakten den Theorien anzu­passen, anstatt Theorien den Fakten.“

Ich wünschte, die Ver­treter der NASA würden diese Weisheit teilen.

Fan­ta­sie­volle Wis­sen­schaftler beherr­schen die Beschei­denheit, aus Anomalien Neues zu lernen, anstatt die Arroganz ihrer Expertise zur Schau zu stellen. Auf der Pres­se­kon­ferenz wurden die zwölf Rätsel um 3I/ATLAS (zuletzt hier zusam­men­ge­fasst) nicht erwähnt, dar­unter die Anomalie, dass seine Masse eine Million Mal größer ist als die von 1I/‘Oumuamua und tausend Mal größer als die von 2I/Borisov.

Ange­sichts des begrenzten Mate­rie­vorrats im inter­stel­laren Raum würde man erwarten, eine Million Objekte mit der Masse von 1I/‘Oumuamua oder tausend Objekte mit der Masse von 2I/Borisov zu ent­decken, bevor man ein so mas­se­reiches Objekt wie 3I/ATLAS findet – es sei denn, dieses seltene Objekt zielte gezielt auf das innere Son­nen­system (wie in meiner ersten Arbeit zu 3I/ATLAS hier erläutert). 

Die unwahr­schein­liche (0,2 %) Über­ein­stimmung der Flugbahn von 3I/ATLAS mit der Ebene der Pla­neten um die Sonne (wie in meiner zweiten Ver­öf­fent­li­chung zu 3I/ATLAS hier erläutert) machte den Him­mels­körper zu einem leichten Ziel für zahl­reiche NASA-Observatorien. 

Die NASA-Ver­ant­wort­lichen hätten dieses unwahr­schein­liche Ereignis zumindest zur Kenntnis nehmen sollen. Falls es sich bei 3I/ATLAS tat­sächlich um einen natür­lichen Eis­brocken handelt, wie sie ver­muten, war die Natur der NASA – basierend auf den beiden oben genannten Anomalien – um min­destens den Faktor 100.000 gnä­diger, als es bei einer zufäl­ligen Zufuhr von Gesteins­brocken zu erwarten gewesen wäre.

Die inter­es­san­testen neuen Erkennt­nisse über 3I/ATLAS wurden in den letzten Wochen gewonnen. Nach der größten Annä­herung von 3I/ATLAS an die Sonne am 29. Oktober wurden neue Auf­nahmen von Ama­teur­as­tro­nomen gemacht (siehe Dis­kus­sionen hier, hier, hier und hier).

Diese Auf­nahmen zeigen eng gebün­delte Jets, die sowohl auf die Sonne zu als auch von ihr weg gerichtet sind und Ent­fer­nungen in der Grö­ßen­ordnung von einer Million Kilo­metern erreichen.

Im Nach­hinein betrachtet sind diese Auf­nahmen von Ama­teur­as­tro­nomen weitaus fas­zi­nie­render als das von NASA-Beamten ver­öf­fent­lichte HiRISE-Bild.

In den kom­menden Wochen werden größere boden­ge­bundene Tele­skope sowie die Hubble- und Webb-Tele­skope die Jets von 3I/ATLAS genauer unter­suchen können, indem sie deren Zusam­men­setzung, Geschwin­digkeit und Mas­sen­be­la­dungsrate messen. 

Diese Daten werden uns zwei­felsfrei Auf­schluss darüber geben, ob die Jets durch natür­liche Eis­vor­kommen ent­stehen, die durch Son­nen­licht erwärmt werden, oder durch tech­no­lo­gische Triebwerke. 

Wir sollten die Antwort spä­testens am 19. Dezember 2025 kennen, wenn 3I/ATLAS der Erde am nächsten ist – ein Geschenk neuer inter­stel­larer Erkennt­nisse zu Weihnachten.

Vor drei Wochen empfahl ich der NASA, nach Hin­weisen auf neue Objekte zu suchen, die ent­weder 3I/ATLAS begleitet oder in Richtung Mars und Erde ver­lassen haben.

Zuge­hörige Daten von Mars-Rovern oder ‑Orbitern, von erd­ge­bun­denen NASA-Satel­liten oder Obser­va­torien des Galileo-Pro­jekts könnten Frag­mente eines zer­bro­chenen Eis­bergs auf­decken, oder es hat Mini-Sonden frei­ge­geben, von einem tech­no­lo­gi­schen Mutterschiff.

Das Leben ist lebenswert, wenn wir uns vom Uner­war­teten über­ra­schen lassen. Büro­kraten oder fan­ta­sielose Wis­sen­schaftler wollen uns glauben machen, dass alles normal ist. 

Aber wir anderen wissen, dass das Beste noch vor uns liegt.

Mehr über den Weltraum lesen Sie im Buch „Der Raum­fahrt-Schwindel: UFOs und der Schlüssel zum Anti­gra­vi­ta­ti­ons­an­trieb

Quellen: PublicDomain/avi-loeb.medium.com am 20.11.2025

Zuerst erschienen bei pravda-tv.com.
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