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Pfizer-Manna: COVID-Spritz­brühe schützt vor Selbstmord, Auto­unfall, Ertrinken und psy­chi­scher Störung – oder etwa nicht? [Neue Junk Science]

Wir erklimmen heute den Olymp der Junk Study, mit einer Studie, die durch den Peer review Prozess gekommen ist, der angeblich bei JAMA – dem Journal of the Ame­rican Medical Asso­ciation vor­handen ist. Eine Studie, deren offen­kundige Fehler nie­mandem, der die Studie angeblich gelesen haben will, auf­ge­fallen sind. Eine Studie, deren ein­ziger Zweck wohl darin zu bestehen scheint, die Behauptung, dass modRNA-COVID-19 Shots nicht mit einer stei­genden Sterb­lichkeit oder gar Über­sterb­lichkeit ein­her­gehen, zu verbreiten.

FAKE NEWS – if ever there was FAKE NEWS.

Es beginnt damit, dass die Studie, die angeblich keinen Effekt von COVID-19 mRNA-Spritz­brühen auf „Sterb­lichkeit“ gefunden haben will, kei­nerlei Aus­sagen über „(Über-)Sterblichkeit“ zulässt. Es geht weiter mit einem sta­tis­ti­schen Vor­gehen, in dessen Verlauf die Autoren drei Daten­sätze kom­bi­nieren, um den kom­bi­nierten Daten dann mit einem explizit INDI­VI­DU­AL­DATEN vor­aus­set­zenden Ver­fahren zuleibe zu rücken, was wie­derum vor­aus­setzt, dass die drei Daten­sätze die Mög­lichkeit indi­vi­du­eller Zuordnung ent­halten, was uns bei dem, was die Autoren als anony­mi­sierte „civil registry records“ bezeichnen, doch eher pro­ble­ma­tisch erscheint oder zumindest in einer Weise feh­ler­an­fällig, die die selt­samen Ergeb­nisse, die die Autoren pro­du­zieren, erklären könnte.

Das bringt uns zu einem sta­tis­ti­schen Ver­fahren, der COX-Regression, die auf sta­tis­tisch weit­gehend Unkundige einen uns nicht nach­voll­zieh­baren Reiz ausübt, handelt es sich bei COX-Regres­sionen doch um ein sta­tis­ti­sches Ver­fahren, das hohe Anfor­de­rungen an die Daten­qua­lität und vor allem die Ver­teilung der Daten stellt, dar­unter die Vor­aus­setzung, dass die Odds Ratios (in diesem Fall für Sterb­lichkeit), die Wahr­schein­lich­keits­raten, die berechnet werden, kon­stant über Zeit ver­teilt sind, was sie im vor­lie­genden Fall schon deshalb nicht sein können, weil im Unter­su­chungs­zeitraum angeblich eine Pan­demie mit vielen Extra­toten statt­ge­funden hat, ob als Ergebnis der Plan­demie oder von Maß­nahmen im Rahmen der Plan­demie, sei dahin­ge­stellt, Tat­sache ist: die Odds Ratio sind im Unter­su­chungs­zeitraum nicht KON­STANT ver­teilt. Damit ist die COX-Regression eigentlich schon raus noch bevor wir die Tat­sache erwähnen, dass der Zen­surme­cha­nismus, der in der COX-Regression genutzt wird, unab­hängig von CO-Variaten sein muss, ein Erfor­dernis gegen das die Autoren in einer Weise ver­stoßen, die unglaublich ist – dazu später mehr.

Das war jetzt doch eine lange Vorrede zu einer Studie, die so schlecht ist, dass man sich die Haare raufen würde, würde man diesen ganzen Bullshit, der in angeb­lichen Fach­jour­nalen ver­öf­fent­licht wird, über­haupt noch ernst nehmen. Diese Studie hat uns heute schon beim Früh­stück beschäftigt, und Dr. habil. Heike Die­fen­bachs hat – das muss ein Über­bleibsel aus ihrer Zeit als Dozent für Methoden und Sta­tistik sein – einmal mehr durch die ihr eigene Beharr­lichkeit dazu bei­getragen, die mir inhä­rente Inertia zu über­winden und in die Ver­tei­lungen zu gehen, ein Vor­gehen, das letztlich das Rätsel um absurde Ergeb­nisse gelöst hat.

Gehen wir in die Studie, die JUNK STUDIE, die mit Sicherheit Ver­breitung durch all die­je­nigen finden wird, die von Tuten und Blasen keine Ahnung haben, aber alles, was ihnen ideo­lo­gisch in den Kram passt, in einer Weise ver­breiten, die an den Rausch­gift­süch­tigen erinnert, der für Ent­kri­mi­na­li­sierung von Haschisch, Kokain und Crack wirbt.

Der Junk, den wir besprechen, stammt auf Frankreich:

Semenzato, Laura, Sté­phane Le Vu, Jérémie Botton, Marion Bertrand, Marie-Joelle Jabagi, Jérôme Drouin, François Cuenot et al. (2025). COVID-19 mRNA Vac­ci­nation and 4‑Year All-Cause Mor­tality Among Adults Aged 18 to 59 Years in France. JAMA Network Open 8(12): e2546822-e2546822.

All die Pro­bleme, die wir zum Teil bereits ange­sprochen haben, kumu­lieren in der fol­genden Tabelle/Abbildung, die Ergeb­nisse von COX-Regres­sionen zeigt (Odds Ratio), die wie­derum Wahr­schein­lich­keiten zusam­men­stellen, an welcher Ursache auch immer, zu ver­sterben. Was jedem, der von Sta­tistik auch nur am Rande ein Idee hat, sofort auf­fällt: Die Effekte gehen ALLE – ohne Aus­nahme – in die SELBE Richtung. Ein sta­tis­ti­sches Wunder aus Frank­reich, das bei näherer Betrachtung das stete Kopf­schütteln in lautes Her­aus­lachen trans­for­miert. Wir haben die Tabelle aus dem Beitrag an den Stellen mar­kiert, die wir im fol­genden besprechen:

Von oben nach unten: obschon der Forest-Plot am rechten Rand, die gerin­geren Wahr­schein­lich­keiten, die sich angeblich für mRNA-„Gespritzte“ im Ver­gleich zu Unge­impften finden lassen, nahelegt, die Abwei­chung nach links beziehe sich auf Unge­impfte, denn „Unge­impfte“ sind in der der ersten Spalte zu finden, handelt es sich um geringere Risiken für Gespritzte – das ist min­destens kon­train­tuitiv, wenn nicht seltsam. Wandern wir die Kolonnen nach unten: Männer und Frauen haben, wenn sie modRNA-gespritzt sind, eine geringere Ster­be­wahr­schein­lichkeit, wie uns die Autoren erzählen wollen. Das­selbe gilt für ALLE sozialen Lagen: Egal, ob reich oder arm, ob Mit­tel­schicht oder Unter­schicht, die segens­reichen Säfte schützen vor dem Tod. Ein Ergebnis, dass aller For­schung, die es ansonsten gibt, und diez.B. große Unter­schiede im Anteil Geimpfter je nach sozialer Lage findet, je größer die soziale Depri­vation, desto unwahr­schein­licher der mRNA-Shot im Oberarm, widerspricht.

Vukovic, Vla­dimir, Roberto Lillini, Silvia Lupi, Fran­cesca For­t­unato, Michela Cicconi, Giulio Matteo, Lucia Arata et al. (2020). Iden­ti­fying people at risk for influenza with low vaccine uptake based on depri­vation status: a sys­te­matic review.European Journal of Public Health 30(1): 132–141.

Seit Vukovic ihren Beitrag ver­öf­fent­licht haben, hat sich an der Fest­stellung, dass mit sin­kendem sozialen Status die Zahl der Gespritzten geringer wird, nichts geändert. Gehen wir weiter in den Selt­sam­keiten, die uns die Autoren dieser Junk Studie aus Frank­reich als Ergeb­nisse ver­kaufen wollen: modRNA-Gespritzte haben eine geringere Ster­be­wahr­schein­lichkeit, wenn sie wegen COVID-19 hos­pi­ta­li­siert wurden und sie haben eine geringere Ster­be­wahr­schein­lichkeit, wenn sie nicht wegen COVID-19 hos­pi­ta­li­siert wurden.

Ein ekla­tanter Widerspruch.
Ein Blick in die Tabelle genügt, ihn zu sehen. Dennoch ist er allen „Peer Reviewern“ offen­kundig ent­gangen. So wie den angeb­lichen Peer Reviewern ent­gangen ist, dass die modRNA-Gespritzten mit Ko-Mor­bi­di­täten eine geringere Wahr­schein­lichkeit, zu sterben haben, als Unge­impfte mit Ko-Mor­bi­di­täten und wenn sie keine Ko-Mor­bi­di­täten haben, dann ist ihr Ster­be­risiko im Ver­gleich zu Unge­impften eben­falls geringer.

Wie man diese Ergeb­nisse dreht und wendet, immer kommen die modRNA-Säfte als modernes Manna, als Heils­bringer der Menschheit heraus.

Erstaunlich.
Und es wird noch erstaun­licher, denn das Manna von Pfizer/Biontech und Moderna, es schützt davor, zu ertrinken, davor, sich selbst umzu­bringen, davor, psy­chisch zu erkranken, davor, einen Auto­unfall zu erleiden, es ist ein wahres Teu­felszeug dieses Lebens­elixir aus dem Hause Pfizer/Biontech/Moderna:

Und das Beste: Wenn unbe­kannt ist, woran jemand gestorben ist, dann sind die­je­nigen, die unbe­kannt mod-RNA-Gespritzt ver­storben sind, sel­tener ver­storben als die­je­nigen, die unge­impft ver­blieben sind.

Man weiß nicht, ob man lachen oder schreien soll, ange­sichts eines solchen BULLSHIT.

Was Lesern in soge­nannten Fach­jour­nalen an Müll zuge­mutet wird, geht auf keine Kuhhaut. Und all dieser Unfug, um den Leuten, die wenigsten glauben das ohnehin, vor­zu­gaukeln, Über­sterb­lichkeit, die Semenzato et al. (2025) an keiner Stelle gemessen haben, sei nicht von modRNA-Shots verursacht.

„In this national cohort study of 28 million indi­vi­duals, the results found no increased risk of 4‑year all-cause mor­tality in indi­vi­duals aged 18 to 59 years vaccinated.“

Nun gibt es drei Mög­lich­keiten zu erklären, dass Autoren offen­kun­digen Blödsinn veröffentlichen:

  • Sie halten uns alle für so blöd wie sich selbst.
  • Sie werden dafür bezahlt, solchen Blödsinn zu veröffentlichen.
  • Sie sind metho­disch und hand­werklich so schlecht, dass sie diesen Blödsinn für bare Münze nehmen.

Wir ten­dieren zur dritten Alter­native, und zwar deshalb:

„To study long-term mor­tality in the unvac­ci­nated group and prevent signi­ficant loss to follow-up due to indi­vi­duals rapidly getting vac­ci­nated, we included indi­vi­duals who remained unvac­ci­nated (and alive) 3 months after the peak of mass vac­ci­nation on November 1, 2021. Starting follow-up from this date would have resulted in unequal follow-up dura­tions across groups. The­r­efore, we intro­duced a random index date for the unvac­ci­nated group based on the vac­ci­nated indi­vi­duals’ first injection dates.“

Um über einen bestimmten Zeitraum mit einer COX-Regression die Wahr­schein­lichkeit für ein dis­kretes Ereignis (hier den Tod) in einer Auf­ein­an­der­folge von dis­kreten Zeit­punkten zu bestimmen, ist es not­wendig, dass alle Per­sonen, für die das ent­spre­chende Ereignis unter­sucht wird, über den­selben Zeitraum ab einem „Index-Ereignis“ ver­folgt werden.

Das Index-Ereignis für Geimpfte ist leicht zu bestimmen: Der Tag, an dem sie zum ersten Mal gestochen mit modRNA wurden, legt den Start­punkt der Analyse fest. Bei Unge­impfte ist dies schwie­riger, denn sie sind und bleiben unge­impft, haben kein „Index-Ereignis“, was sie nicht ver­gleichbar mit Geimpften macht. Ergo haben die Autoren ein Index­ereignis für „Unge­impfte“ geschaffen und ihnen ein Datum aus der Menge all der Daten zuge­spielt, die den Zeit­punkt der ersten Spritzung für die modRNA-Geimpften beschreiben. Und damit ist die von COX-Regres­sionen gefor­derte Unab­hän­gigkeit der Co-Variante beseitigt. Nicht nur das: Unge­impfte sind zu einer Art sta­tis­ti­schem Anhängsel von modRNA-Gespritzen geworden, was zwangs­läufig dazu führt, dass die Ergeb­nisse will­kürlich werden, was sie ohnehin würden, denn die Tat­sache, dass alle Effekte in die selbe Richtung weisen, spricht dafür, dass es erheb­liche Über­lap­pungen in den Residuen gibt, geben muss, schon weil die Unge­impften an die Geimpften ange­hängt wurden, erstere quasi eine Wahr­schein­lich­keits­funktion von Letz­teren geworden sind.

Kurz: Alles JUNK.
Unglaub­licher Blödsinn.
Dessen unge­achtet sicher Blödsinn, der von geneigter Seite ver­breitet werden wird, denn genau aus diesem Grund wird solcher Mist geschrieben und ver­öf­fent­licht, damit die Täter sich aus der Ver­ant­wortung stehlen können, ihre Spuren ver­wi­schen können. Fehlt nur noch die Studie darüber, dass es keinen Zusam­menhang zwi­schen Bom­ben­an­griffen im Zweiten Welt­krieg und toter Zivil­be­völ­kerung gibt, weil die Zivi­listen in Bom­ben­städten eine geringere Wahr­schein­lichkeit zu sterben hatten als Zivi­listen auf dem Land.

Kommt bald, wetten?


Der Artikel erschien zuerst bei Scienefiles.org.

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