Lebensschutz Schockierend: EU-Parlament fordert europaweite Abtreibungsregelung Pro-Life-Aktivisten sehen sich zunehmend linksextremer Gewalt ausgesetzt (c) Bildschirmfoto YT

Scho­ckierend: EU‑Parlament fordert euro­pa­weite Abtreibungsregelung

Das EU-Par­lament hat am 17. Dezember 2025 – also wenige Tage vor Weih­nachten – eine Ent­schließung zur Unter­stützung der For­de­rungen der Abtrei­bungs­in­itiative „My Voice, My Choice“ ver­ab­schiedet. Künftig sollen finan­zielle Mittel der EU bereit­ge­stellt werden, wenn Frauen für eine Abtreibung in ein anderes Mit­gliedsland reisen möchten. Mit diesem Abtrei­bungs­tou­rismus sollen restriktive Abtrei­bungs­ge­setze in Ländern wie Polen umgangen werden. (von David Berger)

Das EU-Par­lament hat am 17. Dezember 2025 über eine Initiative abge­stimmt, die gel­tendes Recht der Mit­glieds­staaten bei Abtrei­bungen umgehen will und eine Finan­zierung für Abtrei­bungs­tou­rismus fordert. Die radikale Abtrei­bungs­kam­pagne „My Voice, My Choice“ wurde vom Par­lament mit Mehrheit ange­nommen und wird nun an die EU-Kom­mission weitergereicht.

Die For­de­rungen sind erschre­ckend. EU-Mit­glieds­staaten sollen Zugang zu För­der­mitteln erhalten, die sie dafür ein­setzen können, Frauen, die in ihrem eigenen Land auf­grund strenger Abtrei­bungs­ge­setze nicht abtreiben können, dennoch die Tötung ihres Kindes zu ermög­lichen. Die Frau soll dazu einfach in ein anderes Land reisen, in dem Abtreibung erlaubt ist, und dort den Ein­griff vor­nehmen lassen. Die Kosten – ein­schließlich der Rei­se­kosten – sollen von der EU getragen werden.

Damit wird ein Mecha­nismus geschaffen, der nationale Abtrei­bungs­ge­setze sys­te­ma­tisch umgeht und de facto Abtreibung auf EU-Ebene ein­führt. Denn selbst wenn ein Staat Abtrei­bungen ver­bietet oder stark ein­schränkt, wie etwa Polen oder Deutschland, können Bür­ge­rinnen dieses Landes in einem anderen Mit­glieds­staat abtreiben. Dies unter­mi­niert ein­deutig die Sou­ve­rä­nität der betrof­fenen Staaten. Es ist eigentlich das Recht jedes Staates, über diese Frage selbst zu ent­scheiden – zumal es sich um eine zutiefst mora­lische Frage handelt. Zwar erkennt die EU dieses Recht formal an, hebelt es durch diese Maß­nahme jedoch fak­tisch aus.

Darüber hinaus übt ein solcher Beschluss zusätz­lichen poli­ti­schen Druck auf jene EU-Staaten aus, in denen Abtreibung ein­ge­schränkt ist, etwa auf Polen oder Deutschland. Die Folge wäre ein euro­pa­weiter Abtrei­bungs­tou­rismus, bei dem recht­liche Schutz­be­stim­mungen gezielt umgangen werden und Abtrei­bungen ohne Mit­spra­che­recht des betrof­fenen Staates ermög­licht werden. Zudem gäbe es kei­nerlei ein­heit­liche Regu­lierung. Wenn etwa in einem Mit­glieds­staat Abtreibung bis zur Geburt legal ist, könnte eine Frau dorthin reisen und ihr Kind nach den dort gel­tenden Gesetzen abtreiben. Ange­sichts der Tat­sache, dass der­artige Gesetze bei­spiels­weise in England bereits Rea­lität sind, ist dies kein unrea­lis­ti­sches Sze­nario. Damit könnte jeder Staat eine noch radi­kalere Abtrei­bungs­po­litik beschließen und diese de facto auf alle anderen Staaten aus­weiten – und dafür sogar EU-För­der­mittel erhalten.

Über den Vor­schlag, der mit 1,1 Mil­lionen Unter­schriften aus 19 Mit­glieds­staaten ein­ge­bracht wurde, ent­scheidet nun die EU-Kom­mission bis März 2026. Danach könnte die Maß­nahme in Kraft treten.

Wir müssen uns – so die Aktion SOS LEBEN der DVCK e.V. – gegen diese Über­grif­figkeit wehren. Niemand hat das Recht, den Mord an unschul­digen Kindern im Mut­terleib zu lega­li­sieren – schon gar nicht die EU, die sich mit diesem Vor­gehen radikal gegen ihren eigenen Sub­si­dia­ri­täts­grundsatz stellt. Sollte dieses Vor­haben umge­setzt werden, bedeutet dies eine De-facto-Lega­li­sierung von Abtreibung auf EU-Ebene, die absolut inak­zep­tabel ist.

Die unan­tastbare Men­schen­würde, die die EU zu ver­tei­digen vorgibt, muss allen Men­schen zukommen – auch denen, die noch nicht geboren sind. Setzen wir uns gemeinsam dafür ein, dass die EU diese Wahrheit ver­teidigt und nicht zur Kraft des Todes in Europa wird.

Der Artikel erschien zuerst bei philosophia-perennis.com.

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