Bild: Symbolbild. KI.

Erschre­ckende Studien aus Groß­bri­tannien: Immer mehr Kinder können bei Grund­schul­beginn kein Buch richtig blättern oder halten

Bei der Vor­be­reitung zur Ein­schulung stellen Erzieher fest: Immer mehr Kinder können nicht selb­ständig essen oder auf die Toi­lette gehen, geschweige denn ein Buch richtig halten und in den Seiten blättern.

Viele Fünf­jährige und Sechs­jährige starten nicht schulreif ins Leben. In Groß­bri­tannien zeigte eine Umfrage unter Lehr­kräften alar­mie­rende Defizite bei Grund­schul-Anfängern – über ein Drittel gilt als nicht schul­bereit. Was sich in Groß­bri­tannien laut ankündigt, droht uns auch hier­zu­lande in Deutschland. Die Erkennt­nisse sind alarmierend.

Fast ein Drittel der Kinder weiß bei der Vor­be­reitung zur Ein­schulung nicht, wie man ein Buch hält oder blättert

Kinder, die im ver­gan­genen Herbst in die Reception (Vor­schul­klasse) kamen, konnten mit gedruckten Büchern kaum umgehen. Manche ver­suchten sogar, Seiten wie bei einem Smart­phone weg­zu­wi­schen oder anzu­tippen – ein deut­liches Zeichen für die starke Prägung durch digitale Medien bereits im Kleinkindalter.

Toi­let­ten­training und Selbst­stän­digkeit mangelhaft

Rund jedes vierte Kind (26 Prozent) war zu Schul­beginn noch nicht sauber! In manchen Klassen kam es sogar bei mehr als jedem Dritten (36 Prozent) regel­mäßig zu “Unfällen”.

Ebenso konnten etwa 28 Prozent der Fünf­jäh­rigen weder selbst­ständig essen noch trinken.

Leh­re­rinnen und Lehrer berichten, dass sie täglich durch­schnittlich 1,4 Stunden mit Wickeln oder Toi­let­ten­hilfe verbringen.

Exzes­siver Bild­schirm­konsum als Hauptursache?

Mehr als die Hälfte der befragten Grund­schul­mit­ar­beiter sieht über­mä­ßigen Medi­en­konsum bei Kindern und Eltern als zen­trale Ursache dafür, dass viele Schul­an­fänger grund­le­gende All­tags­fä­hig­keiten vermissen.

Die Folge: Kinder kommen ohne aus­rei­chende Sprach­ent­wicklung, Selbst­stän­digkeit beim Anziehen, Essen oder Toi­let­tengang in die Schule.

Sys­tem­krise statt Ein­zel­fälle: Schon bei den Kindern zeigt sich der Bildungsabstieg

Ins­gesamt schätzen die Päd­agogen, dass 37 Prozent der dies­jäh­rigen “Reception”-Kinder nicht schulreif waren – ein Anstieg gegenüber 33 Prozent im Vorjahr. Durch feh­lende Basis­kom­pe­tenzen gehen den Klassen täglich im Schnitt 2,4 Stunden Unter­richtszeit verloren.

Regie­rungs­ziele und Rea­lität klaffen auseinander

Die bri­tische Regierung drängt darauf, den Anteil schul­reifer Kinder deutlich zu steigern und hat sich bis 2028 ein Ziel von 75 Prozent gesetzt. Aktuelle offi­zielle Zahlen des Bil­dungs­mi­nis­te­riums zeigen jedoch nur 68,3 Prozent der Kinder am Ende der “Reception” mit guter Ent­wick­lungs­stufe (leichter Anstieg zum Vorjahr). Man spricht ange­sichts der Ent­wicklung von einer “sys­te­mi­schen Krise”.

Eltern sehen ihre Kinder deutlich positiver

Während die päd­ago­gi­schen Fach­kräfte deut­liche Defizite melden, bewerten Eltern die Situation opti­mis­ti­scher: In einer par­al­lelen Befragung von 1.000 Eltern von Vier- und Fünf­jäh­rigen gaben 88 Prozent an, ihr Kind sei bereit für die Schule gewesen; sogar 35 Prozent meinten, es sei reifer als die meisten Gleichaltrigen.

Spielt Migra­ti­ons­hin­ter­grund eine Rolle?

Bei den Studien wurde nicht her­aus­ge­ar­beitet, welchen sozio­kul­tu­rellen Hin­ter­grund (Migra­ti­ons­ge­schichte?) viele Kinder haben. Gibt es da Unter­schiede? Denn das wäre neben der Ver­nach­läs­sigung durch das Parken von Kindern vor den Medien (Fern­seher, PC, Handy, Tablet) auch noch ein wich­tiger Faktor, der zu unter­suchen wäre. Doch in Groß­bri­tannien ist die poli­tische Stimmung dies­be­züglich derzeit so auf­ge­heizt, dass der Migra­ti­ons­hin­ter­grund von Kindern nicht vor­rangig the­ma­ti­siert wird.

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