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38 Prozent der Deut­schen wollen, dass Senioren in kleinere Woh­nungen umziehen — Kommt die öffent­liche Wohnungszuweisung?

Mit wach­sender Knappheit an bezahl­barem Wohnraum in Deutschland finden immer mehr Bürger Gefallen an Kon­zepten einer plan­wirt­schaft­lichen Steuerung des freien Woh­nungs­markts. Eine kürz­liche Umfrage unter­streicht diesen Trend: Über ein Drittel der Befragten findet, daß Senioren zuviel Platz bean­spruchen und in kleinere Woh­nungen umziehen sollen.

Ins­gesamt fühlt sich eine Mehrheit der Bürger beim Thema Wohnen im Stich gelassen, der Unmut über explo­die­rende Mieten und feh­lenden Platz ist enorm. Die Ergeb­nisse offen­baren eine tiefe Frus­tration – 64 Prozent der Befragten halten das Angebot an Sozi­al­woh­nungen für Haus­halte mit nied­rigem Ein­kommen für unzu­rei­chend, während 63 Prozent über­zeugt sind, dass Nor­mal­ver­diener kaum noch erschwing­lichen Raum finden. Knapp die Hälfte sieht sogar ein Über­an­gebot an teuren Luxus­woh­nungen, was den Markt als unaus­ge­wogen erscheinen lässt. Güns­tiger Wohnraum wird als rar wahr­ge­nommen, wohin­gegen hoch­preisige Neu­bauten in vielen Städten dominieren.

Gewünscht wird mehr Staat, weniger Markt

Die Mehrheit der Umfra­ge­teil­nehmer plä­diert für stär­keres staat­liches Ein­greifen. 86 Prozent fordern einen ein­fa­cheren Zugang zu öffent­lichen Pro­grammen für den Bau oder Erwerb von Eigen­heimen. Ebenso hoch liegt die Zustimmung mit 85 Prozent für einen mas­siven Ausbau des sozialen Wohnungsbaus.

80 Prozent wün­schen gezielte Hilfen für Familien, Allein­er­zie­hende und Jugend­liche. Prak­tische Ansätze finden eben­falls Anklang – 67 Prozent befür­worten, dass Kom­munen leer­ste­hende Gebäude zwangs­weise erwerben, um daraus bezahl­baren Wohnraum zu schaffen, und 59 Prozent unter­stützen eine Ver­pflichtung, brach­lie­gende Gewer­be­flächen in Innen­städten in Woh­nungen umzuwandeln.

Anstelle des Markts soll es wieder der Staat richten. Obwohl letz­terer durch über­bor­dende Ein­griffe und immer neue und schärfere Bau­vor­schriften und vor allem durch die massive Ver­knappung des Wohn­raums durch die Politik der offenen Grenzen die Rah­men­be­din­gungen, unter denen ein freier Markt mit Angebot und Nach­frage ope­rieren kann, völlig aus den Fugen gebraucht hat.

Radikale Vor­schläge: Steuern und Enteignungen 

So gewinnt auch das Lieb­äugeln mit här­teren Ein­griffen an Boden, ins­be­sondere wenn es um die Umver­teilung bestehenden Raums geht. Zwar halten nur 15 Prozent ein Verbot des Allein­wohnens für Singles für richtig, doch immerhin 38 Prozent – also mehr als ein Drittel – würden es gut­heißen, wenn Senioren große Woh­nungen räumen müssten, um Platz für junge Familien zu schaffen.

Diese Stimmung nährt Dis­kus­sionen um eine Wohn­flä­chen­steuer oder Straf­steuer auf über­di­men­sio­nierte Apar­te­ments, die von Par­teien wie den Grünen und Linken vor­an­ge­trieben wird. Ver­tre­te­rinnen wie Heidi Rei­chinnek und Janine Wissler von den Linken plä­dieren für die Ver­ge­sell­schaftung großer Immo­bi­li­en­kon­zerne, um Mieten zu drücken, und drängen auf ein ent­spre­chendes Lan­des­gesetz in Berlin.

Ähnlich haben Grünen-Poli­tiker wie Robert Habeck und Werner Graf in der Ver­gan­genheit die Nutzung von Artikel 15 des Grund­ge­setzes befür­wortet, der Ent­eig­nungen von Groß­kon­zernen ermög­licht, um stei­gende Mieten ein­zu­dämmen. Solche For­de­rungen spiegeln eine Ver­schiebung wider, bei der der durch Mas­sen­zu­wan­derung ver­schärfte Mangel an Wohnraum linken Kräften wie der unter Lars Klingbeil und Saskia Esken (ehemals Bas) stark nach links gerückten SPD, den Grünen und Linken einen Hebel bietet, ihre sozia­lis­tische Visionen schritt­weise umzusetzen.

Lehren aus der DDR: Kom­man­do­wirt­schaft und Wohnungszentralismus

Ein Blick auf die DDR zeigt, wohin eine voll­ständige Plan­wirt­schaft führen kann. Dort regelte das Amt für Woh­nungs­wesen die staat­liche Zuteilung von Wohnraum über ein Punk­te­system, das Fak­toren wie Dring­lichkeit, Anzahl der Kinder oder Beruf berück­sich­tigte. Trotz vieler Leer­stände – oft in Alt­bauten – resul­tierten daraus jah­re­lange War­te­zeiten. “Schwarzes” Wohnen, also illegale Nutzung, war weit ver­breitet, um die Eng­pässe zu umgehen.

Wer umziehen wollte, musste einen Antrag stellen, und Behörden rieten häufig, erst zu hei­raten oder Kinder zu bekommen, um höhere Punkte zu sammeln und bessere Chancen zu haben. Dieses System schuf nicht nur Büro­kratie, sondern auch soziale Ungleich­heiten, die durch staat­liche Kon­trolle ver­tieft wurden – eine Warnung vor den Risiken, die mit der aktu­ellen Debatte ein­her­gehen, ins­be­sondere wenn Par­teien wie SPD, Grüne und Linke ihre For­de­rungen nach mehr Ver­ge­sell­schaftung und Ent­eignung vor­an­treiben, die samt und sonders in der Geschichte kata­strophal gescheitert sind und in noch mehr Mangel und Not geführt haben.

Der Artikel erschien zuerst bei freiewelt.net.

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