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E‑Mails, Mil­lio­nen­ver­träge und Zeu­gen­aus­sagen werfen neue Fragen zu Jeffrey Epsteins Netzwerk auf — 12.000 Erwäh­nungen in den Epstein-Akten: Die Spur führt zu den Rothschilds

Die Ver­öf­fent­li­chung von 3,8 Mil­lionen Seiten aus den Epstein-Akten sorgt weltweit für neue Fragen. In den Doku­menten taucht ein Name rund 12.000-mal auf: Roth­schild. Gleich­zeitig zeigen E‑Mails, Ver­träge über 25 Mil­lionen Dollar und Zeu­gen­aus­sagen vor dem US-Kon­gress mög­liche Ver­bin­dungen zwi­schen Jeffrey Epstein, Finanz­eliten und ein­fluss­reichen poli­ti­schen Netz­werken. Während Ermittler weiter prüfen, werfen Kri­tiker vor allem eine Frage auf: Warum wurde über diese Aspekte des größten doku­men­tierten Sex­han­del­skandals der jün­geren Geschichte so lange kaum gesprochen?

Der Epstein-Skandal gehört zu den dun­kelsten Kapiteln der jün­geren Zeit­ge­schichte. Doch mit der Ver­öf­fent­li­chung von rund 3,8 Mil­lionen Seiten Ermitt­lungs­akten im Januar 2026 gerät eine neue Dimension ins Licht der Öffentlichkeit.

Denn in diesen Doku­menten taucht ein Name immer wieder auf – und zwar auf­fällig häufig: Rothschild.

Nach Aus­wer­tungen der ver­öf­fent­lichten Unter­lagen erscheint dieser Name beinahe 12.000-mal in den Akten. Eine Zahl, die selbst erfahrene Ermittler auf­horchen lässt. Zum Ver­gleich: Selbst Namen pro­mi­nenter Poli­tiker, die bereits zuvor mit dem Epstein-Komplex in Ver­bindung gebracht wurden, kommen deutlich sel­tener vor.

Und doch blieb genau dieser Aspekt der Doku­mente in vielen großen Medien erstaunlich unbeachtet.

Eine E‑Mail, die alles ver­ändert hätte

Bereits im Februar 2016 schrieb Jeffrey Epstein eine E‑Mail an den Tech-Mil­li­ardär Peter Thiel. Der kurze Satz darin hätte eigentlich weltweit Schlag­zeilen machen müssen:

„Wie Sie wahr­scheinlich wissen, ver­trete ich die Rothschilds.“

Der Satz steht tat­sächlich in den offi­zi­ellen Ermitt­lungs­akten des US-Jus­tiz­mi­nis­te­riums. Dennoch wurde er von großen Medi­en­häusern kaum aufgegriffen.

Warum?

Diese Frage beschäftigt inzwi­schen immer mehr Beobachter.

Wexners Aussage vor dem US-Kongress

Besonders brisant wurde der Fall im Februar 2026, als der ame­ri­ka­nische Mil­li­ardär Les Wexner – Gründer des Mode­kon­zerns Victoria’s Secret – vor dem House Over­sight Com­mittee aussagte.

Wexner galt jah­relang als einer der wich­tigsten finan­zi­ellen För­derer Epsteins.

Auf die Frage, warum er Epstein einst eine umfas­sende Gene­ral­voll­macht über große Teile seines Ver­mögens erteilt habe, ant­wortete er unter Eid:

„Seine per­sön­liche Arbeit für die Roth­schild-Familie in Frankreich.“

Noch kon­kreter wurde Wexner, als er erklärte, er habe direkt mit Élie de Roth­schild gesprochen. Dieser habe ihm Epstein als Ver­treter der Familie bestätigt.

Beob­achter im Sit­zungssaal berich­teten später sogar von einer Szene, die zeigt, wie nervös das Umfeld des Unter­nehmers reagierte: Ein Mikrofon fing angeblich ein Flüstern seines Anwalts auf, der ihn warnte, Fragen mög­lichst knapp zu beantworten.

Mil­lionen-Vertrag mit einer Bankdynastie

Weitere Doku­mente werfen ein neues Licht auf die Bezie­hungen zwi­schen Epstein und Finanz­in­sti­tuten aus dem Umfeld der Rothschild-Dynastie.

Im Oktober 2015 schloss Epsteins Firma Sou­thern Trust Company Inc. auf den Jung­fern­inseln laut Akten einen Vertrag über 25 Mil­lionen Dollar mit Edmond de Roth­schild Holding S.A.

Der Ver­trags­zweck:

Risi­ko­analyse und algo­rith­mische Finanzmodelle.

Dass ein Mann, der bereits wegen Sexu­al­de­likten ver­ur­teilt worden war, solche Summen für Bera­tungs­leis­tungen erhielt, sorgt heute für heftige Diskussionen.

Kon­takte trotz Verurteilung

Auch die heutige Bank­chefin Ariane de Roth­schild taucht in den Unter­lagen mehrfach auf.

Medi­en­be­richte bestä­tigten bereits 2023, dass sie Epstein auch nach dessen Ver­ur­teilung mehrfach getroffen hatte.

Zunächst hatte die Bank jeg­lichen Kontakt bestritten. Später wurde erklärt, die Treffen hätten im Rahmen „nor­maler geschäft­licher Pflichten“ stattgefunden.

Was genau bei diesen Gesprächen besprochen wurde, bleibt bislang unklar.

Geo­po­litik in pri­vaten E‑Mails

Eine besonders rät­sel­hafte Passage stammt aus dem Jahr 2014.

Dort schrieb Epstein an Ariane de Rothschild:

„Der Putsch in der Ukraine sollte viele Mög­lich­keiten bieten.“

Ein ver­ur­teilter Sexu­al­straf­täter, der geo­po­li­tische Ent­wick­lungen mit einer der ein­fluss­reichsten Ban­kiers­fa­milien Europas dis­ku­tiert – auch diese Passage wirft Fragen auf.

Ver­bin­dungen bis in die Weltpolitik

Auch andere Doku­mente zeigen erstaun­liche poli­tische Kontakte.

Bereits frühere Ver­öf­fent­li­chungen von Wiki­Leaks hatten E‑Mails zwi­schen Hillary Clinton und Lynn Forester de Roth­schild öffentlich gemacht.

In einer Nach­richt aus dem Jahr 2010 ent­schul­digte sich Clinton – damals US-Außen­mi­nis­terin – bei der Ban­kiers­fa­milie dafür, einen Termin mit Tony Blair kurz­fristig für Nahost-Ver­hand­lungen unter­brochen zu haben.

Noch bemer­kens­werter: Bereits 2015, Monate bevor Hillary Clinton ihre Kan­di­datur zur US-Prä­si­dent­schaft ankün­digte, dis­ku­tierten poli­tische Berater laut E‑Mails bereits wirt­schafts­po­li­tische Strategien.

Der Ver­mittler zwi­schen Macht und Skandal

Der Jurist Alan Der­showitz, früher selbst Teil von Epsteins Umfeld, erklärte öffentlich:

„Lady Lynn Roth­schild stellte Epstein Bill Clinton und Prinz Andrew vor.“

Damit würde eine zen­trale Ver­bin­dungs­linie zwi­schen Epstein und zwei der bekann­testen Per­sön­lich­keiten der inter­na­tio­nalen Politik über eine einzige Familie führen.

„Wir wussten es alle“

Eine Aussage sorgte besonders für Aufsehen.

Cindy McCain, Witwe des ver­stor­benen US-Senators John McCain, sagte in einem Interview:

„Wir wussten es alle.“

Ein Satz, der bis heute nachhallt.

Ein Netzwerk aus Macht, Geld und Einfluss?

Aus den Mil­lionen Seiten Doku­menten ergibt sich nach Ansicht einiger Ana­lysten ein klares Muster:

Epstein bewegte sich offenbar über Jahr­zehnte in einem Netzwerk aus Mil­li­ar­dären, Poli­tikern und Akademikern.

Seine Kon­takte reichten in Finanzwelt, Politik und Hochadel.

Ob er dabei lediglich ein geschickter Netz­werker war – oder ob hinter diesem Netzwerk größere Struk­turen standen –, bleibt Gegen­stand inten­siver Diskussionen.

Ein Schweigen, das selbst Fragen aufwirft

Im Februar 2026 stufte eine Unter­su­chung der Ver­einten Nationen die Epstein-Ope­ration als ein mög­liches „glo­bales kri­mi­nelles Netzwerk“ ein.

Doch trotz der enormen Menge an Doku­menten bleibt ein Ein­druck bestehen:

Viele Aspekte der ver­öf­fent­lichten Akten wurden bislang nur ober­flächlich untersucht.

Die viel­leicht größte Frage lautet deshalb nicht nur, was in den Doku­menten steht.

Sondern auch, warum so wenig darüber gesprochen wird.

Denn eines zeigt der Fall Epstein deut­licher als vieles zuvor:

Macht, Geld und Ein­fluss können ein Netz bilden, das weit über ein­zelne Per­sonen hin­aus­reicht – und dessen voll­ständige Struktur bis heute im Dunkeln liegt.

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