35 Euro-Gedenkmünze, Quelle: Bundesfinanzministerium

Armut trifft staat­liche Samm­ler­münze, Samm­ler­münze wird Mogelpackung

Was würde wohl pas­sieren, wenn ein Händler in einem Liter Milch nur noch 750 ml Milch abfüllen, den Rest mit Wasser auf­füllen würde?

Was, wenn ein Gold­barren wei­terhin als Gold­barren ver­kauft würde, obschon er einen Kern aus Eisen hat?

Das Wort „Betrug“ kommt einem unmit­telbar in den Sinn.

Ein Wort, dem Regie­rungen einen ganz neuen Sinn geben. Das Finanz­mi­nis­terium, das diesem dick­lichen Sozi­al­de­mo­kraten unter­steht, der kei­nerlei Berufs­er­fahrung, geschweige denn Kennt­nisse in Finanzen oder Wirt­schaft mit in sein Amt gebracht hat, hat die fol­gende Meldung verbreitet:

Anpassung des Sil­ber­ge­halts für deutsche Sammlermünzen

Die Bun­des­re­gierung hat beschlossen, den Sil­ber­gehalt deut­scher Euro-Samm­ler­münzen in Stem­pel­glanz­qua­lität wie folgt anzupassen:

  • Die Legierung der 35-Euro-Samm­ler­münzen wird von 925 Tau­send­teilen Silber und 75 Tau­send­teilen Kupfer (Ster­ling­silber; Ag 925) auf 500 Tau­send­teile Silber und 500 Tau­send­teile Kupfer (Ag 500) geändert. Die Masse der Münzen wird von 18 g auf 17 g reduziert.
  • Die Legierung der 50-Euro-Samm­ler­münzen wird von Fein­silber (Ag 999) auf 625 Tau­send­teile Silber und 375 Tau­send­teile Kupfer (Ag 625) geändert. Die Masse der Münzen wird von 22 g auf 21 g reduziert.

Die Anpassung gilt für alle Münzen, die ab diesem Jahr her­aus­ge­geben werden – auch für die zum Thema „Heilige Drei Könige“.

Die Änderung erfolgt vor dem Hin­ter­grund des stark schwan­kenden Sil­ber­preises. Sie soll ver­hindern, dass die Münzen zum Gegen­stand von Spe­ku­la­tionen auf die Edel­me­tall­preis­ent­wicklung werden oder ihre Ausgabe aus haus­halts­recht­lichen Gründen unzu­lässig würde.

Die tech­ni­schen Para­meter der deut­schen Euro-Sil­ber­münzen in Spie­gel­glanz­qua­lität bleiben unverändert.

Quelle

Samm­ler­münzen werden zum Nennwert aus­ge­geben und im sekun­dären Handel in der Regel für 40 bis 70 Euro (35 Euro Münze) bzw. für 55 bis 100 Euro (50 Euro Münze) gehandelt. Die Behauptung, man wolle den Sil­ber­gehalt der Münzen redu­zieren, um Spe­ku­la­tionen vor­zu­beugen, ist schon vor dem Hin­ter­grund dieser „Gewinn­marge“ lächerlich, wird indes noch lächer­licher, wenn man die Men­gen­ver­hält­nisse hin­zu­nimmt: 16,65g Silber plus 1,35g Kupfer bei 35 Euro Münzen und 22g Silber bei 50 Euro Münzen. Man muss schon viele Münzen horten, um damit „spe­ku­lieren“ zu können.

Quelle

Der tat­säch­liche Grund dafür, den Sil­ber­gehalt von Gedenk­münzen zu redu­zieren, lässt sich leicht errechnen:

35-Euro-Münze
Bisher: 18g, Ag925 → 16,65g Silber + 1,35g Kupfer
Mate­ri­al­kosten ≈ 34,15 €

Neu: 17g, Ag500 → 8,5g Silber + 8,5g Kupfer
Mate­ri­al­kosten ≈ 17,52 €
Ersparnis pro Münze: ca. 16,63 € (haupt­sächlich durch 8,15g weniger Silber)

50-Euro-Münze
Bisher: 22g, Ag999 → ca. 22 g Silber
Mate­ri­al­kosten ≈ 45,10 €

Neu: 21g, Ag625 → 13,125g Silber + 7,875g Kupfer
Mate­ri­al­kosten ≈ 26,99 €
Ersparnis pro Münze: ca. 18,11 € (haupt­sächlich durch 8,875g weniger Silber)

Die Bude scheint so sehr zu brennen, dass schon bei Samm­ler­münzen gespart wird. Dass mit den Ein­spa­rungen der Absatz sinken wird, ist offen­kundig und ebenso offen­kundig bei denen, die ver­ant­wortlich sind, nicht bekannt.

Was zurück zur „Qua­li­fi­kation“ des obersten Finanz­dienst­leister der BRD führt:

Lars Klingbeil:

Geboren am 23. Februar 1978 in Soltau; evan­ge­lisch; ver­hei­ratet; ein Kind.

1998 Abitur am Gym­nasium Munster; 1998 bis 1999 Zivil­dienst in der Bahn­hofs­mission Han­nover; 2001 bis 2004 Sti­pendiat Friedrich-Ebert-Stiftung (FES); 1999 bis 2004 Studium der Poli­ti­schen Wis­sen­schaft, der Sozio­logie und der Geschichte an der Leibniz Uni­ver­sität Han­nover (Abschluss Magister).

2001 bis 2003 Mit­ar­beiter im Wahl­kreisbüro von Bun­des­kanzler Gerhard Schröder, MdB und Heino Wiese, MdB; 2004 bis 2005 Jugend­bil­dungs­re­ferent, SPD-Lan­des­verband Nord­rhein-West­falen; 2005 bis 2009 Büro­leiter von Garrelt Duin, MdB, SPD-Landesvorsitzender.

2001 bis 2016 Rats­mit­glied der Stadt Munster; 2006 bis 2018 Mit­glied des Kreistags Hei­de­kreis; 2006 bis 2020 SPD-Unter­be­zirks­vor­sit­zender Hei­de­kreis; 2017 bis 2021 Gene­rals­se­kretär der SPD; seit 2021 Vor­sit­zender der SPD; Februar bis Mai 2025 Frak­ti­ons­vor­sit­zender der SPD; seit Mai 2025 Bun­des­mi­nister der Finanzen und Vizekanzler.

2005 und seit 2009 Mit­glied des Deut­schen Bundestages.

Quelle: Bundestag.de

Klingbeil hat nicht einen Tag außerhalb des polit­ak­ti­vis­ti­schen Schutz­raums zuge­bracht, geschweige denn Erfahrung auf irgend einem Arbeits­markt gesammelt. Er ist ein reines Par­tei­ge­schöpf, von der Partei sti­pen­diert, von Par­tei­mit­gliedern pro­te­giert, für die Partei tätig.

Kein Wunder…

Der Artikel erschien zuerst bei ScienceFiles.org.

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