In Europa gehen Länder unterschiedlich mit dem Militärdienst um. Deutschland verzeichnet steigende Zahlen von Kriegsdienstverweigerern, andere Länder (u. a. Kroatien) führen die Wehrpflicht wieder ein.
Steigende Kriegsdienstverweigerung in Deutschland

Sicherheitspolitischer Kontext
Es gibt mehrere Gründe für diesen Anstieg. Ganz oben steht der anhaltende Ukraine-Krieg ohne absehbares Ende. Hinzu kommen die wachsende Unsicherheit in Europa sowie Spannungen innerhalb der NATO.
Neuer Wehrdienst in Deutschland
Seit dem 1. Januar 2026 gilt die verpflichtende Erfassung aller 18-jährigen Männer. Sie müssen einen Fragebogen ausfüllen und sich verpflichtend mustern lassen. Der Wehrdienst bleibt vorerst freiwillig, diskutiert wird die Einführung einer möglichen Bedarfswehrpflicht, falls sich zu wenige Freiwillige finden.
Uneinheitliche Regelungen in Europa
Es gilt eine Wehrpflicht in mindestens 10 EU-Ländern; die gilt allerdings meist nur für Männer. Nur in wenigen Ländern gilt sie auch für Frauen (z. B. Dänemark, Schweden). Die Dauer der Wehrpflicht variiert stark von 2 bis 15 Monaten.
Personalprobleme der Armeen in EU-Ländern
Die europäischen Streitkräfte schrumpften von 2010 bis 2020 im Schnitt um 16 Prozent. Ursachen sind die niedrige Bezahlung, die schwierige Vereinbarkeit mit dem Privatleben wie auch ein kritisiertes Arbeitsumfeld.
Zuerst erschienen bei freiewelt.net.

























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