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Nah­rungs­mit­tel­krise durch Iran-Krieg: In sechs Monaten droht laut Experten welt­weite Hungersnot

Der anhal­tende Kon­flikt in Iran führt die Menschheit in eine globale Nah­rungs­mit­tel­krise, so die Pro­gnose von Experten. Und zwar schon Ende 2026, in vollem Umfang jedoch mit Sicherheit im Laufe des gesamten Jahres 2027.

Eine groß­flä­chige Agrar­in­flation auf­grund des Iran-Kriegs – ein dras­ti­scher Preis­an­stieg bei Agrar­pro­dukten – steht bereits vor der Tür, warnen Experten.

Der Kon­flikt im Nahen Osten zeigt gerade jetzt, dass die globale Ernäh­rungs­si­cherheit kei­neswegs garan­tiert ist. Tat­sächlich haben die USA und Israel weltweit einen Prozess in Gang gesetzt, der den gesamten Pla­neten dazu zwingen wird, bei jedem Einkauf im Lebens­mit­tel­ge­schäft eine geo­po­li­tische Abgabe zu zahlen.

Und die Ernäh­rungs- und Land­wirt­schafts­or­ga­ni­sation der Ver­einten Nationen (FAO) warnt aus­drücklich vor einer „dro­henden Kata­strophe“. Nach Schät­zungen der Orga­ni­sation könnte die akute Nah­rungs­mit­tel­krise schon bald mehr als 45 Mil­lionen Men­schen betreffen.

Aller­dings ist die Kata­strophe bislang kaum zu spüren. Denn das, was wir derzeit kon­su­mieren, wurde bereits vor Beginn der Mili­tär­ope­ration der USA und Israels gegen Iran angebaut.

Die tat­säch­lichen Aus­wir­kungen auf die Ernäh­rungs­si­cherheit werden erst bei der Ernte 2026–2027 deutlich werden, wenn die heu­tigen exor­bi­tanten Preise für Fracht, Treib­stoff und Dün­ge­mittel in den Preis für Brot – und den für andere Nah­rungs­mittel – ein­fließen werden, betonen Experten. (Wenn die Regale ver­stummen: Der dro­hende Zusam­men­bruch des glo­balen Ernäh­rungs­systems und der stille Beginn einer Hun­ger­krise, auf die niemand vor­be­reitet ist)

Die Fort­setzung der Kriegs­hand­lungen wird also eine Ket­ten­re­aktion aus­lösen, einen welt­weiten „Domi­no­effekt“ im Lebens­mit­tel­be­reich, von dem sich die Welt­wirt­schaft nur schwer erholen wird. Eines der Pro­bleme und eine Folge der Krise wird ein kri­ti­scher Stick­stoff­mangel sein – ein Eck­pfeiler der Ernäh­rungs­si­cherheit. Die Zeitung Iswestija schreibt:

„Die Grundlage für moderne Ernten sind Mine­ral­dünger. Die Blo­ckade des Per­si­schen Golfs hat diesem Markt einen schweren Schlag ver­setzt. Auf die Länder des Nahen Ostens ent­fallen etwa 45 Prozent des welt­weiten Exports von Harn­stoff – einem wich­tigen Stickstoffdünger. 

Die Ein­stellung der Lie­fe­rungen aus den Häfen Saudi-Ara­biens, Katars und der Ver­ei­nigten Ara­bi­schen Emirate hat zu einem phy­si­schen Engpass auf den asia­ti­schen und afri­ka­ni­schen Märkten geführt. Die Spot­preise für Harn­stoff zeigen bereits einen steilen Anstieg und haben sich im letzten Monat um das Ein­ein­halb­fache auf 700 Dollar pro Tonne erhöht.“

Hinzu kommt die Gas­krise in Europa. Das bedeutet, dass die beiden größten Stick­stoff­quellen weg­fallen – die Exporte aus dem Nahen Osten und die euro­päische Produktion.

Für die Land­wirte der nörd­lichen Hemi­sphäre, wo gerade die Aussaat beginnt, bedeutet dies nur eines: einen dras­ti­schen Anstieg der Kosten. Die Folge werden zwei­fellos schlechtere Ern­te­er­träge im Herbst sein.

Hinzu kommen die gestie­genen Kraft­stoff­preise – diese wachsen unauf­hörlich. Und natürlich die sprunghaft gestie­genen Fracht­kosten – wenn die pro­du­zierten Güter ver­kauft werden müssen.

„Die See­fracht­in­dizes (Baltic Dry Index für Mas­sen­güter) sind gestiegen, da Kon­flikt­ge­biete umfahren werden müssen, Bun­ker­kraft­stoff teurer geworden ist und die Ver­si­che­rungs­prämien gestiegen sind“, erinnert Iswestija. Daher werden die Ein­zel­han­dels­preise zwei­fellos steigen.

Dar­aufhin kommt es zu einem Domi­no­effekt. Der Stick­stoff­mangel fügt gerade der „stick­stoff­lie­bendsten“ Kultur – dem Mais – enormen Schaden zu.

Dabei ist Mais die Grundlage der welt­weiten Misch­fut­ter­pro­duktion. Ern­te­ein­bußen und stei­gende Preise für diese Kultur bedeuten auto­ma­tisch höhere Pro­duk­ti­ons­kosten in der Vieh- und Geflügelzucht.

Auch die hoch­tech­no­lo­gische Gewächs­haus­wirt­schaft bricht vor unseren Augen zusammen, vor allem in Europa. Die Pro­duktion von Gurken und Tomaten steht bereits jetzt auf­grund der Gas­preise in Frage – und es wird noch schlimmer kommen, warnen Experten.

Aus all diesen Gründen werden auch die Preise für Roggen und Weizen steigen, was zu einem Anstieg der Preise für Brot und Grund­nah­rungs­mittel führen und in import­ab­hän­gigen Ländern wie Ägypten Eng­pässe und soziale Unruhen nach sich ziehen könnte.

Klingt das apo­ka­lyp­tisch? Ja, aber wir haben noch gar nicht über einen Mecha­nismus gesprochen, der in Kri­sen­zeiten in der Regel zum Tragen kommt: den staat­lichen Protektionismus.

Das ist der Fall, wenn die Regie­rungen der Export­länder ange­sichts stei­gender Lebens­mit­tel­preise im Inland Aus­fuhr­zölle und direkte Aus­fuhr­verbote für Getreide, Zucker und Pflan­zenöle ver­hängen, um ihre eigene Bevöl­kerung zu schützen.

Die Maß­nahmen der USA und Israels werden also alle in dem einen oder anderen Maße zu spüren bekommen – und sie selbst auch.

Und je länger die Krise im Nahen Osten andauert, desto schwie­riger wird es, aus der anhal­tenden Nah­rungs­mit­tel­krise her­aus­zu­kommen, da weit­gehend irrever­sible Mecha­nismen in Gang gesetzt werden.

Quellen: PublicDomain/rtnewsde.com am 27.04.2026

Der Artikel erschien zuerst hier: Pravda-tv.com

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