Nobelpreisträger Geoffrey Hinton fordert schnelle Schutzmaßnahmen vor unkontrollierbarer Künstlicher Intelligenz. Die Zeit dränge.
Nach einem internen Briefing im US-Kongress schlägt der als “Pate der KI” bekannte Wissenschaftler Alarm. Dem Gesetzgeber bleibe womöglich nur noch ein Jahr, um wirksame Regeln zu schaffen.
Geschlossene Runde bei Bernie Sanders
Auf Einladung von Senator Bernie Sanders kamen am 16. September 2026 Abgeordnete aus Senat und Repräsentantenhaus zu einem nicht öffentlichen Briefing zusammen. Mit dabei waren führende KI-Experten, darunter Geoffrey Hinton. Der Nobelpreisträger und frühere Google-Forscher gilt als einer der Väter der modernen künstlichen Intelligenz.
Dramatische Zeitprognose
Im Anschluss an das Treffen äußerte sich Hinton gegenüber Journalisten. Dem Kongress bleibe “vielleicht ein Jahr, aber nicht viel mehr”, um Schutzmaßnahmen zu etablieren. Die Erwartungen, wann Superintelligenz eintreffen könnte, seien stark zusammengeschrumpft. Früher rechneten Experten mit 30 bis 50 Jahren, später mit 10 bis 20. Inzwischen sprächen viele Forscher nur noch von wenigen Jahren.
Recursive Self-Improvement als Wendemarke
Hinton begründete die Dringlichkeit mit einem technischen Durchbruch. KI sei inzwischen in der Lage, bessere KI zu entwerfen. Dieses recursive self-improvement drohe die Entwicklung außer Kontrolle geraten zu lassen. “Wir sollten nichts entwickeln, das uns auslöschen könnte, solange wir nicht wissen, wie wir genau das verhindern können”, sagte er.
Appell an die Politik: Die Zeit zum Handeln ist jetzt!
Der Wissenschaftler forderte, das Tempo der Entwicklung zu drosseln. Ohne entschlossenes Handeln der Politik könne die Kontrolle über die Technologie verloren gehen.
Man dürfe keine Zeit mehr verlieren. Denn die Entwicklung gehe zu schnell voran, als dass man noch länger warten und zögern dürfe.
Es ist davon auszugehen, dass die KI-Besorgnis auch ein großes Wahlkampfthema bei den bevorstehenden US-Kongress-Wahlen sein wird.
https://www.freiewelt.net/artikel/redaktion/politik/nobelpreistraeger-warnt-vor-kontrollverlust-bei-kuenstlicher-intelligenz/45269























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