London plant eine groß angelegte Mobilisierungsübung mit ehemaligen Soldaten. Die “Strategic Reserve” mit rund 95.000 Veteranen wird erstmals seit langer Zeit in größerem Umfang aktiviert. Offizielles Ziel ist die Überprüfung der “nationalen Resilienz”. Hintergrund ist natürlich die Politik gegen Russland.
Die britische Regierung bereitet eine der umfangreichsten Mobilisierungsübungen der vergangenen Jahrzehnte vor. “Armed Forces Minister” Louise Sandher-Jones kündigte vor dem “National Resilience Committee” des “House of Lords” an, dass im kommenden Jahr Teile der strategischen Reserve einberufen werden.
Die Übung soll prüfen, wie schnell ehemalige Angehörige von Army, Navy und Royal Air Force kontaktiert, ausgerüstet und einsatzbereit gemacht werden können.
Umfang und Ziel der Übung: Jetzt sollen sogar die alten Reservisten fit gemacht werden
Die “Strategic Reserve” umfasst nach aktuellen Schätzungen etwa 95.000 ehemalige reguläre und Reserveangehörige. Eine noch nicht näher bezifferte Gruppe aus diesem Pool soll mobilisiert werden. Sandher-Jones betonte, die Reserve werde “in einem Umfang eingesetzt, den wir seit langer Zeit nicht mehr gesehen haben”.
Getestet werden die gesamten Verfahren vom Aufruf über die Ausstattung bis hin zur möglichen Verwendung der Kräfte. Die Maßnahme gilt als wichtiger Schritt, um die bislang nur unzureichend genutzte Reserve stärker in die Verteidigungsplanung einzubinden.
Rechtliche Änderungen und erweiterter Personenkreis: Jetzt sollen Senioren bis zu 65 Jahren eingezogen werden können
Bereits zu Jahresbeginn 2026 hatte die Regierung die rechtlichen Grundlagen angepasst. Das Höchstalter für eine mögliche Einberufung wurde von 55 auf 65 Jahre angehoben. Gleichzeitig wurde die Schwelle für die Mobilisierung abgesenkt. Künftig reicht bereits die Phase “warlike preparations”, also kriegsähnliche Vorbereitungen, aus. Bisher war eine nationale Gefahr, ein schwerer Notstand oder ein Angriff auf das Vereinigte Königreich Voraussetzung. Die neuen Regeln sollen ab Frühjahr 2027 greifen.
Hintergrund der Vorbereitungen: Britische Personalstärke war in den vergangenen Jahrzehnten erheblich geschrumpft
Die reguläre Armee, die “Regular Army” des Heeres zählt derzeit nur noch rund 70.000 bis 71.000 voll ausgebildete Soldaten. Zugleich wachsen die Sorgen vor einem Krieg mit Russland. Man rechnet mit möglichen Eskalationen. Die “Übung 2027” soll deshalb zeigen, ob Großbritannien in der Lage ist, im Krisenfall rasch auf “erfahrene Kräfte” zurückzugreifen.
Man fragt sich, was eine solche Aktion im Zeitalter der Drohnen bringen soll. Es geht vielleicht auch gar nicht im den effektiven militärischen Nutzen, als vielmehr darum, die Bevölkerung insgesamt auf einen Krieg emotional vorzubereiten.
https://www.freiewelt.net/artikel/redaktion/politik/grossbritannien-probt-die-mobilisierung-von-veteranen-fuer-den-ernstfall/45133
























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