Der deutsche Staat gibt im VerÂhĂ€ltnis zur WirtÂschaftsÂleistung immer mehr fĂŒr Soziales, PerÂsonal und SubÂvenÂtionen aus. Die StaatsÂquote erreicht in diesem Jahr einen hisÂtoÂriÂschen HöchstÂstand, wĂ€hrend die Steuer- und AbgaÂbenÂquote bereits seit 2025 auf RekordÂniveau verÂharrt. Unter der Regierung von Friedrich Merz geraten die AusÂgaben des UmverÂteiÂlerÂstaats damit auĂer Kontrolle.
Die WettÂbeÂwerbsÂfĂ€Âhigkeit des Standorts mĂŒsse besser werden, erklĂ€rte Merz. Passend dazu habe sich das BunÂdesÂkaÂbinett auf eine umfangÂreiche Reform der PfleÂgeÂverÂsiÂcherung geeinigt.
Wie dringend jetzt die richÂtigen EinÂspaÂrungen denen die StaatsÂausÂgaben gesenkt werden sollten, zeigt der Blick auf die aktuÂellen Zahlen. WĂ€hrend die WirtÂschaft nach unten rauscht, blĂ€ht sich der Staat immer weiter auf.
Aber statt MilÂliÂarden bei BĂŒrÂgergeld, Ukraine-Hilfen, bei der kĂŒnstÂlichen AufÂblĂ€hung von StaatsÂbeÂdiensÂteten und EntÂwickÂlungsÂhilfe zu streichen, spart die BunÂdesÂreÂgierung lieber bei den Alten und Familien, wie die jĂŒngst beschlossene PfleÂgeÂreform zeigt.
Höchste Belastung seit mehr als sechs Jahrzehnten
Die BunÂdesÂreÂgierung beziffert die StaatsÂquote fĂŒr dieses Jahr selbst intern auf 52 Prozent. 2027 soll sie auf 52,4 Prozent steigen. Zuvor war noch mit 51,4 Prozent in diesem und 51,5 Prozent im komÂmenden Jahr gerechnet worden.
Damit lĂ€ge Deutschland auf dem höchsten Stand seit 1960 und wĂŒrde den bisÂheÂrigen Rekord aus dem PanÂdeÂmiejahr 2021 von 51,1 Prozent brechen. Damals hatten auĂerÂgeÂwöhnÂliche KriÂsenÂausÂgaben die Quote nach oben getrieben.
Im euroÂpĂ€iÂschen VerÂgleich rĂŒckt die BunÂdesÂreÂpublik nĂ€her an die SpitÂzenÂgruppe heran, die von Finnland mit 58,9 Prozent und FrankÂreich mit 57,4 Prozent angeÂfĂŒhrt wird. (
SteuÂerÂverÂschwendung erreicht neue HöchstÂstĂ€nde: 205 MilÂlionen fĂŒr SteinÂmeiers AusÂweichÂquartier, 60 MilÂlionen pro Autobahn-KiloÂmeter, MilÂlionen fĂŒr ungeÂnutzte Lehrer-Laptops)

In die Quote flieĂen unter anderem die umfangÂreichen, als âInvesÂtiÂtionen in InfraÂstruktur und KliÂmaÂschutzâ verÂbrĂ€mten MilÂliÂarden aus Krediten.
Dieses hatte Merz gemeinsam mit seiner Partei, der SPD und den Stimmen der GrĂŒnen noch im vorÂheÂrigen BunÂdestag Anfang 2025 durchÂgeÂsetzt â mit der alten, abgeÂwĂ€hlten ParÂlaÂmentsÂmehrheit, obwohl die neue Mehrheit bereits gewĂ€hlt, aber eben noch nicht konÂstiÂtuiert war.
Die Mittel wirken in den komÂmenden Jahren nach und treiben die StaatsÂquote weiter. GleichÂzeitig bleibt die Belastung der BĂŒrger und UnterÂnehmen hoch.
AbgaÂbenÂquote auf dauÂerÂhaftem Rekordstand
Wie stark Steuern und Abgaben dabei ins Gewicht fallen, zeigt die sogeÂnannte Steuer- und AbgaÂbenÂquote. Sie liegt bei 39,4 Prozent und damit seit 2025 auf einem Rekordniveau.
WĂ€hrend die Regierung KorÂrekÂturen ankĂŒndigt, wachsen die staatÂlichen AnsprĂŒche an die WirtÂschaftsÂleistung somit weiter. Der UmverÂteiÂlerÂstaat expanÂdiert unter Merz, statt sich zurĂŒckzuziehen.
FreÂgatten-Fiasko in Deutschland
2,3 MilÂliÂarden Euro SteuÂergeld sind bereits weg â jetzt fordert die Werft weitere 4,7 MilÂliÂarden von Pistorius.
Eigentlich sollte die neue FreÂgatÂtenÂklasse F126 zum PresÂtiÂgeÂprojekt der deutÂschen Marine werden. StattÂdessen entÂwiÂckelt sich das VorÂhaben zu einem milÂliÂarÂdenÂschweren Desaster. Das Projekt wurde gestoppt, rund 2,3 MilÂliÂarden Euro SteuÂergeld sind bereits geflossen â und nun verÂlangt die nieÂderÂlĂ€nÂdische Damen-Werft auch noch knapp 4,7 MilÂliÂarden Euro vom Bund. Am Ende könnte die Rechnung erneut bei den SteuÂerÂzahlern landen.
Das Projekt war gewaltig: Sechs neue FreÂgatten der Klasse F126 sollten die Deutsche Marine moderÂniÂsieren und vor allem fĂŒr die UâBoot-Jagd in Nord- und Ostsee einÂgeÂsetzt werden. Der ursprĂŒngÂliche AufÂtragswert lag bei rund 10 MilÂliÂarden Euro. Die erste FreÂgatte sollte 2028 ausÂgeÂliefert werden, alle sechs Schiffe bis 2033 zur VerÂfĂŒgung stehen.
Doch daraus wird nichts.
Das BunÂdesÂverÂteiÂdiÂgungsÂmiÂnisÂterium zog im Juni 2026 die ReiĂÂleine. BegrĂŒndung: erhebÂliche VerÂzöÂgeÂrungen, steiÂgende Kosten und techÂnische sowie verÂtragÂliche Risiken. Nach Angaben des MinisÂteÂriums konnte der nieÂderÂlĂ€nÂdische GeneÂralÂunÂterÂnehmer Damen Schelde Naval ShipÂbuilding die verÂeinÂbarten LeisÂtungen weder im geplanten ZeitÂrahmen noch zu den vorÂgeÂseÂhenen Kosten erbringen.
2,3 MilÂliÂarden Euro â bezahlt, obwohl keine einzige F126 fertig ist
Besonders bitter fĂŒr die deutÂschen SteuÂerÂzahler: Rund 2,3 MilÂliÂarden Euro öffentÂliche Mittel sind bereits in das Projekt geflossen. Das bestĂ€Âtigte VerÂteiÂdiÂgungsÂmiÂnister Boris PisÂtorius nach dem Abbruch des ProÂgramms. Auch die ARD berichtete ausÂdrĂŒcklich von 2,3 MilÂliÂarden Euro SteuÂergeld, die bereits ausÂgeÂgeben wurden.
Mit anderen Worten: MilÂliÂarden wurden ausÂgeÂgeben â doch die ursprĂŒnglich bestellten sechs FreÂgatten wird Deutschland in dieser Form nicht bekommen. Ob und in welchem Umfang davon Geld zurĂŒckÂgeholt werden kann, ist offen. Das VerÂteiÂdiÂgungsÂmiÂnisÂterium erklĂ€rte, mögÂliche SchaÂdensÂerÂsatzÂforÂdeÂrungen wĂŒrden jurisÂtisch geprĂŒft.
Bei der RegieÂrungsÂpresÂseÂkonÂferenz wollte das MinisÂterium zunĂ€chst nicht einmal eine endÂgĂŒltige Summe der bisher entÂstanÂdenen Kosten nennen und sprach lediglich von AusÂgaben âim MilÂliÂarÂdenÂbeÂreichâ. FĂŒr den SteuÂerÂzahler ist die Lage damit alles andere als beruhigend.
Aus 10 MilÂliÂarden wĂ€ren plötzlich 18,8 MilÂliÂarden geworden
Das MinisÂterium hatte zeitÂweise geprĂŒft, das Projekt mit einem neuen GeneÂralÂunÂterÂnehmer fortzufĂŒhren.
Doch auch diese Variante wurde extrem teuer. Nach Angaben des VerÂteiÂdiÂgungsÂmiÂnisÂteÂriums hĂ€tte allein der Wechsel des GeneÂralÂunÂterÂnehmers das ProÂjektÂvoÂlumen auf 15,2 MilÂliÂarden Euro steigen lassen. EinÂschlieĂlich bereits erbrachter LeisÂtungen hĂ€tte sich der GesamtÂumfang auf rund 18,8 MilÂliÂarden Euro erhöht. UrsprĂŒnglich waren etwa zehn MilÂliÂarden Euro vorgesehen.
Das wĂ€ren fast 9 MilÂliÂarden Euro mehr als ursprĂŒnglich geplant gewesen.
PisÂtorius entÂschied deshalb, das F126-Projekt vollÂstĂ€ndig zu beenden. Seine BegrĂŒndung war ungeÂwöhnlich deutlich: Ein solches finanÂziÂelles und zeitÂliches Risiko könne Deutschland sich nicht leisten.
Statt sechs F126 sollen jetzt acht andere FreÂgatten kommen
Deutschland will nun auf einen anderen Schiffstyp setzen. Statt der sechs groĂen F126 sollen acht kleinere FreÂgatten des Typs MEKO Aâ200 des deutÂschen HerÂstellers TKMS beschafft werden. Nach Reuters liegt der geplante Umfang dieses neuen VorÂhabens bei rund 11,6 MilÂliÂarden Euro. Die ersten Schiffe sollen ab 2029 geliefert werden.
Das Problem: Die bereits in das F126-Projekt geflosÂsenen MilÂliÂarden verÂschwinden dadurch natĂŒrlich nicht. Der SteuÂerÂzahler finanÂziert damit erst ein gescheiÂtertes MilÂliÂarÂdenÂprojekt â und anschlieĂend ein neues.
Jetzt kommt die nĂ€chste Rechnung: 4,679 MilÂliÂarden Euro
Und damit nicht genug. Die nieÂderÂlĂ€nÂdische Damen-Werft fordert nach dem Abbruch des ProÂjekts nun 4,679 MilÂliÂarden Euro netto vom Bund. VerÂtreten wird Damen vom frĂŒÂheren CSU-PoliÂtiker und RechtsÂanwalt Peter GauÂweiler. Nach dessen DarÂstellung handelt es sich bei dieser Summe nicht um eine SchaÂdensÂerÂsatzÂforÂderung, sondern um ZahÂlungen, zu denen Deutschland aufÂgrund bestehender VerÂtragsÂverÂpflichÂtungen weiÂterhin verÂpflichtet sei. Ein groĂer Teil des Geldes soll an UnterÂaufÂtragÂnehmer gehen.
Damit könnte der Streit fĂŒr den Bund noch deutlich teurer werden.
Denn laut GauÂweiler ist eine eigentÂliche SchaÂdensÂerÂsatzÂforÂderung in dieser Summe noch gar nicht vollÂstĂ€ndig entÂhalten. Er erklĂ€rte, SchaÂdenÂersatz sei bislang lediglich grundÂsĂ€tzlich geltend gemacht worden. Seine endÂgĂŒltige Höhe könne derzeit noch gar nicht beziffert werden. Die 4,7 MilÂliÂarden Euro könnten also theoÂreÂtisch nur der Anfang sein.
Damen wirft dem MinisÂterium VerÂtragsÂbruch vor
Damen stellt die Geschichte völlig anders dar als das VerÂteiÂdiÂgungsÂmiÂnisÂterium. WĂ€hrend Berlin VerÂzöÂgeÂrungen und KosÂtenÂsteiÂgeÂrungen beim AufÂtragÂnehmer als Grund fĂŒr den Abbruch nennt, wirft die Werft der deutÂschen Seite vor, den Vertrag nicht ordÂnungsÂgemÀà erfĂŒllt zu haben.
GauÂweiler behauptet, die poliÂtische FĂŒhrung des VerÂteiÂdiÂgungsÂmiÂnisÂteÂriums habe ihre AmtsÂpflichten mögÂliÂcherÂweise verÂletzt. Damen verÂlangt zusĂ€tzlich ein rechtsÂverÂbindÂliches AnerÂkenntnis fĂŒr bereits entÂstandene und mögÂliche zukĂŒnftige SchĂ€den. Das sind bislang VorÂwĂŒrfe der Werft und ihres Anwalts â keine gerichtlich festÂgeÂstellten TatÂsachen. Damit zeichnet sich nun ein milÂliÂarÂdenÂschwerer jurisÂtiÂscher Kampf ab.
Berlin prĂŒft seiÂnerÂseits ForÂdeÂrungen gegen Damen
Auch Deutschland könnte allerÂdings Geld von Damen verÂlangen. Das VerÂteiÂdiÂgungsÂmiÂnisÂterium prĂŒft mögÂliche SchaÂdenÂerÂsatzÂanÂsprĂŒche wegen der VerÂzöÂgeÂrungen und KosÂtenÂentÂwicklung des ProÂjekts. Schon im Juni erklĂ€rte die BunÂdesÂreÂgierung, die rechtÂlichen MögÂlichÂkeiten wĂŒrden unterÂsucht. Damit stehen sich nun zwei völlig gegenÂsĂ€tzÂliche PosiÂtionen gegenĂŒber:
Damen sagt im Kern: Deutschland hat den Vertrag beendet und muss zahlen.
Berlin sagt: Damen hat seine verÂtragÂlichen VerÂpflichÂtungen nicht erfĂŒllt â mögÂliÂcherÂweise muss die Werft zahlen.
Welche Seite sich jurisÂtisch durchÂsetzt, ist derzeit offen.
Ein MilÂliÂarÂdenÂprojekt ohne fertige Fregatte
FĂŒr den deutÂschen SteuÂerÂzahler ist das Ergebnis bis jetzt trotzdem ernĂŒchÂternd. Ein Projekt mit einem ursprĂŒngÂlichen Volumen von rund zehn MilÂliÂarden Euro wurde nach jahÂreÂlanger Arbeit gestoppt. Rund 2,3 MilÂliÂarden Euro SteuÂergeld sind bereits geflossen.
WĂ€re das ProÂgramm mit einem neuen HauptÂaufÂtragÂnehmer fortÂgeÂfĂŒhrt worden, wĂ€ren nach BerechÂnungen des VerÂteiÂdiÂgungsÂmiÂnisÂteÂriums bis zu 18,8 MilÂliÂarden Euro fĂ€llig geworden. Jetzt beginnt stattÂdessen ein neues FreÂgatÂtenÂproÂgramm fĂŒr weitere Milliarden.
Und gleichÂzeitig steht aus den NieÂderÂlanden eine ForÂderung ĂŒber 4,679 MilÂliÂarden Euro netto im Raum. Ob Deutschland davon am Ende tatÂsĂ€chlich zahlen muss und wie viel von den bereits ausÂgeÂgeÂbenen MilÂliÂarden zurĂŒckÂgeholt werden kann, werden mögÂliÂcherÂweise Gerichte entÂscheiden mĂŒssen.
FĂŒr den Moment bleibt vor allem eines festzuhalten:
Die F126 wird nicht gebaut wie geplant. MilÂliÂarden sind bereits ausÂgeÂgeben. Und die nĂ€chste MilÂliÂarÂdenÂrechnung liegt schon auf dem Tisch.
Quellen: PublicDomain/freiewelt.net am 03.10.2026
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