BIld: https://pixabay.com/de/photos/geld-geldscheine-euro-hand-1005465/

đŸ‡©đŸ‡Ș đŸ’¶ 52 Prozent Staats­quote, Steuern auf Rekord­niveau: Aus­gaben im Umver­tei­ler­staat unter Merz geraten außer Kontrolle

Der deutsche Staat gibt im Ver­hĂ€ltnis zur Wirt­schafts­leistung immer mehr fĂŒr Soziales, Per­sonal und Sub­ven­tionen aus. Die Staats­quote erreicht in diesem Jahr einen his­to­ri­schen Höchst­stand, wĂ€hrend die Steuer- und Abga­ben­quote bereits seit 2025 auf Rekord­niveau ver­harrt. Unter der Regierung von Friedrich Merz geraten die Aus­gaben des Umver­tei­ler­staats damit außer Kontrolle.

Die Wett­be­werbs­fÀ­higkeit des Standorts mĂŒsse besser werden, erklĂ€rte Merz. Passend dazu habe sich das Bun­des­ka­binett auf eine umfang­reiche Reform der Pfle­ge­ver­si­cherung geeinigt.

Wie dringend jetzt die rich­tigen Ein­spa­rungen denen die Staats­aus­gaben gesenkt werden sollten, zeigt der Blick auf die aktu­ellen Zahlen. WÀhrend die Wirt­schaft nach unten rauscht, blÀht sich der Staat immer weiter auf.

Aber statt Mil­li­arden bei BĂŒr­gergeld, Ukraine-Hilfen, bei der kĂŒnst­lichen Auf­blĂ€hung von Staats­be­diens­teten und Ent­wick­lungs­hilfe zu streichen, spart die Bun­des­re­gierung lieber bei den Alten und Familien, wie die jĂŒngst beschlossene Pfle­ge­reform zeigt.

Höchste Belastung seit mehr als sechs Jahrzehnten

Die Bun­des­re­gierung beziffert die Staats­quote fĂŒr dieses Jahr selbst intern auf 52 Prozent. 2027 soll sie auf 52,4 Prozent steigen. Zuvor war noch mit 51,4 Prozent in diesem und 51,5 Prozent im kom­menden Jahr gerechnet worden.

Damit lĂ€ge Deutschland auf dem höchsten Stand seit 1960 und wĂŒrde den bis­he­rigen Rekord aus dem Pan­de­miejahr 2021 von 51,1 Prozent brechen. Damals hatten außer­ge­wöhn­liche Kri­sen­aus­gaben die Quote nach oben getrieben.

Im euro­pĂ€i­schen Ver­gleich rĂŒckt die Bun­des­re­publik nĂ€her an die Spit­zen­gruppe heran, die von Finnland mit 58,9 Prozent und Frank­reich mit 57,4 Prozent ange­fĂŒhrt wird. (đŸ‡©đŸ‡Ș đŸ’¶ Steu­er­ver­schwendung erreicht neue Höchst­stĂ€nde: 205 Mil­lionen fĂŒr Stein­meiers Aus­weich­quartier, 60 Mil­lionen pro Autobahn-Kilo­meter, Mil­lionen fĂŒr unge­nutzte Lehrer-Laptops)

Rekord­schulden halten die Aus­gaben ĂŒber Gene­ra­tionen hinweg hoch

In die Quote fließen unter anderem die umfang­reichen, als „Inves­ti­tionen in Infra­struktur und Kli­ma­schutz“ ver­brĂ€mten Mil­li­arden aus Krediten.

Dieses hatte Merz gemeinsam mit seiner Partei, der SPD und den Stimmen der GrĂŒnen noch im vor­he­rigen Bun­destag Anfang 2025 durch­ge­setzt – mit der alten, abge­wĂ€hlten Par­la­ments­mehrheit, obwohl die neue Mehrheit bereits gewĂ€hlt, aber eben noch nicht kon­sti­tuiert war.

Die Mittel wirken in den kom­menden Jahren nach und treiben die Staats­quote weiter. Gleich­zeitig bleibt die Belastung der BĂŒrger und Unter­nehmen hoch.

Abga­ben­quote auf dau­er­haftem Rekordstand

Wie stark Steuern und Abgaben dabei ins Gewicht fallen, zeigt die soge­nannte Steuer- und Abga­ben­quote. Sie liegt bei 39,4 Prozent und damit seit 2025 auf einem Rekordniveau.

WĂ€hrend die Regierung Kor­rek­turen ankĂŒndigt, wachsen die staat­lichen AnsprĂŒche an die Wirt­schafts­leistung somit weiter. Der Umver­tei­ler­staat expan­diert unter Merz, statt sich zurĂŒckzuziehen.

Fre­gatten-Fiasko in Deutschland

2,3 Mil­li­arden Euro Steu­ergeld sind bereits weg – jetzt fordert die Werft weitere 4,7 Mil­li­arden von Pistorius.

Eigentlich sollte die neue Fre­gat­ten­klasse F126 zum Pres­ti­ge­projekt der deut­schen Marine werden. Statt­dessen ent­wi­ckelt sich das Vor­haben zu einem mil­li­ar­den­schweren Desaster. Das Projekt wurde gestoppt, rund 2,3 Mil­li­arden Euro Steu­ergeld sind bereits geflossen – und nun ver­langt die nie­der­lĂ€n­dische Damen-Werft auch noch knapp 4,7 Mil­li­arden Euro vom Bund. Am Ende könnte die Rechnung erneut bei den Steu­er­zahlern landen.

Das Projekt war gewaltig: Sechs neue Fre­gatten der Klasse F126 sollten die Deutsche Marine moder­ni­sieren und vor allem fĂŒr die U‑Boot-Jagd in Nord- und Ostsee ein­ge­setzt werden. Der ursprĂŒng­liche Auf­tragswert lag bei rund 10 Mil­li­arden Euro. Die erste Fre­gatte sollte 2028 aus­ge­liefert werden, alle sechs Schiffe bis 2033 zur Ver­fĂŒgung stehen.

Doch daraus wird nichts.

Das Bun­des­ver­tei­di­gungs­mi­nis­terium zog im Juni 2026 die Reiß­leine. BegrĂŒndung: erheb­liche Ver­zö­ge­rungen, stei­gende Kosten und tech­nische sowie ver­trag­liche Risiken. Nach Angaben des Minis­te­riums konnte der nie­der­lĂ€n­dische Gene­ral­un­ter­nehmer Damen Schelde Naval Ship­building die ver­ein­barten Leis­tungen weder im geplanten Zeit­rahmen noch zu den vor­ge­se­henen Kosten erbringen.

2,3 Mil­li­arden Euro – bezahlt, obwohl keine einzige F126 fertig ist

Besonders bitter fĂŒr die deut­schen Steu­er­zahler: Rund 2,3 Mil­li­arden Euro öffent­liche Mittel sind bereits in das Projekt geflossen. Das bestÀ­tigte Ver­tei­di­gungs­mi­nister Boris Pis­torius nach dem Abbruch des Pro­gramms. Auch die ARD berichtete aus­drĂŒcklich von 2,3 Mil­li­arden Euro Steu­ergeld, die bereits aus­ge­geben wurden.

Mit anderen Worten: Mil­li­arden wurden aus­ge­geben – doch die ursprĂŒnglich bestellten sechs Fre­gatten wird Deutschland in dieser Form nicht bekommen. Ob und in welchem Umfang davon Geld zurĂŒck­geholt werden kann, ist offen. Das Ver­tei­di­gungs­mi­nis­terium erklĂ€rte, mög­liche Scha­dens­er­satz­for­de­rungen wĂŒrden juris­tisch geprĂŒft.

Bei der Regie­rungs­pres­se­kon­ferenz wollte das Minis­terium zunĂ€chst nicht einmal eine end­gĂŒltige Summe der bisher ent­stan­denen Kosten nennen und sprach lediglich von Aus­gaben „im Mil­li­ar­den­be­reich“. FĂŒr den Steu­er­zahler ist die Lage damit alles andere als beruhigend.

Aus 10 Mil­li­arden wÀren plötzlich 18,8 Mil­li­arden geworden

Das Minis­terium hatte zeit­weise geprĂŒft, das Projekt mit einem neuen Gene­ral­un­ter­nehmer fortzufĂŒhren.

Doch auch diese Variante wurde extrem teuer. Nach Angaben des Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­riums hĂ€tte allein der Wechsel des Gene­ral­un­ter­nehmers das Pro­jekt­vo­lumen auf 15,2 Mil­li­arden Euro steigen lassen. Ein­schließlich bereits erbrachter Leis­tungen hĂ€tte sich der Gesamt­umfang auf rund 18,8 Mil­li­arden Euro erhöht. UrsprĂŒnglich waren etwa zehn Mil­li­arden Euro vorgesehen.

Das wĂ€ren fast 9 Mil­li­arden Euro mehr als ursprĂŒnglich geplant gewesen.

Pis­torius ent­schied deshalb, das F126-Projekt voll­stĂ€ndig zu beenden. Seine BegrĂŒndung war unge­wöhnlich deutlich: Ein solches finan­zi­elles und zeit­liches Risiko könne Deutschland sich nicht leisten.

Statt sechs F126 sollen jetzt acht andere Fre­gatten kommen

Deutschland will nun auf einen anderen Schiffstyp setzen. Statt der sechs großen F126 sollen acht kleinere Fre­gatten des Typs MEKO A‑200 des deut­schen Her­stellers TKMS beschafft werden. Nach Reuters liegt der geplante Umfang dieses neuen Vor­habens bei rund 11,6 Mil­li­arden Euro. Die ersten Schiffe sollen ab 2029 geliefert werden.

Das Problem: Die bereits in das F126-Projekt geflos­senen Mil­li­arden ver­schwinden dadurch natĂŒrlich nicht. Der Steu­er­zahler finan­ziert damit erst ein geschei­tertes Mil­li­ar­den­projekt – und anschließend ein neues.

Jetzt kommt die nĂ€chste Rechnung: 4,679 Mil­li­arden Euro

Und damit nicht genug. Die nie­der­lĂ€n­dische Damen-Werft fordert nach dem Abbruch des Pro­jekts nun 4,679 Mil­li­arden Euro netto vom Bund. Ver­treten wird Damen vom frĂŒÂ­heren CSU-Poli­tiker und Rechts­anwalt Peter Gau­weiler. Nach dessen Dar­stellung handelt es sich bei dieser Summe nicht um eine Scha­dens­er­satz­for­derung, sondern um Zah­lungen, zu denen Deutschland auf­grund bestehender Ver­trags­ver­pflich­tungen wei­terhin ver­pflichtet sei. Ein großer Teil des Geldes soll an Unter­auf­trag­nehmer gehen.

Damit könnte der Streit fĂŒr den Bund noch deutlich teurer werden.

Denn laut Gau­weiler ist eine eigent­liche Scha­dens­er­satz­for­derung in dieser Summe noch gar nicht voll­stĂ€ndig ent­halten. Er erklĂ€rte, Scha­den­ersatz sei bislang lediglich grund­sĂ€tzlich geltend gemacht worden. Seine end­gĂŒltige Höhe könne derzeit noch gar nicht beziffert werden. Die 4,7 Mil­li­arden Euro könnten also theo­re­tisch nur der Anfang sein.

Damen wirft dem Minis­terium Ver­trags­bruch vor

Damen stellt die Geschichte völlig anders dar als das Ver­tei­di­gungs­mi­nis­terium. WĂ€hrend Berlin Ver­zö­ge­rungen und Kos­ten­stei­ge­rungen beim Auf­trag­nehmer als Grund fĂŒr den Abbruch nennt, wirft die Werft der deut­schen Seite vor, den Vertrag nicht ord­nungs­gemĂ€ĂŸ erfĂŒllt zu haben.

Gau­weiler behauptet, die poli­tische FĂŒhrung des Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­riums habe ihre Amts­pflichten mög­li­cher­weise ver­letzt. Damen ver­langt zusĂ€tzlich ein rechts­ver­bind­liches Aner­kenntnis fĂŒr bereits ent­standene und mög­liche zukĂŒnftige SchĂ€den. Das sind bislang Vor­wĂŒrfe der Werft und ihres Anwalts – keine gerichtlich fest­ge­stellten Tat­sachen. Damit zeichnet sich nun ein mil­li­ar­den­schwerer juris­ti­scher Kampf ab.

Berlin prĂŒft sei­ner­seits For­de­rungen gegen Damen

Auch Deutschland könnte aller­dings Geld von Damen ver­langen. Das Ver­tei­di­gungs­mi­nis­terium prĂŒft mög­liche Scha­den­er­satz­an­sprĂŒche wegen der Ver­zö­ge­rungen und Kos­ten­ent­wicklung des Pro­jekts. Schon im Juni erklĂ€rte die Bun­des­re­gierung, die recht­lichen Mög­lich­keiten wĂŒrden unter­sucht. Damit stehen sich nun zwei völlig gegen­sĂ€tz­liche Posi­tionen gegenĂŒber:

Damen sagt im Kern: Deutschland hat den Vertrag beendet und muss zahlen.

Berlin sagt: Damen hat seine ver­trag­lichen Ver­pflich­tungen nicht erfĂŒllt – mög­li­cher­weise muss die Werft zahlen.

Welche Seite sich juris­tisch durch­setzt, ist derzeit offen.

Ein Mil­li­ar­den­projekt ohne fertige Fregatte

FĂŒr den deut­schen Steu­er­zahler ist das Ergebnis bis jetzt trotzdem ernĂŒch­ternd. Ein Projekt mit einem ursprĂŒng­lichen Volumen von rund zehn Mil­li­arden Euro wurde nach jah­re­langer Arbeit gestoppt. Rund 2,3 Mil­li­arden Euro Steu­ergeld sind bereits geflossen.

WĂ€re das Pro­gramm mit einem neuen Haupt­auf­trag­nehmer fort­ge­fĂŒhrt worden, wĂ€ren nach Berech­nungen des Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­riums bis zu 18,8 Mil­li­arden Euro fĂ€llig geworden. Jetzt beginnt statt­dessen ein neues Fre­gat­ten­pro­gramm fĂŒr weitere Milliarden.

Und gleich­zeitig steht aus den Nie­der­landen eine For­derung ĂŒber 4,679 Mil­li­arden Euro netto im Raum. Ob Deutschland davon am Ende tat­sĂ€chlich zahlen muss und wie viel von den bereits aus­ge­ge­benen Mil­li­arden zurĂŒck­geholt werden kann, werden mög­li­cher­weise Gerichte ent­scheiden mĂŒssen.

 

FĂŒr den Moment bleibt vor allem eines festzuhalten:

Die F126 wird nicht gebaut wie geplant. Mil­li­arden sind bereits aus­ge­geben. Und die nĂ€chste Mil­li­ar­den­rechnung liegt schon auf dem Tisch.

Quellen: PublicDomain/freiewelt.net am 03.10.2026

Sie sehen gerade einen Platz­hal­ter­inhalt von Standard. Um auf den eigent­lichen Inhalt zuzu­greifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Dritt­an­bieter wei­ter­ge­geben werden.

Weitere Infor­ma­tionen

  • Top Artikel

  • Service-Hotline:
    0179-6695802

  • Servicezeiten:
    Mo. und Do.: 10:00 - 12:00 Uhr
    Mi.: 15:00 - 18:00 Uhr