Laut der Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, haben sich die Beziehungen zum Westen so weit verschlechtert, dass russische Bürger Gefahr laufen, von den amerikanischen Behörden »gejagt« zu werden. »Die Beziehungen zwischen Russland und den Vereinigten Staaten sind mittlerweile so konfrontativ, dass wir die Bürger dringend bitten, von Reisen in diese Länder abzusehen, insbesondere an den kommenden Wochenenden«, sagte Maria Zacharova während einer Pressekonferenz am Mittwoch.
Sie behauptete, dass US-Behörden und Sicherheitsdienste gezielt russische Bürger im Visier hätten, schreibt Reuters. Die Ankündigung erfolgt in einer Zeit erhöhter Spannungen – sowohl Russland als auch westliche Länder haben sich gegenseitig beschuldigt, Diplomaten zu schikanieren und die Bürger des jeweils anderen zu Unrecht einzusperren. Der Kreml wirft der scheidenden US-Regierung unter Biden außerdem vor, den Konflikt im Vorfeld der bevorstehenden Rückkehr von Donald Trump ins Weiße Haus eskalieren zu lassen.
Kremlsprecher Dmitri Peskow warnt davor, dass Bidens Politik das Risiko eines größeren Konflikts erhöhen könnte. Laut Reuters sind die Beziehungen zwischen Russland und dem Westen seit der Kubakrise im Jahr 1962 nicht mehr so schlecht, glauben sowohl russische als auch amerikanische Diplomaten. Trotz der Spannungen signalisiert Russland eine gewisse Offenheit für einen neuen Gefangenenaustausch zwischen den beiden Ländern. Anfang des Jahres fand der größte Austausch seit dem Kalten Krieg statt, der laut dem stellvertretenden russischen Außenminister Sergej Rjabkow wiederholt werden könnte.
Der Artikel erschien zuerst bei freiewelt.net.
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