Polen schützte und schützt die Täter
Der polnischen Zeitung Rzeczpospolita zufolge, die sich auf gut informierte Quellen beruft, hat Sikorski kürzlich über seinen Asyl- und Medaillenvorschlag gesprochen. Das deutsche Ermittlungsverfahren zum Nord-Stream-Anschlag wird von der Bundesanwaltschaft gemeinsam mit der deutschen Polizei geführt und umfasst ein siebenköpfiges Ermittlungsteam. Laut Rzeczpospolita erließ die deutsche Staatsanwaltschaft am 21. Juni 2024 einen Europäischen Haftbefehl gegen Wolodymyr Z., der sich damals in Pruszków bei Warschau befand. Wenige Tage nach dem Besuch der deutschen Bundeskanzlerin in Warschau am 2. Juli soll der Verdächtige Polen am 6. Juli in einem Auto mit ukrainischem Diplomatenkennzeichen verlassen haben. Polnische Staatsanwälte behaupteten später gegenüber Reuters, der Haftbefehl sei ihnen erst nach dem 6. Juli zugegangen.
Merkwürdige Heldenverehrung
Auch deutsche Medien äußerten sich verärgert über das Vorgehen Polens. Der Spiegel beschreibt, wie von polnischer Seite deutschen Beamten gesagt wurde: »Warum sollten wir ihn verhaften? Für uns ist er ein Held.« Die ARD, Süddeutsche Zeitung und Die Zeit berichteten ebenfalls über mangelnde polnische Kooperation und das Fehlen von Kameraaufnahmen aus Kołobrzeg, wo die Angreifergruppe mit dem gecharterten Schiff Andromeda angelegt haben soll. Sikorski, ein liberaler und globalistischer Politiker, der mit der amerikanischen neokonservativen Kriegsenthusiastin Anne Applebaum verheiratet ist, war zuvor ein bekannter Gegner der Nord-Stream-Leitung. »Danke, USA«, schrieb er als EU-Parlamentarier nach dem Angriff in einem X‑Post, der später nach Kritik, auch aus den USA, gelöscht wurde.
Sikorski mit kryptischen Äußerungen
Als Außenminister äußerte sich der links-liberale Politiker im März 2024 gegenüber Rzeczpospolita zu seiner Sicht auf die Verantwortlichen des Anschlags: »Glaubt man der Presse, war derjenige, der ein Interesse daran hatte, der Täter. Und die amerikanische Seite wusste im Voraus Bescheid und verhinderte den Anschlag nicht.« Laut Rzeczpospolita wartet Italien nun darauf, Serhij K., der in der Nähe von Rimini festgenommen wurde und als Koordinator der Gruppe gilt, zur Prozession an Deutschland ausliefern zu können. Ein weiterer der sieben Namen, Wsiewolod K., soll in der Ukraine im Kampf gefallen sein.
Zuerst erschienen bei freiewelt.net.


























Du muss angemeldet sein, um einen Kommentar zu veröffentlichen.