Bild: Symbolbild. KI.

Düstere Pro­gnosen des Inter­na­tio­nalen Wäh­rungs­fonds (IWF): IWF sieht für Europa wirt­schaft­liche Sta­gnation voraus

Das IWF erwartet für Europa eine aus­ge­dehnte Phase des Still­stands. Besonders Deutschland werde sta­gnieren. Ohne tief­grei­fende Struk­tur­re­formen, Haus­halts­kon­so­li­dierung und Inves­ti­ti­ons­of­fensive drohe Europa ein Jahr­zehnt des Still­stands bei gleich­zeitig explo­die­render Staatsverschuldung.

Wie “Apollo News” berichtet, zeichnet der IWF in einem vor­läu­figen Bericht (Vor­schau des IWF-Regio­nal­be­richtes) ein düs­teres Bild für die euro­päische Wirtschaft.

Lange Phase der Stagnation

Die kre­dit­fi­nan­zierte Nach-Corona-Erholung sei vorbei, Europa drohe eine längere Phase der Sta­gnation. Externe Schocks (Ukraine-Krieg, Nahost-Kon­flikt, mög­liche US-Zölle) würden die Lage zusätzlich verschärfen.

Besonders Deutschland sta­gniere stark (nur +0,2 % Wachstum im Sommer nach Eurostat).

Schul­den­krise lähmt Europa

Ohne Reformen, Kon­so­li­dierung und Pro­gramm-Anpas­sungen steige die durch­schnitt­liche Staats­ver­schuldung bis 2040 auf 130–155 % des BIP, heißt es. Das wäre fast eine Verdopplung.

Bereits heute über­schreiten Grie­chenland (151 %), Italien (138 %), Frank­reich (116 %), Belgien (106 %) und Spanien (103 %) die 100 %-Marke.

Hohe Zins­lasten und ein­ge­schränkter fis­ka­li­scher Spielraum machen es schwer, Sozi­al­systeme, Rüstung und Kri­sen­re­ak­tionen zu finan­zieren. Selbst niedrige Zinsen führten bisher nicht zu wachs­tums­för­dernden Effekten durch höhere Verteidigungsausgaben.

IWF-For­de­rungen: Sparen und Reformen

Der IWF mahnt umfas­sende Sozial- und Ren­ten­re­formen an. Dies sei ins­be­sondere auf­grund der demo­gra­phi­schen Ent­wicklung nötig.

Außerdem brauche man in Europa mehr öffent­liche Inves­ti­tionen in wachs­tums­för­dernde Bereiche sowie eine stabile, sub­ven­ti­ons­freie (!) Ener­gie­ver­sorgung. Das ist insofern auch ein Schlag ins Gesicht der Merz-Klingbeil-Regierung, die die Industrie mittels Sub­ven­tionen unter­stützen will statt die Energie durch Ausbau der Ver­sorgung güns­tiger zu machen.

Büro­kratie lähmt das Wachstum 

Wei­terhin fordert das IWF eine Ent­bü­ro­kra­ti­sierung des EU-Bin­nen­markts. Die Büro­kra­tie­kosten würden wie ein Bin­nenzoll wirken.

Ins­gesamt drohe Europa ohne tief­grei­fende Struk­tur­re­formen, Haus­halts­kon­so­li­dierung und Inves­ti­ti­ons­of­fensive ein Jahr­zehnt des Still­stands bei gleich­zeitig explo­die­render Staatsverschuldung.

Der Artikel erschien zuerst bei freiewelt.net.

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