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Die Rea­lität im Jahr 2026: Wer iso­liert bleibt, geht unter!

Bei der letzten Video­kon­ferenz mit Abon­nenten unserer Zeit­schrift “impf-report” kam ein Thema auf, das mir im Zusam­menhang mit der Quasi-Masern­impf­pflicht, aber auch mit ähn­lichen Themen, sehr am Herzen liegt: Wer iso­liert bleibt, geht unter. Darum sind regel­mäßige Treffen mit Gleich­ge­sinnten essen­ziell. Doch worauf kommt es an, damit ein Treffen auch für alle Teil­nehmer ein Gewinn ist? (von H. Tolzin)

Was wir viel­leicht nie gelernt haben — aber jederzeit nach­holen können

(ht, 27.1.26) Das Problem ist, dass die meisten von uns nie gelernt haben, sich gegenüber soge­nannten “Auto­ri­täten” zu behaupten, weder in der eigenen Familie, noch im Kin­der­garten, der Schule, während der Aus­bildung oder im Beruf.

Deshalb ist es für junge Eltern mit “impf­pflich­tigen” Kindern auch nicht getan, sich irgendwo recht­liche Tipps zu holen oder sich mit Tricks “durch­zu­mogeln”. Das mag in vielen Fällen früher funk­tio­niert haben, aber spä­testens seit der Corona-Krise und im Zusam­menhang mit der Quasi-Impf­pflicht gegen Masern herrscht trotz Grund­gesetz und demo­kra­ti­schem Anspruch die reine Willkür von Behörden und Gerichten. Dadurch sind wir zunehmend gezwungen, uns “Auto­ri­täts­per­sonen” zu stellen, zu uns und unseren Werten zu stehen und über­grif­figes Ver­halten abzuwehren.
Dies ist jedoch, wenn nie geübt, leichter gesagt, als getan. Es ist deshalb von ent­schei­dender Bedeutung, dass man sich mit gleich­ge­sinnten Eltern und Betrof­fenen regel­mäßig trifft und austauscht.

Erfah­rungs­gemäß würden viele Eltern das zwar gerne tun, aber trauen sich nicht, ein Treffen zu orga­ni­sieren oder gar zu mode­rieren, viel­leicht auch auf­grund schlechter Erfah­rungen. Oder es fehlt das not­wendige Selbst­ver­trauen. Darum ist zu emp­fehlen, gleich zu Anfang gemeinsame Regeln zu ver­ein­baren, wie das Gespräch ablaufen soll.

Viele Selbst­hil­fe­gruppen haben sehr gute Erfah­rungen mit soge­nannten Redestab-Runden gemacht: Der­jenige, der gerade den Redestab — bzw. das Objekt, als also solcher fun­giert — in der Hand hat, darf sprechen. Und zwar mög­lichst in der Ich-Form, über das eigene Erleben und ohne ins Theo­re­tische oder Abs­trakte abzugleiten.

Es muss aus­drücklich erlaubt und möglich sein, “sich aus­zu­kotzen”, also den inneren Druck, den man hat, abzu­lassen. Dabei, ich wie­derhole mich, sollte man mög­lichst bei sich selbst bleiben und in der Ich-Form sprechen.

Ent­scheidend

Die Person, die den Redestab aktuell hat, darf von den anderen Teil­nehmern nicht unter­brochen werden. Diese Regel muss vor Beginn der Runde von allen akzep­tiert werden, sonst kann und wird das Treffen im Chaos landen. Es ist sehr wichtig, dass alle aus­drücklich ein­ver­standen sind und damit auch die Ein­haltung der Regel aktiv mit­tragen. Ich würde sogar sagen, dass die Teil­nahme am Treffen von der Zustimmung zu diesen Regeln abhängig sein sollte.
Für den Fall, dass jemand zu lange redet, viel­leicht auch noch kon­se­quent “um den heißen Brei”, und dadurch der Gruppe spürbar Energie abzieht, kann zu Anfang eine maximale Redezeit aus­ge­macht werden. Dann muss aber ein Frei­wil­liger die Rolle des Zeit­wächters über­nehmen. Dies sollte nicht der Initiator des Treffens sein.
Die Alter­native zum Zeit­wächter wären vorher ver­ein­barte Hand­gesten, mit denen man Zustimmung, Skepsis oder aber den Wunsch mit­teilt, jemand möge langsam zum Ende kommen (siehe dazu auch www.zirkelog.org).

Emo­tionen

Es ist wün­schenswert, dass jeder Teil­nehmer bei sich selbst bleibt und andere nicht bewertet und nicht unter­bricht. Das ver­hindert ober­fläch­liche Dis­kus­sionen, die sich ewig im Kreis drehen und ermög­licht, im Laufe der Runden in die Tiefe zu gehen, d. h. die eigenen Emo­tionen zu spüren und zuzulassen.

Und darum geht es letztlich: Zu den eigenen Emo­tionen zu stehen und die Erfahrung zu machen, gesehen und gehört zu werden, ohne bewertet oder gar ver­ur­teilt zu werden. Und es gilt natürlich, auch “anstren­gende” Emo­tionen von anderen stehen zu lassen.

Die Erfahrung, auch dann akzep­tiert zu werden, wenn man sich authen­tisch so zeigt, wie man wirklich ist, ist von zen­traler Bedeutung für den Erfolg des Treffens und die Ent­stehung einer kon­struk­tiven Gruppendynamik.

Hat die Gruppe ein hohes Maß an Ver­trauen unter­ein­ander auf­gebaut, ermög­lichst dies, Emo­tionen zu zeigen. Das Sym­bolbild dieses Artikel zeigt, wie ein Mann von Emo­tionen über­wältigt ist und andere Teil­nehmer ihm tröstend oder Empathie zeigend berühren.

Aus zwei Gründen sollten Sie in solchen Momenten sehr achtsam mit kör­per­lichen Kon­takten umgehen. Warum habe ich das Bedürfnis, einem Men­schen, der seinen Schmerz zeigt, die Hand auf die Schulter zu legen? Ist es echte Empathie oder weil ich es kaum aus­halte und möchte, dass die Person die Emotion wieder unterdrückt?

Falls dem nicht so ist: Könnte die Person die Berührung — oder allein schon, wenn man ihr Papier­ta­schen­tücher reicht — auf­grund ihrer Kon­di­tio­nierung als Auf­for­derung ver­stehen, sich wieder “zusam­men­zu­reißen”?

Zeigt ein Mensch innerhalb der Redestab­runde echte Emo­tionen, so kann man dies als Belastung emp­finden — oder als Befreiung. Eine Belastung ist es, wenn ich ver­suche, meine eigenen Emo­tionen, die hier getriggert werden, wei­terhin in Schach zu halten. Eine Befreiung ist es, wenn ich nun selbst meine unter­drückten Emo­tionen spüren und viel­leicht auch vor anderen zeigen kann.

Ich glaube, es gibt keine all­ge­mein­gültige Regel, wie man in Selbst­hil­fe­gruppe mit Emo­tionen anderer umgehen soll und wie nicht. Ten­den­ziell würde ich meinen, dass ein Grup­pen­mit­glied, das sehr stark in seinen Emo­tionen ist, selbst ver­ant­wortlich ist, um Hilfe bitten sollte. Und Hilfe lehnen sollte, wenn sie alte Muster triggern.

Grund­sätzlich habe ich erlebt, dass es eine Selbst­hil­fe­gruppe als Geschenk erlebt, wenn eine Person sich emo­tional authen­tisch zeigt: “Wenn Du Dich mir zeigst, wie Du wirklich bist und wie Du Dich im Hier und Jetzt wirklich fühlst, ist das für mich ein Geschenk.” Warum ist das so? Das ist viel­leicht ein gutes Thema, sich unter­ein­ander auszutauschen.

Die Domi­nanten und die Stillen

In jeder Gruppe gibt es ab einer bestimmten Größe auch die Domi­nanten und die Stillen. Wenn die Redestab­runde korrekt durch­ge­führt wird, fügen sich domi­nante Per­sonen leichter in die Grup­pen­dy­namik ein, und die Stillen werden ermutigt, sich zu zeigen. Nicht umsonst lautet das Sprichwort: “Stille Wasser sind tief.”

Natürlich ist niemand ver­pflichtet, sich zu äußern, wenn man den Redestab erhält. Dieser kann auch einfach weiter gegeben werden, wenn z. B. das Ver­trauen in die Gruppe noch nicht groß genug ist, um sich zu zeigen. Das kann sich dann in der zweiten oder dritten Runde oder beim nächsten Treffen ändern. Über beim übernächsten.

Unter­schätze nicht die Gruppendynamik

Die Dynamik einer Redestab­runde ist nicht zu unter­schätzen. Werden die Regeln kon­se­quent ein­ge­halten, kann sich Ver­trauen auf­bauen und man geht mit posi­tiven Gefühlen nach Hause. Fühlt man sich danach eher aus­ge­laugt, liegt das meistens daran, dass die Regeln nicht ein­ge­halten wurden oder eine domi­nante Person alle Auf­merk­samkeit für sich ein­ge­fordert hat.

Der nächste Schritt

Hat man Ver­trauen unter­ein­ander auf­gebaut (nicht vorher!) und freut sich auf das nächste Treffen, kann man den nächsten Schritt angehen.

Dieser besteht aus Rol­len­spielen über den Umgang mit “Auto­ri­täts­per­sonen”, z. B. einem Schul­leiter oder einem Amtsarzt. Denn es reicht nicht, über die Vor­aus­set­zungen einer erfolg­reichen Kom­mu­ni­kation nur zu lesen. Man muss eine neue Art der Kom­mu­ni­kation auf Augenhöhe üben, üben, üben. Und das am besten noch vor dem nächsten Gesprächs­termin mit dem Schul­leiter, dem Gesund­heitsamt etc.

Ich würde nicht emp­fehlen, gleich zu Anfang mit Rol­len­spielen zu beginnen, denn dazu ist gegen­sei­tiges Ver­trauen not­wendig. Und das muss erst einmal auf­gebaut werden. Aber letztlich ent­scheidet natürlich die Gruppe selbst, wann sie zu diesem Schritt bereit ist.

Zir­kelog statt Monolog und Dialog

Wer sich mehr mit dem Thema einer erfolg­reichen Grup­pen­kom­mu­ni­kation beschäf­tigen will, findet im Internet etliche Hin­weise. Ein bewährtes System ist auch der “Zir­kelog”, an dessen Ent­wicklung ich vor Jahren mit­ge­wirkt habe und in den auch meine eigenen Erfah­rungen mit Selbst­hil­fe­gruppe ein­ge­flossen sind. Mehr dazu auf www.zirkelog.org. Diese Seite wird von dem erfah­renen Coach Bernhard Bayer betreut.

Die 11 wich­tigsten Regeln 

Um den Start zu erleichtern, habe ich die 11 wich­tigsten Regeln (PDF, 78 kb) auf einer Seite zusam­men­ge­fasst. Im Rahmen einer ersten Ein­ladung kann dieses Blatt an alle Ein­ge­la­denen ver­schickt und als Grundlage für die ersten Treffen ver­wendet werden.

Natürlich können diese Regeln gemeinsam für künftige Treffen ver­ändert werden. Die ent­schei­dende Frage ist immer: Fördert eine Regel eine Begegnung von Mensch zu Mensch? Manchmal muss man etwas aus­pro­bieren, um dies beur­teilen zu können.

In impf­kri­ti­schen und sys­tem­kri­ti­schen Kreisen gibt es natürlich auch immer die­je­nigen, die sich an kei­nerlei Regeln halten wollen, weil sie sich von ihnen ein­geengt fühlen. Diesen ist zu emp­fehlen, sich ander­weitig zu ver­netzen, denn das kann eine Selbst­hil­fe­gruppe sehr schnell sprengen.

“Diamant” — Ein neues Lied von Hanning & MiKe

Zu diesem Thema würde wohl “Diamant”, eines der neuen Lieder von Hanning & MiKe passen. Die MP3-Vor­ab­version kann hier kos­tenlos angehört und her­un­ter­ge­laden werden.

Diamant

Ich bin gespannt, wie Ihnen das Lied gefällt und freue mich über Rückmeldungen 🙂

In diesem Sinne herz­liche Grüße

Ihr
Hans U. P. Tolzin
V.i.s.d.P.: Hans Tolzin, Wid­der­steinstr. 8, 70184 Herrenberg

 

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was wir über die Masern wissen — und was eben (noch) nicht:

Masern­schutz­gesetz? Alles, was Recht ist!‍

Der Artikel erschien zuerst hier: impfkritik.de

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