Foto:  KI-Bild und: Screenshot: https://nypost.com/article/nadia-marchinkova-jeffrey-epstein-flight-logs/

EPSTEIN-FILES: »Angst in Berlin – Was ver­schweigt die Bundesregierung?«


„Eine Elite, die sich lange für unan­tastbar hielt – und eine Öffent­lichkeit, die ihr immer weniger ver­traut. Die Epstein-Akten offen­baren Vor­gänge, die wie eine Ver­schwö­rungs­theorie klingen, aber akten­kundig sind“ – In meh­reren euro­päi­schen Ländern führten bekannt gewordene Kon­takte zum Pädo­kri­mi­nellen Jeffrey Epstein zu Rück­tritten, Ermitt­lungen und poli­ti­schem Druck. In Deutschland dagegen herrscht demons­trative Zurück­haltung. Trotz War­nungen vor mög­lichem Erpres­sungs­po­tential sieht die Bun­des­re­gierung „keinen Anlass“ für eine sys­te­ma­tische Aus­wertung der Akten. Was wird vertuscht?


Der deutsch-indische Jour­nalist und Fil­me­macher Tahir Chaudhry schrieb das Buch WEM DIENTE JEFFREY EPSTEIN? – Das System aus Macht, Kon­trolle und Erpressung und erklärte jüngst in einem Interview:

„In Schweden trat die UN-Ver­tre­terin Joanna Rubin­stein zurück, nachdem ein Besuch auf Epsteins Insel bekannt wurde. In der Slo­wakei legte Miroslav Lajčák, Sicher­heits­be­rater von Minis­ter­prä­sident Robert Fico, sein Amt nieder, nachdem ein Aus­tausch mit Epstein publik wurde, in dem von „wun­der­schönen“ Mädchen die Rede war. In Frank­reich reichte der frühere Kul­tur­mi­nister Jack Lang seinen Rück­tritt als Leiter eines Pariser Kul­tur­in­stituts ein, nachdem sein Name mehr als 600-mal in den Doku­menten auf­tauchte. In Nor­wegen trat die Bot­schaf­terin Mona Juul zurück, weil Epsteins Tes­tament ihre Kinder mit zehn Mil­lionen Dollar bedachte.“

Und:

„Am bizarrsten wirkt jedoch der bri­tische Fall: Der frühere Wirt­schafts­mi­nister Peter Man­delson verließ wegen seiner engen Freund­schaft zu Epstein die Labour-Partei. Kurz darauf trat auch Morgan McS­weeney, der Stabschef von Pre­mier­mi­nister Keir Starmer, zurück – weil er Man­delson zuvor als US-Bot­schafter emp­fohlen hatte. Das wirft unwei­gerlich die Frage auf, was die bri­tische Regierung in dieser Affäre noch zu ver­bergen versucht.“

Quelle: https://www.nachdenkseiten.de/?p=146099

Jüngst durch­suchten im Zuge des Epstein-Skandals, wegen mut­maß­licher Kor­ruption und Urlaube beim Pädo­kri­mi­nellen, nor­we­gische Ermittler auch die Wohnung von Ex-Minis­ter­prä­sident Thorbjørn Jagland.

Quelle: https://www.spiegel.de/politik/fall-jeffrey-epstein-ermittler-durchsuchen-wohnung-von-norwegens-ex-regierungschef-thorbjorn-jagland-a-ce3da427-29f7-49d7-aae3-9f1d0c3fec81

 

Nun geht auch in der deut­schen Politik die Angst um!

Am 6. Februar 2026 schrieb das Nach­rich­ten­ma­gazin Focus:

Epstein-Ent­hül­lungen: Wurden Ent­schei­dungen in Deutschland durch Erpressung beeinflusst?

Und weiter:

Mehrere Sicher­heits­po­li­tiker im Bun­destag haben eine sys­te­ma­tische Aus­wertung der neu ver­öf­fent­lichten US-Unter­lagen zum Fall des US-Sexu­al­straf­täters Jeffrey Epstein durch deutsche Staats­an­walt­schaften gefordert. Die deut­schen Behörden sollten sich „die Epstein-Akten genau anschauen und gege­be­nen­falls ame­ri­ka­nische Behörden nach wei­teren Infor­ma­tionen anfragen“, sagte der Grünen-Frak­ti­onsvize Kon­stantin von Notz dem „Han­dels­blatt“ (Frei­tags­ausgabe). 

Von der Bun­des­re­gierung ver­langte von Notz Aus­kunft, inwieweit deut­schen Nach­rich­ten­diensten und anderen Sicher­heits­be­hörden Kennt­nisse über Epsteins Taten sowie über dahin­ter­ste­hende „aus­beu­te­rische, kri­mi­nelle oder pädo­kri­mi­nelle Netz­werke“ und deren inter­na­tionale Bezüge bekannt gewesen seien.

Noch kon­kreter wurde der Vor­sit­zende des Geheim­dienste-Kon­troll­gre­miums, Marc Hen­richmann (CDU):

In die „unsäg­lichen Epstein-Machen­schaften“ seien offenbar hoch­rangige Ent­scheider aus Gesell­schaft, Wirt­schaft und Politik ver­wi­ckelt gewesen, sagte er dem „Han­dels­blatt“. Die Ent­hül­lungen böten „erheb­liches Kom­pro­mit­tie­rungs- und Erpres­sungs­po­tential“. Es müsse geprüft werden, ob dadurch Ent­schei­dungen „zu Lasten der Sicherheit Deutsch­lands und Europas“ beein­flusst worden sein könnten. Das Par­lament werde den Sicher­heits­be­hörden dazu Fragen stellen.

Und der innen­po­li­tische Sprecher der SPD-Fraktion, Sebastian Fiedler, hält eben­falls deutsche Bezüge für möglich:

„Ange­sichts der zahl­reichen Ver­flech­tungen in euro­päische Macht­zirkel ist es kei­neswegs aus­ge­schlossen, dass sich Ver­flech­tungen auch nach Deutschland ergeben können“, sagte der dem „Han­dels­blatt“. Für die straf­recht­liche Auf­ar­beitung verwies Fiedler auf die enge Zusam­men­arbeit von deut­schen und US-Ermitt­lungs­be­hörden. Er erwarte, dass deutsche Stellen in ein­schlä­gigen Fällen beteiligt würden.

Quelle: https://www.focus.de/politik/ausland/epstein-enthuellungen-wurden-entscheidungen-in-deutschland-durch-erpressung-beeinflusst_9db7fddc-d079-4070-a0a3-e7cb2ac6d9ff.html utm_source=fol_1001329&utm_medium=email&utm_campaign=1022931&utm_content=07.02.2026&bcni=10907e5bf00c0cedf92be9ce7a59b199a786f23d82209b34560c2db7030c8272

Auch Mit­glieder des Par­la­men­ta­ri­schen Kon­troll­gre­miums for­derten bereits Unter­su­chungen deut­scher Behörden.

Die Bun­des­tags­fraktion der Grünen ruft die Bun­des­re­gierung auf, Nach­for­schungen einzuleiten.

Es müsse geklärt werden, inwiefern Poli­tiker, Behör­den­mit­ar­beiter oder Per­sonen, die den deut­schen Staat reprä­sen­tierten, in den Akten auftauchten.

Quelle: https://www.deutschlandfunk.de/forderungen-nach-deutschen-ermittlungen-zum-fall-epstein-nehmen-zu-100.html

 

Dass  aus­ge­rechnet die GRÜNEN eine Auf­klärung im Fall Epstein in Bezug auf Deutschland fordern, ver­wundert auf­grund ihrer frü­heren „Pädo-Aus­richtung“ dann schon.

Siehe bei­spiels­weise hier:

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Doch der eigent­liche Skandal ist außerdem die Haltung der Bun­des­re­gierung und Kanzler Merz zur Causa Epstein:

Regie­rungs­sprecher Stefan Kornelius:

„Wir sehen, was in anderen Ländern ans Tages­licht kommt, bezie­hungs­weise, wie es dort poli­tische Aus­wir­kungen hat.“ Die Bun­des­re­gierung sehe jedoch keinen Anlass für eine sys­te­ma­tische Aus­wertung der Epstein-Akten. Ihm sei zudem nichts darüber bekannt, dass der Fall Epstein für Deutschland straf­rechtlich relevant sein könnte.

Quelle: https://www.welt.de/politik/deutschland/article698a8894522c438350e40db9/jeffrey-epstein-haltung-der-bundesregierung-zu-epstein-files-zeigt-eine-gefaehrliche-ignoranz-sagen-die-gruenen.html

Ebenso skan­dalös ist die Erklärung des Aus­wär­tigen Amts in der Regie­rungs­pres­se­kon­ferenz vom 2. Februar 2026 zur Offen­legung von Akten im Fall Jeffrey Epstein!

Lesen Sie selbst (Steffen Meyer ist (Stand 2025/2026) Erster Stell­ver­tre­tender Regie­rungs­sprecher und arbeitet im Presse- und Infor­ma­ti­onsamt der Bun­des­re­gierung (BReg):

Frage

Zum Thema Epstein-Affäre: Herr Meyer, wie bewertet die Bun­des­re­gierung die schritt­weise Ver­öf­fent­li­chung der Mil­lionen von Akten, die jetzt ja unre­gel­mäßig an die Öffent­lichkeit gelangen? Inter­es­siert das die Bun­des­re­gierung an sich, was dort alles zutage tritt? Inter­es­siert das den Bundeskanzler?

Meyer (BReg)

Wir ver­folgen das natürlich, man kommt ja kaum daran vorbei. Wir sind dort aller­dings nicht beteiligt. Insofern würde ich das jetzt hier an der Stelle auch nicht kommentieren.

Zusatz­frage

Es kommt immer mehr zutage, dass auch Bot­schafts­per­sonal anderer Länder dort ver­wi­ckelt ist. Es sind jetzt des­wegen schon Men­schen zurück­ge­treten. Der aktuelle Han­dels­mi­nister ist auch gerade in den Nach­richten dazu. Herr Giese, können Sie für die deut­schen Diplo­maten aus­schließen, dass dort irgend­welche Namen auftauchen?

Giese (AA)

Wie gesagt, ich kenne nicht den Gesamt­inhalt dieser Doku­mente. Das ist die Ver­öf­fent­li­chung von straf­recht­lichen Ermitt­lungs­akten in einem anderen Land. Das ist außerhalb der Zustän­digkeit des Aus­wär­tigen Amtes. Wenn es dazu etwas gäbe, was wir mit­zu­teilen hätten, dann würde ich das tun. Aber mir ist dazu nichts bekannt.

Zusatz­frage

Aber Sie ver­folgen das auch?

Giese (AA)

Wie alle Men­schen das tun, die die Medien verfolgen.

Quelle: https://www.auswaertiges-amt.de/de/newsroom/regierungspressekonferenz-2754742

 

Am Ende bleibt ein irri­tie­render Befund: Während in anderen euro­päi­schen Staaten poli­tische Kon­se­quenzen gezogen werden, setzt die Bun­des­re­gierung auf Distanz, Abwiegeln und Nicht­zu­stän­digkeit. Man „ver­folgt“ die Ent­wick­lungen – aber man prüft nicht sys­te­ma­tisch. Man kom­men­tiert nicht – und ermittelt nicht von sich aus.

Dabei geht es nicht um Sen­sa­ti­onslust. Es geht um Ver­trauen. Um die schlichte Frage, ob es auch in Deutschland Berüh­rungs­punkte gab – und falls ja, ob daraus Abhän­gig­keiten, Erpress­barkeit oder sicher­heits­po­li­tische Risiken ent­standen sind.

Wer hier Trans­parenz ver­weigert oder ver­zögert, beschädigt dieses Ver­trauen weiter.

Was also haben deutsche Poli­tiker zu ver­bergen?
Oder ist es die Angst vor dem bloßen Ver­dacht, die jede aktive Auf­klärung verhindert?

Demo­kratien leben von Offenheit – nicht vom Aus­sitzen. Und wenn anderswo bereits poli­tische Kar­rieren an den Ent­hül­lungen zer­brechen, stellt sich zwangs­läufig die Frage:

Wann fällt der erste Domi­no­stein in Deutschland?


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