Welt­un­tergang – na und?

Warum denken die meisten beim Thema „Welt­un­tergang“ eigentlich immer an etwas Schlimmes?

(Von Birgit Schachner)

Wahr­scheinlich, weil sie am Gewohnten fest­halten. Das, was man kennt, erscheint einem wenigstens erträglich. Man wiegt sich in der Kom­fortzone in Sicherheit. Diese Welt, deren Untergang man fürchtet, soll beschützt und behütet werden. Auch wenn sie lang­fristig den eigenen Untergang bedeutet.

Was aber, wenn diese Welt zum Scheitern ver­ur­teilt ist? Wäre es dann nicht ver­nünftig zu sagen:

„Je schneller sie untergeht, desto besser?“ Das Alte muss sterben, damit das Neue geboren werden kann! Und an diesem Punkt steigen die meisten schon aus, weil sie keine Ahnung davon haben, wie das Neue aus­sehen soll. Es fehlt ihnen die Vor­stel­lungs­kraft und vor allem der Mut. Beides ist ver­schüttet und ver­graben in all den per­sön­lichen Lebens­er­fah­rungen und dem vor­ge­gau­kelten Welt­ge­schehen aus den Medien.

Spä­testens jetzt erwachen die Pio­niere der Zukunft zum Leben. Auch wenn sie noch nicht wissen, wie diese Zukunft genau aus­sieht, haben sie ein inneres Wissen um sie. Weil sie die Auf­stiegs- und Abstiegs­zyklen schon erlebt haben und diese in ihren Zellen, ihrer DNA gespei­chert sind. Die Vor­reiter fühlen, dass der Auf­stieg bevor­steht und ihm einige kleine bezie­hungs­weise ein großer Katak­lysmus vor­ausgeht. Dabei geht es nicht nur um Natur­ka­ta­strophen und Son­nen­erup­tionen, sondern vor allem um Bewusst­seins-Sprünge, Zeit­ach­sen­wechsel und damit ein­her­ge­hende poli­tische Offenlegungen.

Alles, was bisher für wahr gehalten wurde, wird auf einmal umge­kehrt. Wahrheit wird als Lüge ent­larvt und ver­meint­liche Lügen sind nun glasklar die Wahrheit. Den Stecker aus der fal­schen Matrix zu ziehen, hat aller­dings immer zur Folge, dass man in eine neue Rea­lität zu fallen scheint. Es fühlt sich an, als würde einem nicht mehr gefallen, was man früher geliebt hat. Man ver­liert das Interesse am Bewährten. Das Essen, das man genoss, schmeckt nicht mehr. Man hört nicht mehr die Musik von früher. Was oft schmerzt, ist das Gewahr­werden darüber, dass die Leute, mit denen man sich bis dato umgab, einen immer mehr lang­weilen. Umge­kehrt ist es auch so: Man funk­tio­niert einfach nicht mehr so, wie sie einen kennen. Also wenden sie sich ab oder ver­halten sich so seltsam, dass sich die Wege einfach trennen. Das kann im ersten Moment traurig machen.

Meine herz­liche Emp­fehlung: Mach dir keine Sorgen, du bist nicht depri­miert, auch wenn es sich so anfühlen mag. Du hast einfach keine Resonanz mehr auf die alte Welt. Der Übergang kann Stunden, Tage, Wochen oder Monate dauern. Aber dann beginnt deine erwei­terte Wahr­nehmung in deinem Bewusstsein zu landen.

Und ja, manchmal begegnet einem viel­leicht noch die alte Welt in Aus­for­mungen der empa­thie­losen Elite. Die­je­nigen, die sich wil­lentlich vom Licht abge­wandt haben. Und dann kann es pas­sieren, dass du dich ohn­mächtig fühlst. Mögest du dich in einem solchen Moment an das Gegen­mittel zu dieser schwarzen Magie erinnern. Es ist die Liebe zu dir selbst. Wenn du dich an sie erin­nerst, bist du mächtig. Denn „Ohn­macht“ heißt „ohne Macht“. Das bedeutet: Ich fühle mich ohne Macht, hilflos, nicht fähig, mit etwas umzu­gehen, etwas zu bewäl­tigen. Womöglich gegenüber einer Situation oder in Bezug auf Emo­tionen einem anderen gegenüber. In jenem Fall habe ich meine Macht abgegeben.

Was bedeutet es also, machtvoll zu sein?

  • Ich nehme meine Macht wieder zurück zu mir.
  • Ich nehme die Ver­ant­wortung für mich in meine Hand.
  • Ich kehre zurück zur Liebe zu mir selbst.

Auf die gleiche Weise finde ich allzeit die Antwort auf eine ent­ste­hende Frage – und zwar in mir.

Somit handle ich aus mir heraus und nicht als Reaktion auf etwas von außen. Sei es eine Anfor­derung oder Bedrohung von außen.

Die Welt, die wir kennen, kann also ruhig untergehen.

Falls Sie meine Argu­men­tation zu neuen Gedan­ken­gängen anregt – in meinem Buch „Wir sind viele: Ein Mutmach-Buch in tur­bu­lenten Zeiten“ lege ich sogar noch eine Schippe „Posi­tives“ drauf! J

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