Rente ab 70? Jetzt berät die Rentenkommission der Merz-Regierung schon wieder darüber. Wie weit soll sich diese Spirale noch drehen? Sollen wir bald bis zum Tod arbeiten?
Die Rentenkommission der schwarz-roten Merz-Klingbeil-Regierung diskutiert eine Anhebung des Renteneintrittsalters auf 70 Jahre.
Berichte aus Kommissionskreisen deuten auf intensive Beratungen hin, die bereits im Frühjahr zu Empfehlungen führen könnten. Die Experten suchen nach Wegen, das Rentensystem langfristig zu stabilisieren, während Kritiker vor sozialen Belastungen warnen.
Aktueller Stand der Kommissionsarbeit
Die von der Bundesregierung eingesetzte Rentenkommission soll bis Mitte 2026 Vorschläge für eine grundlegende Reform der Altersvorsorge vorlegen. Am 23. Februar 2026 findet eine Sitzung statt, in der eine Anhebung der Regelaltersgrenze auf 70 Jahre thematisiert wird.
Dies geht aus Medienberichten hervor, die sich auf interne Kreise berufen. Die Kommission, geleitet von Sozialrechtsprofessorin Constanze Janda, berät über Maßnahmen, um die Belastung für Beitragszahler zu mindern, insbesondere angesichts des demografischen Wandels und des Renteneintritts der Babyboomer-Generation.
Mögliche Reformmodelle
Im Fokus stehen drei Ansätze: eine schrittweise Erhöhung des Rentenalters von derzeit 67 auf 70 Jahre, höhere Abschläge für vorzeitigen Renteneintritt und eine großzügige finanzielle Belohnung für längeres Arbeiten. Wer später in Rente geht, könnte einen Mega-Bonus erhalten, um den Anreiz zu steigern.
Zudem wird diskutiert, ob Beamte, Politiker und Selbstständige künftig verpflichtend in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen sollen, um das System zu entlasten. Das wäre natürlich eine Entlastung und ähnlich wie in der Schweiz.
Eine Erhöhung der Abschläge auf 0,4 Prozent pro Monat würde bedeuten, dass Frührentner mit höheren Einbußen rechnen müssten.
Betroffene Jahrgänge und Auswirkungen
Sollte die Anhebung analog zur letzten Reform erfolgen, mit zwei Monaten pro Jahr, wäre der Jahrgang 1982 der erste, der regulär mit 70 in Rente geht.
Frühere Jahrgänge wie 1970 Geborene könnten mit 68 Jahren betroffen sein. Dies hätte Auswirkungen auf alle, die derzeit mit oder ohne Abschläge früher in Rente gehen können.
Kritik und politische Reaktionen
Die Debatte stößt auf Widerstand. Die Diskussion um die Rente ab 70 könnte zu einer der umstrittensten Reformen werden, da sie Millionen Versicherte betrifft. Experten warnen vor sozialen Ungleichheiten, fordern aber eine Anpassung an die steigende Lebenserwartung.
Die AfD verweist immer wieder darauf, wie die Rentenkassen über Zahrzehnten geplündert wurden und Reformen aufgeschoben wurden.

























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