Foto: Bildschirmfoto YT-Doku

Von wegen Ver­schwö­rungs­theorie oder Russen-Pro­pa­ganda: Nie­der­län­dische und US-Vete­ranen fliegen F‑16 für Kiew

Wie das auf nach­rich­ten­dienst­liche Infor­ma­tionen spe­zia­li­sierte fran­zö­sische Magazin Intel­li­gence Online berichtet, unter­stützen F‑16-Vete­ranen aus den Nie­der­landen und den USA die Luft­waffe der Ukraine bei ihren Kriegseinsätzen.

 

Gemischte Staffel

Die gemischte Staffel aus ukrai­ni­schen, US-ame­ri­ka­ni­schen und nie­der­län­di­schen Piloten hat den Auftrag den Luftraum über Kiew zu schützen. Diese erfah­renen Vete­ranen werden ins­be­sondere ein­ge­setzt, um rus­sische Marsch­flug­körper und Drohnen abzu­wehren, schreibt Intel­li­gence Online. Die Piloten der inter­na­tio­nalen Staffel tragen keine offi­zi­ellen mili­tä­ri­schen Rangabzeichen.

Geplant war strengste Geheimhaltung

Demnach erfolgte die Bildung der Einheit unter strenger Geheim­haltung. Unter den US-Piloten befinden sich Vete­ranen mit Kampf­erfahrung in Afgha­nistan und im Nahen Osten. Die nie­der­län­di­schen Piloten bringen vor allem Expertise und moderne tak­tische Methoden des Luft­kampfes mit, die auf eli­tären euro­päi­schen Flug­schulen gelehrt werden. Aus­ge­stattet wurden die aus­län­di­schen Piloten mit Ver­trägen für die Dauer von sechs Monaten mit der Mög­lichkeit zur Ver­län­gerung. Sie tragen keine offi­zi­ellen mili­tä­ri­schen Rang­ab­zeichen und werden nicht in den öffent­lichen Per­so­nal­listen geführt.

Russland meldete Vorgang frühzeitig

Rus­sische Quellen erwähnen in dem Zusam­menhang auch die erfor­der­liche Erfahrung und Fähigkeit mit den modernen Sen­soren auf der F‑16 umzu­gehen. Die Ukraine hat mit den F‑16 inzwi­schen auch den Lockheed Martin Sniper-Ziel­be­leuch­tungs­be­hälter erhalten. Das hoch­präzise elektro-optische und Infrarot-System wird für die Iden­ti­fi­zierung aus großer Ent­fernung, die Ver­folgung schnell bewegter Ziele und die Durch­führung von Angriffen bei wid­rigen Wet­ter­be­din­gungen ein­ge­setzt. Die ukrai­ni­schen Piloten haben ein gewisses Ver­ständnis für die Funktion und Anwendung ent­wi­ckelt. Es fehlt jedoch die jah­re­lange Aus­bildung und Erfahrung damit.

Wütende rus­sische Reaktionen

Die Ver­öf­fent­li­chungen über die „geheime F‑16-Eskadrille” führte zu wütenden Reak­tionen in den rus­si­schen Foren. So heißt es dort “Der Geist von Kiew hieß eigentlich Barack Obama” oder “Egal, diese Trottel sind auch sterblich und machen auch Fehler, und außerdem sind sie nicht mehr jung, also ist die Effek­ti­vität dieser ganzen Clow­nerei minimal, selbst wenn es so ist.” oder auch “Lasst uns diesem Geschwader einen schnellen Tod wünschen”.

Nichts Neues im Osten

Der Einsatz von aus­län­di­schen Piloten, sowohl regulär als auch Frei­willige, ist nichts Unge­wöhn­liches in der Kriegs­ge­schichte. So bildete die bri­tische Royal Air Force 1940 drei Jagd­ge­schwader aus frei­wil­ligen Piloten aus den Ver­ei­nigten Staaten. Die soge­nannten Eagle Squa­drons kämpften vom Sep­tember 1940 bis Sep­tember 1942. Der Kriegs­ein­tritt der USA erfolgte im Dezember 1941. Im Sep­tember 1942 wurden die drei Staffeln von der RAF zur 8. US-Luft­flotte der United States Army Air Forces (USAAF) verlegt und die ame­ri­ka­ni­schen Piloten zu Offi­zieren der USAAF ernannt.

Eine ver­gleichbare Frei­wil­li­gen­gruppe war die „First Ame­rican Vol­unteer Group” der Luft­streit­kräfte der Republik China, besser bekannt unter „Flying Tigers”. Von April 1941 bis Juli 1942 waren die Flying Tigers im Einsatz zur Abwehr der japa­ni­schen Invasion Chinas.

In Deutschland wurde 1936 unter strenger Geheim­haltung eine Gruppe an Frei­wil­ligen auf­gebaut, die bekannt wurde als “Legion Condor”. Der deutsche Luft­waffen-Verband wurde im Spa­ni­schen Bür­ger­krieg, ohne deutsche Uni­formen oder Hoheits­zeichen auf Seiten der put­schenden Franco-Natio­na­listen ein­ge­setzt. Auf der repu­bli­ka­ni­schen Seite flogen 1936 und 1937 Piloten aus der Sowjet­union im Spa­ni­schen Bürgerkrieg.

Zuerst erschienen bei freiewelt.net.

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