Also doch: Deutschland wird zur NATO-Drehscheibe – und damit im Ernstfall zum Ziel Nummer eins in einem möglichen „neuen“ Krieg gegen Russland. Zehntausende Soldaten proben bereits den Marsch durch die Bundesrepublik Richtung Osten. Langfristig sind sogar bis zu 800.000 Truppen und 200.000 Fahrzeuge eingeplant. Was als Verteidigung dargestellt wird, könnte Deutschland im Konfliktfall zur zentralen Angriffsscheibe Russlands machen. Und damit stellt sich eine unbequeme Frage: Wo bleibt dabei eigentlich das „zum Wohle des deutschen Volkes“ aus dem Amtseid von Kanzler und Ministern?
Weiter Richtung potenzieller Ostfront
Unter dem Schlagwort „Drehscheibe Deutschland“ verfolgt Berlin diese Strategie bereits seit Jahren. Ziel ist es, die Bundesrepublik als zentralen logistischen Knotenpunkt für militärische Truppenbewegungen in Richtung Osten – insbesondere Richtung Russland – zu etablieren.
Beim Großmanöver „Steadfast Dart 2026“, geführt von dem deutschen Luftwaffengeneral Ingo Gerhartz, proben aktuell rund 10.000 Soldaten aus 11 europäischen Staaten den Ernstfall.
Ihr Auftrag: Marsch aus Südeuropa – mit Deutschland als zentralem Sammel- und Durchmarschgebiet – weiter Richtung potenzieller Ostfront. So soll die Einsatzbereitschaft der schnellen Reaktionskräfte der NATO, der Allied Reaction Force (ARF) demonstriert werden.
In der Bundesrepublik angekommen, hielten die multinationalen Streitkräfte im Rahmen des Manövers mehrere Gefechtsübungen ab, eingegliedert in das Bundeswehr-Manöver Quadriga.
Und entscheidend: Die USA sind nicht beteiligt.
Europa – und insbesondere Deutschland – rückt militärisch in die erste Reihe.
Logistischer Probelauf vor dem Ernstfall
Die Bundeswehr selbst macht unmissverständlich klar: Es handle sich nicht mehr um ein fiktives Szenario, sondern um eine Operation, die „real geplant und geführt“ wird.
Kernauftrag für Deutschland als Gastgebernation des diesjährigen Manövers Steadfast Dart sei es, „den reibungslosen Betrieb der Drehscheibe Deutschland sicherzustellen“, heißt es bei der Bundeswehr. Der „schnelle Transport von Truppen, Waffensystemen und Versorgungsgütern durch ganz Europa“ stehe im Fokus der Operation.
Trainiert wird konkret:
- das Zusammenziehen multinationaler Truppen in Deutschland
- der Weitertransport Richtung Osten
- Gefechtsoperationen inklusive Luftangriffen, Abriegelung von Ortschaften und Angriffsszenarien!
Das ist keine Theorie mehr – das ist ein logistischer Probelauf für den Ernstfall.
Deutschland als militärischer NATO-Knotenpunkt Europas

- Transitland im Zentrum Europas.
- logistische Drehscheibe der NATO.
- Versorgungsbasis für den Krieg im Osten.
Bereits heute liegen konkrete Planungen auf dem Tisch:
- bis zu 800.000 Soldaten sollen im Ernstfall durch Deutschland verlegt werden!
- dazu rund 200.000 Militärfahrzeuge!
- inklusive Versorgung, Nachschub, Infrastruktur und Koordination!
Die Bundeswehr formuliert es selbst:
Ziel sei es, den „reibungslosen Betrieb der Drehscheibe Deutschland sicherzustellen“.
Strategische Konsequenz: Wer Drehscheibe ist, wird Ziel
Damit wird eine unbequeme Wahrheit sichtbar:
Deutschland wäre im Kriegsfall kein Hinterland – sondern Frontlogistik.
Und genau diese Infrastruktur – Transportwege, Knotenpunkte, Nachschubzentren – gehört in jedem militärischen Konflikt zu den ersten Angriffszielen.
Die Schlussfolgerung ist unausweichlich:
Wer Hunderttausende Soldaten und Kriegsgerät durch sein Land schleust, wer zentrale NATO-Schaltstelle ist, wird im Ernstfall selbst zum primären Ziel gegnerischer Angriffe.
Machtanspruch und Risiko wachsen gleichzeitig
Hinzu kommt: Deutschland verfolgt diese Rolle nicht nur passiv, sondern aktiv:
- Stärkung des „europäischen Pfeilers“ der NATO.
- mehr militärische Unabhängigkeit von den USA.
- wachsender Führungsanspruch innerhalb Europas.

Je zentraler Deutschland militärisch wird, desto verwundbarer wird es.
Eine „Zeitenwende“ mit gefährlicher Logik
Die Entwicklung ist eindeutig – und brisant:
Deutschland wird zur Schaltzentrale militärischer Operationen in Europa.
Doch genau das macht das Land im Ernstfall zur Zielscheibe.
Oder anders gesagt:
Die Drehscheibe der NATO könnte im Kriegsfall selbst zum ersten Angriffspunkt werden.
Wo bleibt der Politikereid „Zum Wohle des Deutschen Volkes?“
Quelle: https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/10354
Der Artikel erschien zuerst auf dem Blog von GuidoGrandt.de.

























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