Ein langwieriger Militärkonflikt im Iran könnte eine neue, massive Migrationswelle nach Europa auslösen, ähnlich der im Herbst 2015. Diese Warnung kommt vom ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán. Auch die AfD in Deutschland äußert starke Besorgnis.
Viktor Orbán äußerte sich auf einem Forum in Sopron zur Lage im Nahen Osten
“Auch im Nahen Osten sprechen derzeit die Waffen. Niemand weiß, welche Migrationsprobleme ein langwieriger militärischer Konflikt mit sich bringen wird. Der Iran hat 90 Millionen Einwohner. Wenn sie dort anfangen, ist die Türkei als Nächstes dran. Sie sind bereits hier auf dem Balkan und stehen vor unserer Grenze. Wir müssen vernünftig sein. Jetzt ist nicht die Zeit für Risiken.”
Konflikt in Nahost birgt unüberschaubare Risiken
In einem Beitrag auf X schreibt der ungarische Ministerpräsident: “Der Konflikt im Nahen Osten birgt zunehmende Risiken. Ein langwieriger Konflikt könnte neue Massenmigrationswellen auslösen, die vom Iran über den Balkan in die Türkei und bis an unsere Grenze führen. Gleichzeitig werden die Lieferungen von Flüssigerdgas aus Katar gestoppt, und die Energiepreise steigen. Es sind schwierige Zeiten. Ungarn muss sich vorbereiten und dafür sorgen, dass die Lage stabil bleibt.”
Einstellung von Gaslieferungen, Preissteigerungen folgen
Katar hat seine Flüssigerdgaslieferungen vorübergehend eingestellt, und die Preise sind um bis zu 50 Prozent gestiegen – ein Umstand, der Europa hart trifft. Ähnliche Entwicklungen werden auch auf dem Ölmarkt erwartet. “Der Konflikt tötet Menschen, er erschüttert die Wirtschaft, er kann große Probleme verursachen, und wir müssen eingreifen, um ihn aufzuhalten und seine Auswirkungen zu begrenzen”, so Orbán.
AfD äußert sich ähnlich
Die AfD-Bundestagsfraktion warnt in einem Beitrag ebenfalls vor den Folgen des Konflikts und appelliert an die Deeskalation: “Wir teilen die Ansicht, dass Deeskalation jetzt oberste Priorität haben muss. Es besteht die große Gefahr, dass eine weitere militärische Eskalation das Land in einen Bürgerkrieg stürzen und die Spannungen in der gesamten Region verschärfen könnte. Wir verfolgen daher die aktuellen Entwicklungen mit großer Sorge. Die Bundesregierung muss nun alle notwendigen Maßnahmen ergreifen, um mögliche Terroranschläge in Deutschland zu verhindern und sicherzustellen, dass es nicht erneut zu unkontrollierter Migration nach Deutschland kommt. Deutschlands vorrangiges Interesse liegt darin, unsere innere Sicherheit zu schützen, weitere Terrorexporte nach Deutschland zu verhindern und neuen Migrationswellen konsequent entgegenzuwirken.”

























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