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Deutschland bleibt Asylziel Nummer Eins — Sprung­hafter Anstieg bei Asyl­an­trägen aus Afgha­nistan und Venezuela

Trotz eines Rück­gangs der Gesamt­zahlen bleibt Deutschland 2025 das Land mit den meisten regis­trierten Asyl­an­trägen. Etwa 163.000 Men­schen stellten hier einen Antrag auf inter­na­tio­nalen Schutz – mehr als in jedem anderen euro­päi­schen Staat.

 

Ins­gesamt wurden in den 27 EU-Mit­glied­staaten sowie in Nor­wegen und der Schweiz rund **822.000** Asyl­an­träge gezählt. Das ent­spricht einem Minus von etwa **19 Prozent** im Ver­gleich zum Vorjahr. Der euro­pa­weite Trend zeigt damit eine deut­liche Ent­spannung bei den Erstanträgen.

Syrien-Effekt: Ein­bruch nach poli­ti­schem Umbruch

Der stärkste Rückgang betrifft Antrag­steller aus Syrien. Ihre Zahl sank von 151.000 im Jahr 2024 auf etwa 42.000 im Jahr 2025. Dieser Ein­bruch hängt unmit­telbar mit dem Sturz des Lang­zeit­herr­schers Ende 2024 zusammen. Viele Syrer ver­binden mit der ver­än­derten Lage die Hoffnung auf eine Rückkehr und eine stabile Zukunft im eigenen Land. Auch aus Ban­gla­desch und der Türkei gingen merklich weniger Anträge ein.

Mehr Asyl­be­werber aus Afgha­nistan und Venezuela

Während einige tra­di­tio­nelle Her­kunfts­länder zurück­fallen, steigen die Zahlen aus anderen Regionen deutlich an. Afgha­nistan führt mit rund 117.000 Anträgen die Liste an – ein Zuwachs um ein Drittel. Vene­zuela folgt mit etwa **91.000** Anträgen und einem Anstieg um knapp ein Viertel. Für den Zuwachs aus Vene­zuela spielen vor allem die Ver­schärfung der Ein­wan­de­rungs­regeln in den USA sowie strengere Visa­be­stim­mungen in Teilen Latein­ame­rikas eine Rolle.

Deutschland trotz Rückgang weiter unan­ge­fochten an der Spitze

Auch 2025 nimmt Deutschland wieder klar den ersten Platz ein, obwohl die Zahl der Anträge hier um etwa ein Drittel zurückging. Die Daten der EU-Asyl­agentur basieren auf einer ein­heit­lichen Erfassung von Erst- und Fol­ge­an­trägen und stimmen weit­gehend mit den natio­nalen Sta­tis­tiken – etwa denen des Bun­desamts für Migration und Flücht­linge – überein.

Zuerst erschienen auf der Seite freiewelt.net.

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