Foto: KI-Bild (ChatGPT) aus Bildzitat: Video: https://youtu.be/1UumNAn0BUQ?si=CDf-P9H2HijBspP2

2. Mai 2014: Der »MAS­SEN­BRANDMORD« von ODESSA – Lügen, Fakten, Fake News! (2)


Eines der dun­kelsten und zugleich umstrit­tensten Kapitel des Ukraine-Kon­flikts ist der „Mas­sen­brandmord“ von Odessa am 2. Mai 2014. Über 40 pro-rus­sische Men­schen sterben im Flam­men­in­ferno des Gewerk­schafts­hauses – doch bis heute prallen zwei völlig gegen­sätz­liche Deu­tungen auf­ein­ander: hier die nüch­terne Version inter­na­tio­naler Unter­su­chungen, dort die dras­ti­schen Schil­de­rungen von Augen­zeugen und Gegen­stimmen. War es eine tra­gische Eska­lation außer Kon­trolle – oder ein gezieltes Ver­brechen, das nie auf­ge­klärt wurde? Zwi­schen offi­zi­ellen Berichten, poli­ti­schen Nar­ra­tiven und erschüt­ternden Zeit­zeugen ent­steht ein Bild, das mehr Fragen auf­wirft, als es Ant­worten liefert.


Der „Mas­sen­brandmord“ von Odessa hat sich in das kol­lektive Gedächtnis zumindest der pro-rus­si­schen Anhänger in der Hafen­stadt, in der Ukraine und freilich in Russland tief eingeprägt.

Hier ist die offi­zielle Geschichte der soge­nannten „Fak­ten­checker“ der Main­stream-dpa (vom 8. März 2023):

Bei dem Brand starben 42 Men­schen. Es gibt keine Hin­weise darauf, dass das Feuer geplant war. 
(…)Im Zuge von Aus­ein­an­der­set­zungen zwi­schen pro­rus­si­schen und Kiew-treuen Demons­tranten kam es am 2. Mai 2014 zu einem Brand in einem Gewerk­schafts­ge­bäude in der süd­ukrai­ni­schen Hafen­stadt Odessa. Dabei starben 42 Men­schen. Das sagen sowohl der Euro­parat, die UN als auch ein wis­sen­schaft­licher Beitrag im Journal «Geo­po­litics». Bei den Aus­schrei­tungen zuvor kamen sechs Men­schen ums Leben. Etwa 200 Men­schen wurden an dem Tag ver­letzt.  (…)
Die Auf­ar­beitung der Ereig­nisse erwies sich laut UN als schwierig. Matilda Bogner, die Lei­terin des UN-Ein­satzes zur Über­wa­chung der Men­schen­rechte in der Ukraine, hält fest, dass beide Seiten des Kon­fliktes gewalt­tätig gewesen seien und es in Bezug auf die Gewähr­leistung der Sicherheit erheb­liche Miss­stände innerhalb der Polizei gegeben habe. 
Die Kiew-treuen Demons­tranten waren demnach in der Überzahl und hätten die pro­rus­si­schen Demons­tranten zurück­ge­drängt. Diese ver­bar­ri­ka­dierten sich in Folge im Gewerk­schafts­ge­bäude. Mit­glieder des UN-Ein­satzes beob­ach­teten, dass beide Seiten Steine und Molo­tow­cock­tails warfen, wodurch das Haus zu brennen begann. Die Feu­erwehr sei erst 45 Minuten nach dem ersten Notruf gekommen. 
Die poli­zei­lichen Ermitt­lungen ver­liefen laut UN inef­fektiv, ein­seitig und poli­tisch-moti­viert. «Die Behörden unter­suchten nur das Fehl­ver­halten der „Pro-Föde­ra­listen“ („Pro-Fede­ra­lists“) während der Zusam­men­stöße, nicht aber das Fehl­ver­halten der „Pro-Einheit“-Anhänger („Pro-Unity“)», hieß es. Die Ermitt­lungen zum Feuer im Gewerk­schafts­ge­bäude hätten zu keinen Ergeb­nissen geführt. Keine der beiden Seiten sei ange­klagt worden. 
Ein Bericht des Euro­pa­rates beschreibt, dass die Idee, das Gewerk­schafts­ge­bäude zu blo­ckieren, von einigen der pro­rus­si­schen Demons­tranten gekommen sei. Die Demons­tranten, die sich für eine geeinte Ukraine ein­setzten, hätten es mehr­heitlich nicht geschafft, das Gebäude zu stürmen. «Foren­sische Unter­su­chungen ergaben später, dass das Feuer an fünf Stellen aus­ge­brochen war (…). Abge­sehen von dem Feuer in der Lobby konnten die Brände nur durch die Hand­lungen von Per­sonen innerhalb des Gebäudes aus­gelöst worden sein», heißt es in dem Bericht. 
Es seien keine Anhalts­punkte dafür gefunden worden, dass der Brand im Voraus geplant worden war. Die geschlos­senen Türen und der vom Stie­genhaus ver­ur­sachte Schorn­stein­effekt hätten dazu geführt, dass sich das Feuer rasch aus­breiten konnte und es zu einem extremen Anstieg der Tem­pe­ratur im Gebäude gekommen sei.(Stand: 08.03.2023)

Quelle: https://dpa-factchecking.com/austria/230308–99-872655/

Soweit also die Mainstream-dpa-Faktenchecker.

Gegen­sätzlich dazu die rus­sische Meinung aus einem Artikel von 2. Mai 2023 auf RTDeutsch:

(…) Nach wie vor ist es das abs­trak­teste Bild, das jenen Tag am deut­lichsten zeigt, den 2. Mai 2014 in Odessa. Die Spuren von Händen im Ruß, Hände, die erst ver­zweifelt nach oben greifen und dann abwärts­rut­schen. Es ist kein Blut auf diesem Bild, keine Körper, keine Täter und keine Opfer; aber es drückt Über­ra­schung, Ent­setzen und Hilf­lo­sigkeit aus, Gefühle, die im Innern des Gewerk­schafts­hauses ebenso über­wäl­tigend gewesen sein dürften wie außerhalb bei all jenen, die die Ereig­nisse verfolgten.

Sofern sie nicht zu den Tätern gehörten. Oder zu ihren Unter­stützern. Zu jenen, die an diesem zweiten Mai in den deut­schen Fern­seh­an­stalten das Roh­ma­terial sahen und ent­schieden, es nicht zu zeigen. 

Wer war das, der damals das Schweigen beschloss? In der gesamten EU wurde nicht berichtet. War das Zufall oder gab es eine Anweisung, nicht zu berichten, was in Odessa geschah?

Min­destens einmal im Jahr stellt sich diese Frage, weil zu viel von diesem Datum ausging. Die Gewalt auf dem Maidan schön­zu­reden, nur die Bilder zu zeigen, auf denen die Teil­nehmer friedlich wirken, das war das eine. 

In Odessa war es ein gewalt­tä­tiger Mob, der Dut­zende Men­schen ermordete, und von jeder Minute gibt es Auf­zeich­nungen; aber das Ereignis wurde nicht nur retu­schiert, es wurde völlig gelöscht. Die Kon­se­quenzen dieser Löschung prägen unsere Gegenwart (…)

Es ist ja nicht nur die Tat­sache, dass Dut­zende Men­schen ermordet wurden und die Täter bis heute straffrei aus­gingen, was Odessa zur Bruch­linie machte. Es war die Öffent­lichkeit des Ver­bre­chens. Das begeis­terte Publikum (…) Diese jubelnde Zuschau­er­schaft, die vor dem bren­nenden Gebäude stand, berauscht von Macht­fan­tasien und Gewalt, zeigte nicht nur deutlich, wer mit dem Maidan-Putsch an die Macht gekommen war; sie zeigte außerdem, dass dieser Putsch ein Schluss­punkt und kein Anfang war.

Es ist unmöglich, diese Bilder mit Gleich­gül­tigkeit zu betrachten. Es ist unmöglich, Sym­pathie für die Täter zu emp­finden, außer man teilt ihre Über­zeugung. Es ist unmöglich, Odessa gesehen zu haben und die Geschichte von der demo­kra­ti­schen Ukraine zu glauben.

Also wer war es, der beschloss, den Zuschauern die Rückkehr faschis­ti­scher Pogrome nach Europa vor­zu­ent­halten? Waren es die Redak­tionen? War es die Bun­des­re­gierung, war es Angela Merkel? Hatten sie vorher selbst gesehen, was sie ver­bergen wollten, oder nicht einmal das? Und sind sich die Macher dieses Schweigens bewusst, dass jede Granate, die in der Ukraine fällt, ganz gleich auf wen, auch ihre Ver­ant­wortung ist?

(…)

Man hat sich schon geeinigt, die Besetzer in Donezk und Lugansk zu rus­si­schen Agenten zu erklären; wenn solche Leute auf einmal Opfer sind und nicht Täter, bringt das, das Publikum nur zu sehr durcheinander.

(…) Wie berichtete damals die Tages­schau? „Bei Aus­ein­an­der­set­zungen zwi­schen Pro-Euro­päern und Pro-Russen geriet in Odessa das Gewerk­schaftshaus in Brand.“

Das Schweigen wurde aber nicht nur von Politik und Medien auf­recht­erhalten. Der zweite Mai 1933 war der Tag, an dem in Deutschland die Nazis die Gewerk­schafts­häuser stürmten, nachdem noch zum 1. Mai der ADGB mit zu deren Kund­ge­bungen auf­ge­rufen hatte. 

Zumindest in Deutschland hätte ein solches Ereignis an einem solchen Datum eine Reaktion aus­lösen müssen; mehr als eine Mahn­wache in München gab es aber nicht. Keine Pres­se­er­klärung, die auf dieses his­to­rische Datum verwies, keine Kund­ge­bungen, keine Infor­ma­tionen an die Mitglieder. 

War das eine Freund­lichkeit gegenüber dem dama­ligen sozi­al­de­mo­kra­ti­schen Außen­mi­nister Stein­meier? Der es dann auch nicht für nötig hielt, wenigstens Blumen nie­der­zu­legen, als er dort war, wenige Tage nach dem Verbrechen?

Wäre Odessa jedem bekannt, es wäre nie möglich gewesen, Waffen an diese Ukraine zu liefern. Es hätte zumindest eine breite Öffent­lichkeit gegeben, die auf eine Durch­setzung der Minsker Ver­ein­ba­rungen gedrungen hätte, auch wenn Skepsis darüber bestand, ob ohne Ver­än­de­rungen in Kiew Frieden über­haupt möglich ist. Selbst wenn man berück­sichtigt, dass es immer noch Unter­stützer der Bandera-Ukraine in den EU-Ländern, vor allem in Deutschland, gegeben hätte – wir hätten einen völlig anderen Weg genommen.

(…) Noch sind die Abläufe der dama­ligen Ent­schei­dungen in Archiven ver­graben oder womöglich einzig in der Erin­nerung der Betei­ligten. Aber so, wie der Tag kommt, an dem all die auf­ge­zeich­neten Täter von Odessa zur Rechen­schaft gezogen werden, auch die Besu­cherin der deut­schen Außen­mi­nis­terin, so kommt auch jener, an dem auf­ge­klärt wird, wer damals für das Schweigen im Westen sorgte.

Quelle: https://rtde.live/meinung/169061-odessa-auch-verschweiger-sind-schuldig/?utm_source=Newsletter&utm_medium=Email&utm_campaign=Email

Das ist also die aktuelle „Gegen­stimme“ zum west­lichen „Fak­ten­checker.“

Lassen wir nun Zeit­zeugen zu Wort kommen:

Alexej Albu aus Odessa, Mit­glied der ehe­ma­ligen Kom­mu­nis­ti­schen Partei der Ukraine, der das Mas­saker im Haus der Gewerk­schaften in Odessa überlebt hat, das 2014 von faschis­ti­schen Gruppen aus Kiew verübt wurde.

Er berichtet: „An diesem Tag habe ich wie durch ein Wunder überlebt, ich hatte großes Glück, aber viele Genos­sinnen und Genossen wurden getötet, und andere starben kurz darauf in Kran­ken­häusern, wir wissen nicht einmal genau, wie viele (…) In den Medien wurde die Zahl der Toten mit 40 bis 50 ange­geben, aber wenn wir die Ver­missten mit­zählen, ist die Zahl noch viel höher.“

Karina Schewzowa, gewöhn­liche Bür­gerin Odessas, berichtet: „Wir lebten ein nor­males Leben, bis 2014, als der ›Maidan‹ war, in Odessa nahmen wir an den Anti-›Maidan‹-Protesten teil, weil wir nicht wollten, dass unser Land plötzlich von Leuten mit den­selben faschis­ti­schen und nazis­ti­schen Ideen kon­trol­liert wird, gegen die unsere Groß­mütter und Groß­väter gekämpft hatten. Viele Men­schen schlossen sich dem Protest an, am 2. Mai gab es eine große Kund­gebung.“ Aber dann seien in großen Gruppen Faschisten aus Kiew gekommen, getarnt als Fans einer Fuß­ball­mann­schaft. „Später wurde klar, dass dies geplant und mit der Polizei koor­di­niert war, aber zu diesem Zeit­punkt hatten wir keine Ahnung.“

Karina Schewzowa weiter: »Sie begannen uns mit Stöcken, Steinen, Gewehren und Molo­tow­cock­tails anzu­greifen. Wir flüch­teten in das Gewerk­schaftshaus, weil wir glaubten, dass die Polizei kommen würde, um sie zu ver­haften, aber das geschah nicht. Viele Men­schen wurden ver­prügelt, einige zu Tode, die Natio­na­listen warfen ›Molo­tow­cock­tails‹, viele Men­schen ver­brannten. Mein Mann wurde ver­prügelt und schwer ver­letzt. Zu meinem Glück kam ich aus dem Gebäude heraus, als die Feu­er­wehr­leute die Angreifer baten, einige Frauen her­aus­zu­lassen, und da das Fern­sehen zu diesem Zeit­punkt anwesend war, wagten sie nicht, uns etwas anzutun.«

Quelle:  https://www.jungewelt.de/artikel/449875.massaker-an-linken-wie-der-krieg-begann.html

Ich selbst habe direkt nach dem „Mas­sen­brandmord“ in ver­schie­denen Artikeln darüber berichtet!

FORT­SETZUNG FOLGT!

Der Artikel erschien zuerst bei GuidoGrandt.de.

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