In China und den USA stand von Anfang an der Grundgedanke im Vordergrund, wie aus ALLEN Energieformen das Maximale gefördert werden kann, um den steigenden Energiebedarf zu decken. In Deutschland und der EU stand der Grundgedanke im Vordergrund, bestimmte Energieformen durch andere zu ersetzen. Die Folge: die Deindustrialisierung Europas.
In großem Ausmaße fing es schon unter der rot-grünen Regierung von Gerhard Schröder und Joschka Fischer an: Die Grünen trieben die sogenannte “Ökologische Steuerreform” voran. Die Grundidee war, Energie zu verteuern und Arbeit günstiger zu machen. Das sollte sich einerseits positiv auf dem Arbeitsmarkt auswirken und andererseits dazu führen, dass mehr Energie gespart und sorgfältiger mit Ressourcen umgegangen wird.
Derselbe Grundgedanke lebt heute in der sogenannten CO2-Steuer fort. Verschiedene Energienutzungen werden mit Extra-Steuern belegt und somit verteuert. Deutschland gehört mittlerweile zu den Ländern mit den teuersten Energiepreisen in der ganzen Welt.
Völlig falscher Ansatz der Grünen
Bei den Grünen hört man seit Jahrzehnten immer wieder denselben Grundgedanken: Man solle Energie sparen, den Energieverbrauch reduzieren. Vor diesem Hintergrund ist die Motivation gesunken, mehr Energie zu produzieren. Denn es soll ja gespart werden.
Statt Deutschlands Gesamtenergieproduktion massiv zu erhöhen, wurde zuvorderst darauf geachtet, die Produktion von Energie von fossilen und atomaren Formen zu den sogenannten “erneuerbaren” Formen zu transferieren.

Die Grünen haben kollektiv den Gedanken verdrängt, dass alle großen Konkurrenten (z.B. USA, China) die Energieproduktion insgesamt um ein Vielfaches erhöhen, weil der Bedarf um ein Vielfaches steigt.
Ein Beispiel ist die Digitalisierung: Weil die komplette Wirtschaft und Infrastruktur digitalisiert wird, wächst auch der Energiebedarf. Das weltweite Internet verbraucht mehr Energie als der weltweite Flugverkehr. Mit der sogenannten “Künstlichen Intelligenz” setzt sich das fort.
Es bringt nichts, das Auto durch das Lastenfahrrad zu ersetzen, wenn man gleichzeitig ununterbrochen das Internet nutzt. Jede KI-Anfrage mit dem Handy verbraucht bei den Servern der Tech-Konzerne große Mengen Strom.
China, Japan und die USA hatten von Anfang an den richtigen Ansatz
In China und in den USA wurde zwar viel Geld in den Ausbau und die Entwicklung alternativer Energien wie Windkraft und Solarenergie investiert. Aber parallel wurde weiterhin der Ausbau der Kernenergie und Kohleenergie vorangetrieben.
Auch im Verkehr: Anstatt nur auf E‑Autos zu setzen, setzt man in den USA, Japan und China auf alle Wege gleichzeitig: neuartige Verbrennungs-Motoren, Hybrid-Motoren und E‑Motoren.
In den USA, Japan und China ist den Politikern und Ingenieuren klar, dass man in Zukunft MEHR Energie brauchen wird, nicht weniger, und dass ALLE Energieformen maximal gefördert und genutzt werden müssen, um den Gesamtbedarf auch in Zukunft decken zu können.
In der EU, die stark von Deutschland geprägt ist, wird dagegen die eine Energie zugunsten der anderen Energie verdrängt, ohne den Fokus auf die Erhöhung der Gesamtproduktion zu legen.
Energiesicherheit ist primärer Standortfaktor
Für viele Industrien (Chemie-Industrie, Schwerindustrie, Fahrzeugindustrie) ist günstige und ausreichende Energie ein primärer Standortfaktor. Denn bestimmte Herstellungsprozesse sind nun einmal energieintensiv. Wer das nicht glaubt, kann gerne einmal bei der BASF in Ludwigshafen vorbeischauen und sich vorrechnen lassen, wie viel Energie verbraucht wird, um die Grundstoffe für alle weiteren verarbeitenden Industrien herzustellen.
Der Grundgedanke war also von Anfang an falsch. Nicht die Frage, welche Energieformen zu bevorzugen sind, hätte im Vordergrund stehen müssen, sondern die Frage, wie aus ALLEN Energieformen das Maximale herauszuholen ist, um den steigenden Energiebedarf kostengünstig zu decken.
Weil Deutschland bei diesem Grundgedanken schon im Ansatz falsch lag, versagt Deutschland nun in der Wirtschaftspolitik. Nur ein völliges Umdenken kann den Wirtschaftsstandort Deutschland noch retten.
Der Artikel erschien zuerst hier: freiewelt.net

























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