Bild: Symbolbild. KI.

Sicher­heits­ri­siken für die digitale Infra­struktur Deutsch­lands — Bun­des­re­gierung räumt Risiken aus­län­di­scher Cloud- und Über­wa­chungs­tech­no­logie ein

“Die Bun­des­re­gierung bestätigt selbst erheb­liche Risiken für die digitale Infra­struktur Deutsch­lands. Gleich­zeitig fehlt offenbar eine voll­ständige Über­sicht über kri­tische Über­wa­chungs- und IT-Struk­turen im öffent­lichen Bereich. Das ist sicher­heits­po­li­tisch hochproblematisch.”

 

Die Bun­des­re­gierung räumt selbst erheb­liche Sicher­heits­ri­siken für die digitale Infra­struktur Deutsch­lands ein. Gleich­zeitig fehlt eine voll­ständige Bestands­auf­nahme kri­ti­scher IT- und Über­wa­chungs­systeme im öffent­lichen Sektor – ein Umstand, der aus sicher­heits­po­li­ti­scher Sicht hoch­pro­ble­ma­tisch ist. Besonders bedenklich ist die weit­ge­hende Aus­kunfts­ver­wei­gerung der Regierung zu aus­län­di­scher Über­wa­chungs­software und mög­lichen Risiken durch externe Tech­no­logien. Selbst dem Bun­destag werden zen­trale Infor­ma­tionen mit Hinweis auf Staatswohl und Geheim­schutz vorenthalten.

Risiken für sen­sible behörd­liche Kommunikation

Zur Antwort der Bun­des­re­gierung auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion zu Sicher­heits­ri­siken staat­licher Über­wa­chungs­systeme und cloud­ba­sierter IT-Lösungen (BT-Drs. 21/5573) erklärt der AfD-Bun­des­tags­ab­ge­ordnete Sascha Lensing in einer Pressemitteilung:

“Die Bun­des­re­gierung hat auf unsere Kleine Anfrage in bemer­kens­werter Offenheit ein­ge­räumt, dass beim Einsatz cloud­ba­sierter Kom­mu­ni­ka­tions- und Kol­la­bo­ra­ti­ons­dienste aus Dritt­staaten grund­sätzlich Risiken für sen­sible behörd­liche Kom­mu­ni­kation bestehen.

Gleich­zeitig zeigt die Antwort, dass der Bun­des­re­gierung offenbar selbst keine voll­ständige Über­sicht darüber vor­liegt, in welchem Umfang sicher­heits­re­le­vante Über­wa­chungs- und IT-Systeme in Bund, Ländern und Kom­munen zentral oder dezentral betrieben werden.

Besonders brisant ist dabei, dass die Bun­des­re­gierung aus­drücklich ein­räumt, Risiken durch mög­liche Zugriffe aus­län­di­scher Behörden auf in Deutschland genutzte Cloud- und IT-Infra­struk­turen nicht voll­ständig aus­schließen zu können. Trotzdem werden ent­spre­chende Systeme wei­terhin in erheb­lichem Umfang genutzt.”

Risiken für die digitale Infra­struktur Deutschlands

Wei­terhin heißt es in der Presseerklärung:

“Die Bun­des­re­gierung bestätigt selbst erheb­liche Risiken für die digitale Infra­struktur Deutsch­lands. Gleich­zeitig fehlt offenbar eine voll­ständige Über­sicht über kri­tische Über­wa­chungs- und IT-Struk­turen im öffent­lichen Bereich. Das ist sicher­heits­po­li­tisch hoch­pro­ble­ma­tisch. Besonders kri­tisch ist die weit­ge­hende Aus­kunfts­ver­wei­gerung der Bun­des­re­gierung beim The­men­komplex aus­län­di­scher Über­wa­chungs­software und mög­licher Sicher­heits­ri­siken durch externe Tech­no­logien. Selbst gegenüber dem Deut­schen Bun­destag ver­weigert die Bun­des­re­gierung zen­trale Infor­ma­tionen mit Verweis auf Staatswohl und Geheim­schutz. Wenn der Staat immer stärker auf digitale Überwachungs‑, Cloud- und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­systeme setzt, dann braucht es zugleich maximale Sicher­heits­stan­dards und eine wirksame par­la­men­ta­rische Kontrolle.

Die Antwort der Bun­des­re­gierung zeigt vor allem eines: Deutschland verfügt bislang offenbar weder über ein voll­stän­diges natio­nales Lagebild sicher­heits­re­le­vanter digi­taler Infra­struktur noch über digitale Sou­ve­rä­nität gegenüber aus­län­di­schen Tech­no­lo­gie­an­bietern. Ein moderner Staat darf sich bei kri­ti­scher Sicher­heits- und Ver­wal­tungs­in­fra­struktur nicht in stra­te­gische Abhän­gig­keiten begeben. Deutschland braucht mehr tech­no­lo­gische Eigen­stän­digkeit und endlich eine kon­se­quente Sicher­heits­stra­tegie für kri­tische digitale Systeme.“

Der Artikel erschien zuerst hier: freiewelt.net

  • Top Artikel

  • Service-Hotline:
    0179-6695802

  • Servicezeiten:
    Mo. und Do.: 10:00 - 12:00 Uhr
    Mi.: 15:00 - 18:00 Uhr