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Auf­ge­deckt: Lan­des­me­di­en­an­stalten fördern links­ra­dikale Radios mit über 1,4 Mil­lionen Euro

(David Berger) Während öffentlich ständig vor einer angeb­lichen Bedrohung der Mei­nungs­vielfalt durch „rechte Medien“ gewarnt wird, fließen erheb­liche Summen aus ver­pflich­tenden Abgaben und Steu­er­mitteln an Radio­sender, die linke und teil­weise links­ra­dikale Akteure hofieren. Eine Recherche von NIUS zeigt nun, wie soge­nannte „Freie Radios“ mit öffent­lichen Geldern finan­ziert werden, Anti-AfD-Pro­teste unter­stützen und selbst ver­ur­teilte bezie­hungs­weise ange­klagte Links­extre­misten verharmlosen.

Wie NIUS auf­ge­deckt hat, erhielten allein drei dieser Sender – „Radio F.R.E.I.“ in Erfurt, „Radio CORAX“ in Halle und „Radio Blau“ in Leipzig – innerhalb von drei Jahren ins­gesamt 1.439.315,11 Euro aus öffent­lichen Mitteln. Offi­ziell sollen die nicht­kom­mer­zi­ellen Lokal­radios zur Mei­nungs­vielfalt bei­tragen und Bevöl­ke­rungs­gruppen zu Wort kommen lassen, die in klas­si­schen Medien weniger präsent sind. Die von NIUS doku­men­tierten Bei­spiele zeichnen jedoch ein anderes Bild: Kon­ser­vative Gegen­po­si­tionen kommen kaum vor, während linke Poli­tiker, Akti­visten und Pro­test­bünd­nisse regel­mäßig eine weit­gehend unkri­tische Plattform erhalten.

Fast 400.000 Euro für Erfurter „Pro­test­radio“

Besonders auf­fällig ist der Fall von „Radio F.R.E.I.“. Der Erfurter Sender erhielt in den ver­gan­genen drei Jahren ins­gesamt 397.500 Euro von der Thü­ringer Lan­des­me­di­en­an­stalt. Im Pro­gramm treten regel­mäßig Ver­treter linker Orga­ni­sa­tionen auf, dar­unter der Linken-Poli­tiker Bodo Ramelow, die „Omas gegen Rechts“ und das links­ra­dikale Bündnis „Auf die Plätze“.

Bei den Pro­testen gegen den AfD-Bun­des­par­teitag am 4. Juli 2026 beschränkte sich der Sender nach den Recherchen von NIUS offenbar nicht auf jour­na­lis­tische Bericht­erstattung. In einer inzwi­schen nicht mehr abruf­baren Son­der­sendung berichtete „Radio F.R.E.I.“ live über das „anti­fa­schis­tische Pro­test­ge­schehen“. Dabei wurde durch­ge­geben, wo sich ein­zelne Akti­vis­ten­gruppen – in der Szene als „Finger“ bezeichnet – befanden und in welche Richtung sie sich bewegten.

Damit konnten die betei­ligten Gruppen die Sendung fak­tisch zur Koor­di­nation ihrer Aktionen nutzen. Illegale Blo­ckaden wurden dabei beschö­nigend als „ziviler Unge­horsam“ bezeichnet. Das Bündnis „Wider­setzen“, das zu den Pro­testen auf­ge­rufen hatte, bewarb den öffentlich geför­derten Sender fol­ge­richtig aus­drücklich als „Pro­test­radio“.

Das ist umso bri­santer, als es am Rande der Demons­tra­tionen zu Angriffen auf Jour­na­listen kam. Nach Angaben von NIUS wurden Reporter von „Apollo News“ von linken Akti­visten ver­folgt; ein Jour­nalist wurde bei der Aus­übung seiner Arbeit blutig geschlagen. Eine erkennbare Distan­zierung des Senders von dem gewalt­tä­tigen Umfeld doku­men­tiert die Recherche nicht.

Bereits im Vorfeld hatte „Radio F.R.E.I.“ ver­schie­denen Gegnern der AfD eine Bühne geboten. Mit­glieder von „Wider­setzen“ durften etwa ihre Haus­tür­kam­pagne vor­stellen, mit der Erfurter Bürger über den AfD-Par­teitag und die geplanten Gegen­ak­tionen „infor­miert“ werden sollten. Auch die „Azubis gegen Rechts Erfurt“, die für Akti­ons­trai­nings warben, bei denen unter anderem Sitz­blo­ckaden geübt wurden, kamen im Pro­gramm vor.

Auf Anfrage von NIUS erklärte die Thü­ringer Lan­des­me­di­en­an­stalt, ihr liege keine Pro­gramm­be­schwerde vor. Eine inhalt­liche Prüfung sei deshalb bislang nicht erfolgt. Mit anderen Worten: Hun­dert­tau­sende Euro wurden aus­ge­zahlt, ohne dass die zuständige Stelle offenbar von sich aus genauer unter­suchte, ob der Sender tat­sächlich die offi­ziell ver­spro­chene Mei­nungs­vielfalt bietet.

Mehr als 747.000 Euro für „Radio CORAX“

Noch höher fällt die För­derung für „Radio CORAX“ aus Halle aus. Von 2023 bis 2025 erhielt der Sender nach Angaben von NIUS mehr als 747.000 Euro von der Medi­en­an­stalt Sachsen-Anhalt. Auch „CORAX“ übernahm die Son­der­sendung von „Radio F.R.E.I.“ zu den Pro­testen gegen den AfD-Parteitag.

Darüber hinaus wirbt der Sender für den Film „Gene­ration Antifa“ und bietet Akteuren aus dem links­extremen Umfeld Raum. In einem Beitrag kam der Vater von Simeon T., auch „Maja T.“ genannt, aus­führlich zu Wort. Simeon T. wird der soge­nannten Ham­mer­bande zuge­rechnet und befindet sich in Ungarn in Haft. Nach Dar­stellung von NIUS konnte dessen Vater die Inhaf­tierung als staat­liche Willkür dar­stellen und seinen Sohn als Opfer insze­nieren, ohne dass der Sender die schweren Tat­vor­würfe ange­messen kri­tisch einordnete.

Brisant ist dies auch vor dem Hin­ter­grund des Medi­en­ge­setzes von Sachsen-Anhalt, das eine ein­seitige Aus­richtung des Rund­funks zugunsten einer poli­ti­schen oder welt­an­schau­lichen Gruppe ver­hindern soll. Die Medi­en­an­stalt Sachsen-Anhalt ver­tritt aller­dings die Auf­fassung, nicht jeder ein­zelne Sender müsse aus­ge­wogen sein. Ent­scheidend sei vielmehr die Gesamtheit aller im Land ver­brei­teten Rundfunkprogramme.

Ob die Über­tragung vom 4. Juli gegen medi­en­recht­liche Vor­schriften ver­stieß, wird nach Aus­kunft der Behörde derzeit noch geprüft.

„Freiheit für Lina E.“ – finan­ziert vom Steuerzahler

Das dritte von NIUS unter­suchte Bei­spiel ist „Radio Blau“ in Leipzig. Der Sender erhielt innerhalb von drei Jahren 294.200 Euro von der Säch­si­schen Lan­des­me­di­en­an­stalt und aus der Lokal­jour­na­lis­mus­för­derung des Frei­staats Sachsen. Auch „Radio Blau“ betei­ligte sich an der Über­tragung des Erfurter Protestprogramms.

Auf seinem Instagram-Auf­tritt ver­breitete der Sender zudem die For­derung „Freiheit für Lina E.“. Lina E. wurde vom Ober­lan­des­ge­richt Dresden wegen meh­rerer gewalt­tä­tiger Angriffe auf tat­säch­liche oder ver­meint­liche Rechts­extre­misten zu einer mehr­jäh­rigen Frei­heits­strafe ver­ur­teilt und galt nach Über­zeugung des Gerichts als zen­trale Figur einer links­extremen kri­mi­nellen Vereinigung.

Gleich­zeitig finan­ziert der Steu­er­zahler Angebote des Senders, von denen bestimmte Teile der Bevöl­kerung aus­drücklich aus­ge­schlossen werden. So warb „Radio Blau“ für einen Workshop, der aus­schließlich soge­nannten „TIAN-Per­sonen“ ab 55 Jahren offen­steht. Die Abkürzung steht für trans, inter, agender und nicht-binär. Men­schen, die sich mit ihrem bio­lo­gi­schen Geschlecht iden­ti­fi­zieren, dürfen an dem öffentlich geför­derten Angebot demnach nicht teilnehmen.

Poli­ti­scher Akti­vismus unter dem Etikett der Meinungsvielfalt

Par­teien und von ihnen abhängige Ver­ei­ni­gungen dürfen nach den Medi­en­ge­setzen der Länder grund­sätzlich nicht ohne Wei­teres selbst als Rund­funk­ver­an­stalter auf­treten. Das von NIUS beschriebene Modell ermög­licht jedoch einen ein­fachen Umweg: Die offi­ziell unab­hän­gigen Sender stellen poli­ti­schen Akti­visten ihre Mikrofone und Sen­de­plätze zur Ver­fügung. So ver­breitet etwa die Amadeu Antonio Stiftung ihren akti­vis­ti­schen Podcast „de:hate“ über „Radio CORAX“.

Die Ent­hüllung legt damit einen Skandal offen, der weit über drei ein­zelne Lokal­radios hin­aus­weist. Unter dem wohl­klin­genden Etikett der „Mei­nungs­vielfalt“ werden Sender mit öffent­lichen Geldern aus­ge­stattet, die in Teilen eher wie Vor­feld­or­ga­ni­sa­tionen linker Pro­test­be­we­gungen als wie unab­hängige jour­na­lis­tische Medien auftreten.

Besonders pikant: Während oppo­si­tio­nelle und kon­ser­vative Medien, in der Radio-Szene vor allem der sehr pro­fes­sionell und unab­hängig arbei­tende KON­TRAFUNK, regel­mäßig unter Extre­mis­mus­ver­dacht gestellt, von Wer­be­kunden abge­schnitten oder poli­tisch bekämpft werden, dürfen linke Akti­visten ihre Agi­tation über öffentlich geför­derte Sen­de­fre­quenzen ver­breiten. Der Bürger muss dafür bezahlen – auch wenn seine eigene poli­tische Auf­fassung dort kaum vor­kommt oder er wegen seines Geschlechts sogar von finan­zierten Ange­boten aus­ge­schlossen wird.

NIUS hat diesen bislang weit­gehend unbe­ach­teten Finan­zie­rungs­komplex nun ans Licht gebracht. Jetzt sind die Lan­des­me­di­en­an­stalten am Zug: Sie müssen erklären, nach welchen Kri­terien solche För­de­rungen ver­geben werden, wie sie die Ein­haltung der gesetz­lichen Vor­gaben kon­trol­lieren und weshalb offenbar erst eine jour­na­lis­tische Recherche nötig war, damit das Pro­gramm ein­zelner Sender über­haupt genauer geprüft wird.

 

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