Es ist ein Symptom des konjunkturellen Niedergangs Deutschlands: Die bekannte Warenhauskette Galeria steht erneut vor harten Einschnitten. Das Unternehmen hat aktuell 33 Filialen auf den Prüfstand gestellt. Mitarbeiter und Kunden bangen um die Zukunft vieler Standorte.
Galeria will mit den Vermietern der betroffenen Häuser über niedrigere Mieten und kleinere Verkaufsflächen sprechen. Nur wenn tragfähige Lösungen gefunden werden, sollen die Standorte erhalten bleiben. Andernfalls droht die Schließung. Betroffen sind unter anderem Filialen in Berlin, Köln, München und weiteren Groß- und Mittelstädten.
Eine endgültige Entscheidung steht noch aus. Geschäftsführer betonen, dass jeder Standort einzeln betrachtet wird.
Dritter Sanierungsversuch in kurzer Zeit
Die Prüfung ist Teil eines neuen Sanierungsplans. Galeria hatte erst kürzlich eine Kreditlinie von bis zu 160 Millionen Euro erhalten. Dennoch reicht die aktuelle Ertragskraft offenbar nicht aus. Das Unternehmen kämpft schon seit Jahren mit sinkenden Umsätzen, hoher Konkurrenz durch Onlinehandel und steigenden Kosten.
Warnsignal für die gesamte Konjunktur
Die erneuten Schließungspläne sind kein Einzelfall. Sie verdeutlichen die anhaltenden Probleme im deutschen Einzelhandel. Viele Unternehmen leiden unter schwacher Binnennachfrage, hohen Energiepreisen und einer insgesamt stockenden Wirtschaftsentwicklung.
Der Fall Galeria zeigt, wie sehr strukturelle Veränderungen und konjunkturelle Schwäche zusammenwirken. Während einige Branchen boomen, geraten traditionelle stationäre Händler immer stärker unter Druck. Experten sehen darin ein deutliches Warnsignal für die Gesamtwirtschaft.
https://www.freiewelt.net/artikel/redaktion/politik/schon-wieder-will-galeria-kaufhof-zahlreiche-filialen-schliessen/44673
























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