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🧠 👁️ Die Rea­lität sieht ganz anders aus, als wir sie uns vorstellen!

Die moderne UFO-Geschichte beginnt übli­cher­weise im Jahr 1947, als der Pilot Kenneth Arnold neun seltsame Objekte in der Nähe des Mount Rainier im US-Bun­des­staat Washington gesichtet hatte und der Begriff „flie­gende Unter­tasse“ schnell Einzug in die öffent­liche Wahr­nehmung hielt.

In den fol­genden Jahren häuften sich Berichte ßber seltsame Flug­ob­jekte und ihre ver­meint­lichen Insassen. Anfangs beschrieben viele der soge­nannten Kon­takt­per­sonen der 1950er-Jahre ßber­ra­schend ange­nehme Begegnungen.

Die Besucher sahen oft men­schen­ähnlich aus, waren spi­ri­tuell fort­ge­schritten und schienen besorgt darĂźber zu sein, was wir uns selbst und dem Pla­neten antaten. In den 1960er- und 1970er-Jahren wurde jedoch eine andere Art von Geschichte immer schwerer zu igno­rieren. Die Men­schen sahen nicht nur unge­wĂśhn­liche Objekte am Himmel oder trafen freund­liche Besucher; einige behaup­teten, ent­fĂźhrt worden zu sein.

Der Fall von Betty und Barney Hill wurde wohl der bekann­teste, doch ihm folgten Berichte über Zeit­verlust, Läh­mungen, medi­zi­nische Unter­su­chungen, seltsame Räume und Wesen, die die Begegnung offenbar deutlich stärker kon­trol­lierten als der betroffene Mensch. In den 1980er- und 1990er-Jahren wurde die Erzählung von Alien-Ent­füh­rungen Teil der Pop­kultur, inklusive des mitt­ler­weile all­seits bekannten groß­köp­figen, schwarz­äu­gigen Grauen.

Dann geschah etwas Merk­wĂźr­diges. Mit Beginn des 21. Jahr­hun­derts ver­schwanden Alien-Ent­fĂźh­rungen weit­gehend aus dem Ăśffent­lichen Diskurs. UFOs hin­gegen nicht. Nach den Berichten der New York Times im Jahr 2017 Ăźber die geheimen UFO-Unter­su­chungen des Pen­tagons kehrten sie mit voller Wucht zurĂźck, nun unter dem seriÜ­seren Namen UAP.

Wir sprachen über Mili­tär­pi­loten, Sen­sor­daten, außer­ge­wöhn­liche Manöver, Anhö­rungen im Kon­gress und außer­ir­dische Intel­ligenz, während die­je­nigen, die behaup­teten, tat­sächlich mit den Insassen inter­agiert zu haben, in Ver­ges­senheit gerieten. Die For­schung zu Alien-Ent­füh­rungen birgt enorme Pro­bleme im Zusam­menhang mit Erin­nerung, Hypnose, Schlaf­pa­ralyse, kul­tu­rellen Erwar­tungen und der Schwie­rigkeit, objektiv fest­zu­stellen, was – wenn über­haupt – geschehen ist.

Dennoch wirkt es seltsam, dass wir bereit sind, die Mög­lichkeit außer­ir­di­scher Intel­ligenz zu dis­ku­tieren, während wir einige der­je­nigen meiden, die behaupten, ihr begegnet zu sein. Und es gibt ein noch grö­ßeres Problem mit der Geschichte, die wir um all das herum kon­struiert haben: 1947 war mög­li­cher­weise gar nicht der Anfang.

Denn lange bevor die Begriffe „flie­gende Unter­tasse“, „außer­ir­disch“ oder „Alien-Ent­führung“ gebräuchlich waren, erzählten sich Men­schen Geschichten von Begeg­nungen mit etwas Fremdem. Sie beschrieben seltsame Lichter und Objekte am Himmel, aber – was mich besonders inter­es­siert – sie beschrieben Wesen.

Feen sollen Men­schen an fremde Orte ent­fßhrt haben, wo die Zeit nicht normal verlief. Reli­giÜse Tra­di­tionen berich­teten von Engeln und Dämonen, die Men­schen erschienen, Bot­schaften ßber­brachten, War­nungen aus­sprachen und sich mit­unter auf eine Weise ver­hielten, die weit weniger beru­higend war, als es die Gemälde ver­muten lassen.

Isla­mische Tra­di­tionen beschrieben Dschinn: intel­li­gente Wesen, die nor­ma­ler­weise der mensch­lichen Wahr­nehmung ver­borgen sind, aber der Über­lie­ferung nach mit uns inter­agieren können, in ver­schie­denen Gestalten erscheinen, täu­schen, erschrecken und manchmal sogar Men­schen entführen.

Viel ältere gnos­tische Tra­di­tionen stellten sich einen Kosmos voller Herr­scher, Mächte und Archonten vor, durch deren Gebiete die Seele navi­gieren musste, manchmal bewaffnet mit Namen, Siegeln und Anwei­sungen, die sie schĂźtzen sollten. Hier beginnt sich also ein Muster abzu­zeichnen: Ele­mente der modernen Begeg­nungs­ge­schichten scheinen viel ältere Ver­wandte zu haben.

Und was wäre, wenn 1947 über­haupt nichts ange­kommen wäre? Was wäre, wenn das, was die Men­schen erleben, schon viel länger hier ist, als wir es bisher als außer­ir­disch bezeichnet haben?

Was wäre, wenn sie von nir­gendwo kämen?

Was wäre, wenn zumindest ein Teil der Intel­ligenz, die mit diesen Erleb­nissen in Ver­bindung gebracht wird, gar nicht von hier stammt? Was, wenn sie bereits hier ist? Brenda Denzler unter­sucht genau diese Mög­lichkeit in ihrer fas­zi­nie­renden Arbeit „Die Ent­de­ckung von OIL (Einige Gedanken zur Suche nach anderem intel­li­gentem Leben)“.

Seit Beginn der modernen UFO-Ära domi­niert die außer­ir­dische Hypo­these (ETH) die Debatte: Seltsame Flug­ob­jekte erscheinen am Himmel, manchmal werden scheinbar intel­li­gente Insassen gemeldet; daher stammen diese Insassen wahr­scheinlich von einem anderen Pla­neten. Diese Schluss­fol­gerung ist so nahe­liegend, dass die meisten von uns die darin ent­haltene Annahme kaum bemerken.

Denzler fordert uns auf, sie zu beachten. Warum muss „anderes intel­li­gentes Leben“ zwangs­läufig außer­ir­di­sches intel­li­gentes Leben bedeuten? Sie fĂźhrt den wun­derbar ein­fachen Begriff OIL (Anderes intel­li­gentes Leben) ein und erwägt, ob man manche der von Men­schen gemel­deten intel­li­genten Begeg­nungen nicht besser als nicht-mensch­liche Ein­hei­mische betrachten sollte. Etwas, das auf eine uns noch unbe­kannte Weise zur selben umfas­sen­deren Rea­lität gehĂśrt wie wir.

Viel­leicht kam 1947 niemand an. Viel­leicht war 1947 einfach der Zeit­punkt, an dem wir begannen, ein viel älteres Rätsel durch die neue Sprache der Raketen, Raum­schiffe und des außer­ir­di­schen Lebens zu deuten.

Es gibt natßrlich ein ziemlich offen­sicht­liches Problem bei der Annahme, dass bereits eine andere Intel­ligenz hier sein kÜnnte: Wo ist sie? Eine MÜg­lichkeit ist die soge­nannte Kryp­to­ter­res­trische Hypo­these, die besagt, dass irgendwo auf der Erde eine andere hoch­ent­wi­ckelte Spezies oder Zivi­li­sation exis­tiert, die uns aber ver­borgen geblieben ist, viel­leicht unter der Erde oder unter den Ozeanen.

Eine phy­sisch-tech­no­lo­gische Zivi­li­sation bräuchte jedoch ver­mutlich Energie, Infra­struktur, Res­sourcen, eine BevÜl­kerung und einen Ort zur Mßll­ent­sorgung. Eine ganze hoch­ent­wi­ckelte Zivi­li­sation auf einem Pla­neten zu ver­bergen, der von Men­schen, Satel­liten, Flug­zeugen, Schiffen und immer emp­find­li­cheren Instru­menten bevÜlkert ist, wäre eine beacht­liche Leistung. Doch Denzlers Idee lässt etwas Unge­wÜhn­li­cheres zu.

Was, wenn „lokal“ nicht unbe­dingt bedeutet, dass eine andere bio­lo­gische Spezies einen ver­bor­genen geo­gra­fi­schen Ort bewohnt? Was, wenn eine andere Form von Intel­ligenz mit uns zusam­men­leben könnte, ohne dass sie für die mensch­liche Wahr­nehmung nor­ma­ler­weise sichtbar ist? Die Distanz zwi­schen uns ist dann viel­leicht gar nicht geo­gra­fi­scher Natur. Sie ist vielmehr eine Frage der Wahrnehmung.

Das klingt absurd, bis wir uns vor Augen fßhren, dass wir Men­schen die Rea­lität ohnehin nicht annä­hernd voll­ständig wahr­nehmen. Wir sehen nur einen win­zigen Bruchteil des elek­tro­ma­gne­ti­schen Spek­trums. Radio­wellen durch­dringen den Raum, ohne in unserem Sichtfeld sichtbar zu sein. Andere Tiere nehmen Ultra­vio­lett­strahlung, Magnet­felder, Vibra­tionen und che­mische Infor­ma­tionen wahr, die fßr uns Men­schen nicht relevant sind.

Daraus ergibt sich etwas Wich­tiges: Die dem mensch­lichen Bewusstsein zugäng­liche Welt ist nicht iden­tisch mit allem, was phy­sisch in unserer Umwelt vor­handen ist. Die Evo­lution hat uns mit bestimmten Sin­nes­or­ganen aus­ge­stattet, und diese liefern die Infor­ma­tionen, die unsere Vor­fahren benÜ­tigten, um sich in der Welt zurechtzufinden.

Es gibt keinen ersicht­lichen Grund, warum die Evo­lution uns mit der Fähigkeit aus­ge­stattet haben sollte, jeden Aspekt der Rea­lität wahr­zu­nehmen, nur weil er existiert.

Das macht die Frage deutlich inter­es­santer. Donald Hoffman geht weit ßber den Hinweis auf die Grenzen unserer Sinne hinaus. Seine Interface-Theorie der Wahr­nehmung besagt, dass die Evo­lution Wahr­neh­mungen nach ihrer Fitness und nicht nach der Wahrheit aus­wählt. Ein Orga­nismus benÜtigt keine akkurate Reprä­sen­tation der objek­tiven Rea­lität in ihrer ganzen Kom­ple­xität; er benÜtigt eine Reprä­sen­tation, die es ihm ermÜg­licht, schnell genug nßtz­liche Ent­schei­dungen zu treffen, um zu ßber­leben und sich fortzupflanzen.

Hoffman ver­gleicht die Wahr­nehmung mit der Benut­zer­ober­fläche eines Com­puters; ich habe darßber schon oft geschrieben. Der kleine Ordner auf meinem Bild­schirm ist enorm nßtzlich, aber ich glaube nicht, dass es tat­sächlich irgendwo im Com­puter einen win­zigen blauen Ordner gibt. Das Symbol ver­birgt die enorm kom­plexe Rea­lität dar­unter und gibt mir etwas, das ich tat­sächlich nutzen kann.

Hoffman fragt, ob das, was wir als phy­sische Objekte in Raum und Zeit erleben, ähnlich funk­tio­nieren kÜnnte: nicht als Rea­lität in ihrer fun­da­men­talen Form, sondern als art­spe­zi­fische Schnitt­stelle, die es uns ermÜg­licht, mit etwas weitaus Kom­ple­xerem zu interagieren.

Hoffmans Theorie liefert uns einen gewich­tigen theo­re­ti­schen Grund, eine Annahme zu hin­ter­fragen, die in solchen Dis­kus­sionen oft auf­taucht: Wenn etwas da wäre, würden wir es sicherlich wahr­nehmen. Viel­leicht nicht. Wenn unsere Wahr­nehmung primär auf das Über­leben aus­ge­richtet ist, anstatt uns eine umfas­sende Dar­stellung der grund­le­genden Rea­lität zu bieten, dann könnten Dinge, die für unsere evo­lu­tionäre Fitness irrelevant sind, niemals in unserer gewohnten Umgebung auftauchen.

Ein wei­teres merk­wür­diges Puz­zleteil: Dr. Garry Nolan begann sich mit der Unter­su­chung von MRT-Scans von Per­sonen zu befassen, die unge­wöhn­liche Erfah­rungen im Luft- und Raum­fahrt­be­reich sowie anomale Erleb­nisse gemacht hatten, nachdem er ursprünglich mit der Erfor­schung berich­teter phy­sio­lo­gi­scher Effekte beauf­tragt worden war. Im Zuge dieser Arbeit inter­es­sierte sich Nolan besonders für einen Bereich, der den Nucleus cau­datus und das Putamen umfasst – Struk­turen innerhalb der Basal­gan­glien, die mit Pro­zessen wie Lernen, Vor­hersage, Auf­merk­samkeit, Salienz und Ver­halten in Ver­bindung stehen.

Nolan hat öffentlich über struk­tu­relle Merkmale in dieser Region gesprochen, die seiner Aussage nach bei einigen der von ihm unter­suchten Per­sonen, dar­unter auch soge­nannten „Expe­ri­encers“, unge­wöhnlich häufig auf­traten. Er spe­ku­lierte darüber, ob dies mit Intuition oder einer gestei­gerten Fähigkeit, Infor­ma­tionen wahr­zu­nehmen, die anderen ent­gehen, zusam­men­hängen könnte. Sollte dies der Fall sein – und die Neu­ro­wis­sen­schaften liefern uns bereits zahl­reiche Belege dafür, dass mensch­liche Wahr­nehmung, Auf­merk­samkeit und Salienz vari­ieren –, dann sind Nolans Beob­ach­tungen neben Hoffmans Theorie inter­essant, ohne diese jedoch zu beweisen.

Viel­leicht besitzen Men­schen mit unge­wöhn­lichen Erleb­nissen keine magische Antenne für eine andere Dimension. Viel­leicht ver­ar­beiten ihre Gehirne mehr­deutige Sin­nes­in­for­ma­tionen einfach anders. Das könnte sie poten­ziell anfäl­liger für unge­wöhn­liche Erfah­rungen machen, anstatt ihre Wahr­nehmung der äußeren Rea­lität zu schärfen. Doch genau die umge­kehrte Mög­lichkeit muss letzt­endlich geprüft statt ange­nommen werden: Könnten Unter­schiede in der Wahr­neh­mungs­fil­terung dazu führen, dass nor­ma­ler­weise igno­rierte Infor­ma­tionen ins Bewusstsein gelangen?

An diesem Punkt müssen wir meiner Meinung nach sehr dis­zi­pli­niert vor­gehen. Unge­wöhn­liche Wahr­nehmung sagt uns nicht, ob das Wahr­ge­nommene im Inneren oder Äußeren des Beob­achters liegt. Sie zeigt uns aber, dass der Beob­achter nicht einfach aus der Glei­chung ent­fernt werden kann.

Die Physik macht die ganze Dis­kussion dann noch selt­samer. Der theo­re­tische Phy­siker Nima Arkani-Hamed vom Institute for Advanced Study hat wie­derholt den ein­präg­samen Satz „Die Raumzeit ist dem Untergang geweiht“ ver­wendet. Pro­bleme an der Schnitt­stelle von Quan­ten­me­chanik, Gra­vi­tation und Teil­chen­physik haben Arkani-Hamed und andere Phy­siker dazu ver­an­lasst, die fun­da­mentale Natur der Raumzeit infrage zu stellen.

In einigen modernen Ansätzen zur Beschreibung von Streu­am­pli­tuden scheinen ver­traute Kon­zepte wie Loka­lität und Raumzeit eher aus tie­fer­lie­genden mathe­ma­ti­schen Struk­turen her­vor­zu­gehen, als den Grund­pfeiler der Rea­lität zu bilden. „Die Raumzeit ist dem Untergang geweiht“ bedeutet nicht, dass mein Küchen­tisch bald ver­schwindet oder dass wir in einer mys­ti­schen Dimension leben. Es bedeutet, dass die Raum­zeit­be­schreibung, die in unserem Alltag außer­or­dentlich gut funk­tio­niert, mög­li­cher­weise nicht die tiefste Beschreibung ist, die die Natur besitzt.

Und hier beginnen mehrere vÜllig unter­schied­liche Denkstränge auf seltsame Weise neben­ein­ander zu stehen. Die Grund­la­gen­physik liefert uns unab­hängige Grßnde fßr die Annahme, dass die Raumzeit mÜg­li­cher­weise nicht fun­da­mental ist. Hoffman nähert sich dem Problem ßber Wahr­nehmung und Evo­lu­ti­ons­theorie und argu­men­tiert, dass die Raumzeit selbst eher Teil unserer Wahr­neh­mungs­schnitt­stelle als fun­da­mentale Rea­lität sein kÜnnte.

Nolans deutlich vor­sich­tigere Beob­ach­tungen werfen die Frage auf, ob sich manche Men­schen, die von anomalen Erleb­nissen berichten, neu­ro­lo­gisch in den Regionen unter­scheiden, die an der Infor­ma­ti­ons­ver­ar­beitung und ‑bewertung beteiligt sind. Und Denzler fragt, ob die Annahme, dass nicht-mensch­liche Intel­ligenz irgendwo anders im phy­si­schen Raum exis­tieren muss, die UFO-Frage unnötig ein­ge­schränkt hat.

Zusam­men­ge­nommen machen sie eine sehr ein­fache Aussage deutlich schwerer mit voller Über­zeugung zu ver­tei­digen: Die gewöhn­liche mensch­liche Wahr­nehmung im Wach­zu­stand liefert mög­li­cher­weise kein voll­stän­diges Bild der letzt­end­lichen Realität.

Und gerade als dies schon seltsam genug wurde, beschlossen Andrew Gal­limore, Niffe Her­mansson und Donald Hoffman, die Frage zu stellen, die in der Main­stream-Bewusst­seins­for­schung fast niemand direkt stellen will: Was, wenn die unter DMT wahr­ge­nom­menen Enti­täten tat­sächlich real sind?

In ihrem kürzlich erschie­nenen Pre­print „Spuren des Anderen: Sind DMT-Enti­täten real? DMT-Phä­no­me­no­logie im Rahmen des bewussten Rea­lismus“ erkennen die Autoren an, dass eine erstaunlich real erschei­nende Entität uns fast nichts über ihre unab­hängige Existenz verrät.

Sie fragen sich, ob Hoffmans Rahmen des bewussten Rea­lismus es DMT ermÜg­lichen kÜnnte, die gewÜhn­liche Wahr­neh­mungs­schnitt­stelle so zu ver­ändern, dass andere bewusste Akteure, die im Wach­zu­stand nor­ma­ler­weise unzu­gänglich sind, erfahrbar werden kÜnnten. Gal­limore, Her­mansson und Hoffman wollen es nicht bei der reinen Phi­lo­sophie belassen. Sie ßber­legen, wie dies poten­ziell getestet werden kÜnnte.

Wenn eine DMT-Entität unab­hängig vom Erle­benden ist, kÜnnte sie Infor­ma­tionen liefern, die dem Erle­benden nicht vor­liegen? KÜnnten Infor­ma­tionen zwi­schen iso­lierten Indi­viduen unter Umständen aus­ge­tauscht werden, in denen gewÜhn­liche Kom­mu­ni­kation unmÜglich ist?

Und nun erscheint die Hypo­these der nicht-mensch­lichen, lokalen Intel­ligenz in einem ganz anderen Licht. Stellen wir uns – rein als Gedan­ken­ex­pe­riment – ​​vor, Hoffman hätte im Großen und Ganzen Recht mit seiner Wahr­neh­mungs­theorie: Die gewöhn­liche Erfahrung ist eine Schnitt­stelle und nicht die Rea­lität in ihrer Gesamtheit. Stellen wir uns vor, Arkani-Hamed und andere Phy­siker hätten Recht mit ihrer Annahme, dass die Raumzeit nicht fun­da­mental ist, wenn auch aus völlig anderen Gründen.

Stellen wir uns vor, Gal­limore und Hoffman hätten nur in dem viel schwä­cheren Sinne Recht, dass eine Bewusst­seins­ver­än­derung die über diese Schnitt­stelle zugäng­lichen Infor­ma­tionen radikal ver­ändern könnte. Und stellen wir uns vor, Nolans Beob­ach­tungen führten schließlich zu über­zeu­genden Beweisen dafür, dass bestimmte neu­ro­lo­gische Merkmale die Anfäl­ligkeit für anomale Wahr­nehmung beein­flussen. Dann müsste eine andere Intel­ligenz nicht unbe­dingt durch das Uni­versum reisen, um uns zu erreichen. Viel­leicht würde sich bei einer Begegnung der mensch­liche Beob­achter verändern.

Er ist bereits Teil der Rea­lität; das gewöhn­liche mensch­liche Bewusstsein reprä­sen­tiert ihn nicht; etwas ver­ändert die Wahr­neh­mungs­schnitt­stelle, und Inter­aktion wird möglich. Eine Intel­ligenz könnte „lokal“ sein, weil sie an der­selben zugrunde lie­genden Rea­lität teilhat, aus der unsere ver­traute Raum­zeitwelt hervorgeht.

Und wenn wir diese Mög­lichkeit auch nur einen Moment lang in Betracht ziehen, erscheint die gesamte UFO-Geschichte in einem anderen Licht. Das ent­schei­dende Ereignis im Jahr 1947 war nicht die Ankunft eines Objekts, sondern dass die moderne Tech­no­lo­gie­kultur eine neue Bezeichnung für etwas fand, worüber die Menschheit schon seit Langem berichtete. Mit der Ent­wicklung von Flug­zeugen, Raketen und der Mög­lichkeit außer­ir­di­schen Lebens wurden aus mys­te­riösen Lichtern Raum­schiffe und aus mys­te­riösen Wesen Außerirdische.

Tausend Jahre zuvor war die ver­fügbare Sprache völlig anders. Und das führt uns zurück zu den alten Geschichten. Denn wenn tat­sächlich bereits eine andere Intel­ligenz exis­tierte, die sich nor­ma­ler­weise der mensch­lichen Wahr­nehmung ent­zieht, müssten die Men­schen Begeg­nungen mit ihr gemeldet haben, lange bevor es über­haupt ein Wort für Außer­ir­dische gab.

Es ist auch etwas befremdlich, all dies als neue Idee zu bezeichnen. Lange bevor wir ßber nicht-mensch­liche Intel­ligenz und UAP sprachen, hatten viele indigene, scha­ma­nische und kon­tem­plative Tra­di­tionen bereits Welt­an­schau­ungen ent­wi­ckelt, in denen die gewÜhn­liche mensch­liche Wahr­nehmung im Wach­zu­stand nicht als all­um­fassend galt.

Ich muss hier vor­sichtig sein, denn es gibt keine ein­heit­liche „indigene Welt­an­schauung“, genauso wenig wie es eine ein­heit­liche scha­ma­nische Tra­dition gibt. Tau­sende ver­schie­dener VĂślker und Kul­turen auf eine einzige mys­tische Phi­lo­sophie zu redu­zieren, wĂźrde den Kern der Sache vĂśllig ver­fehlen. Ihre Kos­mo­logien unter­scheiden sich enorm.

Doch in einer Reihe von Tra­di­tionen finden wir immer wieder etwas, mit dem das moderne west­liche Denken oft Schwie­rig­keiten hat: Die Rea­lität kann Per­sonen, Wesen­heiten, Ahnen, Geister oder Intel­li­genzen ent­halten, die der gewÜhn­lichen mensch­lichen Wahr­nehmung nicht ständig zugänglich sind, und bestimmte Zustände, Prak­tiken, Orte oder Indi­viduen kÜnnen die Inter­aktion mit Aspekten der Rea­lität ermÜg­lichen, die nor­ma­ler­weise dem all­täg­lichen Bewusstsein ver­borgen bleiben.

Der enorme Erfolg der wis­sen­schaft­lichen Methode hat uns etwas Außer­ge­wöhn­liches beschert: die Mög­lichkeit, Beweis­bares von Glauben zu trennen. Ich würde das nicht missen wollen, doch der Erfolg einer Methode wird mit­unter mit der Voll­stän­digkeit eines Welt­bildes ver­wechselt. Im Zuge der Ent­wicklung der modernen west­lichen Wis­sen­schaft wurden nicht-mensch­liche Wesen und ver­än­derte Bewusst­seins­zu­stände zunehmend aus den Fragen nach der Rea­lität in die Kate­gorien Mytho­logie, Aber­glaube, Psy­cho­pa­tho­logie und Folklore eingeordnet.

Beim Auf­räumen ver­warfen wir Fragen, weil uns noch die Instru­mente fehlten, um sie ange­messen zu stellen. Und nun scheinen wir uns – geradezu wun­der­sa­mer­weise – einigen dieser Fragen aus einer völlig anderen Richtung wieder zuzu­wenden. Darin liegt eine schöne Ironie. Die west­liche Wis­sen­schaft gelangt mit­hilfe von Mathe­matik, Neu­ro­imaging und psy­che­de­li­schen Expe­ri­menten mög­li­cher­weise zur Erlaubnis, eine Frage zu stellen, die andere Kul­turen nie auf­gehört haben zu stellen: Wie viel von der Rea­lität offenbart uns das gewöhn­liche mensch­liche Bewusstsein tatsächlich?

Viel­leicht hat der Westen die Antwort nicht ver­loren. Viel­leicht haben wir die Bereit­schaft ver­loren, die Frage zu stellen. Und wenn diese Frage auch anderswo – in indi­genen Tra­di­tionen, scha­ma­ni­schen Prak­tiken, mys­ti­schem Chris­tentum, gnos­ti­schen Texten und isla­mi­schen Berichten über eine nor­ma­ler­weise unsichtbare Welt – präsent ist, dann ver­dienen diese Tra­di­tionen viel­leicht eine Betrachtung als riesige his­to­rische Archive dessen, was Men­schen erlebt haben, wenn sich die Grenzen ihrer Wahr­nehmung zu ver­schieben scheinen.

Denn wenn eine andere Intel­ligenz tat­sächlich „bereits hier“ wäre, aber nor­ma­ler­weise außerhalb dessen, was unser waches Wahr­neh­mungs­system uns erfassen lässt, dann beginnen die inter­es­san­testen Zeugen viel­leicht nicht mit Kenneth Arnold im Jahr 1947. Wir müssten womöglich viel weiter zurück­blicken. Und genau das beab­sichtige ich zu tun: mit einem offenen Geist und einer tiefen Neu­gierde, die Wirk­lichkeit zu verstehen.

Per­sÜnlich mÜchte ich noch erwähnen, dass ich nach meiner inten­siven Aus­ein­an­der­setzung mit der Rea­lität oft beschuldigt wurde, den Ver­stand zu ver­lieren, und viel­leicht fßhlte sich das zeit­weise auch so an. Doch dann, eines Nachts, schreckte ich mit einer Offen­barung aus einem Traum hoch. Ich war nicht ver­rßckt geworden; ich Üffnete mich.

Und doch muss ich mich mit jeder neuen Erkenntnis aufs Neue auf diesem wun­der­schĂśnen Pla­neten, den wir unser Zuhause nennen, ver­ankern. Ich bin unendlich dankbar fĂźr meine Ver­bindung zu diesem blauen und grĂźnen Felsen. Wenn alles fremd wird, geben mir die Bäume, die Blumen, das Wetter und die Energie zwi­schen uns Halt.

Mehr über echte und gefälschte UFOs lesen Sie im Buch „Der Raum­fahrt-Schwindel„.

Quellen: PublicDomain/medium.com am 01.09.2026

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