Von den Runen zum Deut­schen — Die Ent­wicklung unserer Sprache und Schrift

Die deutsche Sprache gehört zur großen Familie der indo­ger­ma­ni­schen oder indo­eu­ro­päi­schen Sprachen. Ihre Wurzeln reichen weit in die vor­ge­schicht­liche Zeit zurück. Aus einer gemein­samen, heute nur noch rekon­stru­ierten Ursprache ent­wi­ckelten sich im Laufe der Jahr­tau­sende ver­schiedene Sprach­zweige. Einer davon war das Ger­ma­nische. Aus ihm gingen später unter anderem die nord­ger­ma­ni­schen Sprachen wie Islän­disch, Nor­we­gisch und Schwe­disch sowie die west­ger­ma­ni­schen Sprachen hervor, zu denen Deutsch, Nie­der­län­disch und Eng­lisch gehören.

Von Anfang an muss man dabei zwi­schen Sprache und Schrift unter­scheiden. Eine Sprache kann über Jahr­hun­derte bestehen, ohne schriftlich auf­ge­zeichnet zu werden. Die frühe indo­ger­ma­nische Ursprache besaß nach unserem heu­tigen Kennt­nis­stand keine über­lie­ferte eigene Schrift. Auch die Ger­manen waren zunächst vor allem eine Kultur der münd­lichen Überlieferung.

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