Jayne Mansfield war nicht der einzige Hollywood-Star, den Anton LaVey mit seiner eigenen Vergangenheit in Verbindung brachte. Noch spektakulärer war seine Geschichte über Marilyn Monroe. Lange bevor er die Church of Satan gründete, will LaVey die damals noch weitgehend unbekannte Schauspielerin kennengelernt haben – und zwar sehr intim. Seine später veröffentlichten Schilderungen handeln von Sex, Magie, Okkultismus und einer angeblichen Liebesbeziehung. Doch was davon lässt sich tatsächlich belegen?
Vier Jahre nach Marilyn Monroes Tod gründete Anton LaVey seine Church of Satan.
Doch nach seinen späteren Erzählungen hatten sich ihre Wege schon sehr viel früher gekreuzt.
Und zwar lange bevor aus Marilyn Monroe eine der berühmtesten Frauen der Welt wurde.
In der LaVey-Biografie The Devil’s Avenger widmete Burton H. Wolfe der angeblichen Beziehung zwischen LaVey und Monroe sogar ein eigenes Kapitel.
Dort wird behauptet, dass LaVey die junge Marilyn kennengelernt habe, als sie als Tänzerin beziehungsweise Stripperin gearbeitet habe.
»Eine der Stripperinnen, die Anton im Mayan in der South Hill Street in der Innenstadt von Los Angeles begleitet, war ein sinnliches Mädchen in ihren frühen Zwanzigern, Marilyn Monroe.«
Zunächst, so die Geschichte, seien die beiden lediglich miteinander befreundet gewesen.
Dann soll daraus eine sexuelle Beziehung geworden sein.
»Manchmal trieben wir es in einem Motel«
LaVey selbst schilderte diese angebliche Affäre später ausgesprochen offen.
Marilyn sei beim Sex eher passiv gewesen. Ihre Treffen hätten keineswegs in luxuriösen Hotels stattgefunden.
LaVey behauptete:
»Manchmal trieben wir es in einem Motel, oder, wenn wir pleite waren, in ihrem Auto.«
Ob sich diese Geschichte tatsächlich so zugetragen hat, ist eine andere Frage. Entscheidend ist: Es handelt sich im Wesentlichen um LaVeys eigene spätere Darstellung beziehungsweise um Aussagen aus seinem Umfeld und seiner Biografie.
Gerade deshalb sollte man zwischen belegbarer Biografie und Legendenbildung unterscheiden.
Doch LaVey erzählte noch mehr.
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