Bericht: Ein­satz­be­reit­schaft der Bun­deswehr in Gefahr

Die Ein­satz­be­reit­schaft der Bun­deswehr ist laut eines Zei­tungs­be­richts wegen eines sto­ckenden Pro­jekts zur Ver­bes­serung der Kom­mu­ni­ka­ti­ons­ver­schlüs­selung offenbar in Gefahr. Dies geht aus einem Schreiben an den Wehr­be­auf­tragten eines stell­ver­tre­tenden Refe­rats­leiters im Bun­desamt für Aus­rüstung, Infor­mation und Nutzung der Bun­deswehr (BAAINBw) hervor, über das die “Bild-Zeitung” (Don­ners­tags­ausgabe) berichtet. Bei der “Krypto-Moder­ni­sierung” der Bun­deswehr gebe es “akute Pro­bleme”, die durch das Amt und das Ver­tei­di­gungs­mi­nis­terium “nicht mehr lösbar sind”, heißt es in dem Schreiben, das als Geheim­do­kument an Experten im Bun­destag geschickt worden sei.
Die Ver­bes­serung der Kom­mu­ni­ka­ti­ons­ver­schlüs­selung ist für die Umsetzung neuer NATO-Stan­dards not­wendig. Sollte die Bun­deswehr es nicht schaffen, bis zum von der NATO gesetzten geheimen Zeit­punkt die neue Tech­no­logie umzu­setzen, sei “die Über­mittlung von Infor­ma­tionen” der Ein­stu­fungen “Geheim” und “NATO Secret” für bis zu “circa 80 Prozent aller Waf­fen­systeme und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­systeme” der Bun­deswehr (Bw) “nicht mehr zulässig und damit die Ein­satz­be­reit­schaft der Bw massiv gefährdet”, heißt es in dem Schreiben weiter. Zudem werde vor “kata­stro­phalen Folgen” für die Streit­kräfte gewarnt. Als Gründe für die Pro­bleme bei der Pro­jekt­um­setzung würden unter anderem eine “gra­vie­rende Per­so­nal­lücke” und eine “desolate Infra­struk­turlage” genannt, berichtet die “Bild-Zeitung”. Außerdem sei die Mög­lichkeit, auf externe Expertise zurück­zu­greifen, nun erschwert worden. “Vor­schriften bezüglich Inan­spruch­nahme von externen Bera­tungs­stelle- und Unter­stüt­zungs­leis­tungen wurden enorm ver­schärft und sind mit einem sehr hohen büro­kra­ti­schen Aufwand ver­bunden”, heißt es in dem Schreiben weiter.
 


Unkom­men­tierte Nach­richt der dts Nach­rich­ten­agentur — Foto: Bun­deswehr-Sol­daten, über dts Nachrichtenagentur