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Charlottesville: Wofür wurden eine Woche vorher politische Aktivisten und Photographen für 25 $/Stunde angeheuert?

Eine „craiglist“ ist in den USA eine Art Kleinanzeigenzeitung im Netz. So etwas gibt es in jeder Stadt, so auch in Charlottesville. Das sieht dort so aus:

Unter „Jobs“ in der rechten Spalte (roter Pfeil) findet man die Zeile tv/film/video. Klickt man hier drauf, kommt man zu der Liste der einzelnen Angebote:

 

Hier findet man am 7. August eine Anzeige für „Actors and Photographers Wanted in Charlotte“. Klickt man diese Annonce an, finden wir die Annonce selbst:

Hier sucht die PR-Agentur „Crowds on Demand“ (Menschenmengen auf Bestellung) aus Los Angeles nach begeisterten Darstellern und Photographen für ein Event in der Stadt Charlotte, NC (Charlottesville). Ihre Events, so schreibt die Agentur, bieten alles, von Kundgebungen über Protestaufmärsche bis zu PR-Gags und -Strategien und Prominenten-Auftritten. Die größte Qualifikation, die man vorweisen könne, sei Enthusiasmus, und eine „wir-können-das-Stimmung“. Die Bezahlung sei die Übliche von 25 $ die Stunde, plus Auslagen wie Benzin, Parkgebühren, Uber-Taxi und öffentliche Verkehrsmittel.

Diese Anzeige wurde etwa eine Woche vor den fürchterlichen Zusammenstößen zwischen Teilnehmern einer rechten Versammlung und den linken Gegendemonstranten veröffentlicht. Zur Erinnerung: Es kam dort zu gewalttätigen Auseinandersetzungen. Die Gewalt ging eindeutig von beiden Seiten aus. Es waren große Mengen von Antifa-Kämpfern vor Ort, die sichtlich für einen Straßenkampf ausgerüstet und bewaffnet waren. Die Rechten standen dem in nichts nach.

Einer der rechten Aktivisten fuhr, als der ganze Aufruhr eigentlich schon vorbei war, mit seinem Auto einfach in die Menge der linken Gegendemonstranten und setzte dann zurück, als er von der Menge angegriffen wurde. Er überfuhr und verletzte dabei mehrere Menschen zum Teil schwer und fuhr eine Frau tot.

Auf diesem Hintergrund bekommt die oben genannte Anzeige Brisanz. In Charlottesville wunderten sich die Bürger über das massive Aufgebot an linksradikalen Kämpfern, deren professionelle Ausrüstung und über die zahlreichen Videoreporter und Photographen, die von Anfang an dabei waren. Da auch kein anderes „Event“, auf das die Annonce zutreffen könnte, in Charlotte stattfand, fragt man sich dort, ob diese PR-Agentur mit ihrer Anzeige die linken Kämpfer für die Gegendemonstration angeheuert hat.

Die Anzeige definierte außer Photograph und Videoreporter keine genaue Rolle, fragt aber die Bewerber nach Vorerfahrungen als politischer Aktivist und auch, ob man einverstanden sei, optional an friedlichen Protesten teilzunehmen.

Auf ihrer Webseite beschreibt sich die Agentur „Crowds on Demand“ als erfahren im Geschäft, große Menschenmengen rekrutieren zu können, um ihren Kunden Leistungen wie Proteste und Demonstrationen, Aufmärsche und Flash-Mobs im ganzen Land, zur Verfügung zu stellen. Es gibt sogar eine ganze Seite auf ihrem Webauftritt für politische Proteste und Kundgebungen (Protests and Rallies).

„Möchten Sie irgendwo in den USA richtig Rambazamba machen?“ fragt die Agentur verlockend (Are you looking to create a buzz anywhere in the United States?). Dann sei „Crowds on Demand“ der richtige Ansprechpartner. Man zählt das ganze Portfolio für alle möglichen Arten von denkbarem „Rambazamba“ auf und noch mehr:
„Wir bieten alles, einschließlich der Menschen, des Materials und sogar die Ideen. Sie können mit einem genauen Aktionsplan zu uns kommen und wir setzen ihn um. ODER, sie können uns mit einer allgemeinen Idee ansprechen und wir können Ihnen helfen, die Strategie zu planen und dann auszuführen“ („We provide everything including the people, the materials and even the ideas. You can come to us with a specific plan of action and we can make it happen. OR, you can approach us with a general idea and we can help you plan the strategy then execute it.“)

Der Geschäftsführer von „Crowds on Demand“ bestritt, laut einem Artikel der Faktencheckerseite „Snopes“, dass seine Firma etwas mit den Gegenprotesten und den tragischen Geschehnissen in Charlotte zu tun habe. Er weigerte sich allerdings zu erklären, warum diese Anzeige geschaltet wurde und für welches andere Event in Charlottesville die Darsteller und Photographen/Videofilmer denn sonst angeworben werden sollten. Er wollte ebenso wenig erklären, warum die umstrittene Anzeige am Tag nach den schrecklichen Ereignissen in Charlottesville zeitweilig von der Craiglist verschwunden war. Er wollte auch nichts dazu sagen, ob seine Agentur diese Anzeige aufgegeben habe oder nicht.

Dr. Paul Craig Roberts, ehemaliger stellvertretender US-Finanzminister, Wirtschaftsexperte und Journalist, weist darauf hin, dass die linken Gegendemonstranten, die – im Gegensatz zu den rechten Veranstaltern – behördlich gar keine Erlaubnis für ihre Gegen-Protestaktionen hatten, erstaunlicherweise ausschließlich aus Weißen bestand. Nur Menschen weißer Hautfarbe setzten sich mit Parolen gegen Rassismus und den Ku-Klux-Clan teils lautstark, teils gewalttätig mit den „Alt-Right-Aktivisten“ auseinander. Es ging bei der behördlich angemeldeten Demonstration verschiedener mehr oder weniger rechter Gruppen und auch einer großen Menge konservativer Bürger eigentlich nur darum, den Abriss der Statue des Südstaatenoberkommandierenden Robert E. Lee in Charlottesville zu verhindern.

Gab es in der Millionenstadt Charlottesville keine afro-amerikanischen Bürger, die ihrem Missfallen über den Auftritt von zum Teil offen rassistischen Organisationen wie dem Ku-Klux-Klan und der Statue eines Sklavenhalter wie Robert E. Lee Ausdruck verleihen wollten? Oder waren hier eben doch „Berufsdemonstrierer“ und Antifas aus der links-weißen Bildungsschicht aufmarschiert, die sich nachher ihre 200 Dollar plus Fahrtgeld und Übernachtung bei der Agentur abgeholt haben?

 


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