Die BunÂdeswehr ist kaputt. Die VerÂantÂwortung tragen Angela Merkel und ihre komÂplett unfähige Verteidigungsministerin.
(Von Dr. Rainer Zitelmann)
Einigkeit besteht inzwiÂschen unter Experten darĂĽber, dass die BunÂdeswehr nicht mehr einÂsatzÂfähig ist und im Ernstfall unfähig wäre, das Land zu verÂteiÂdigen. Man kann es auch anders sagen: Die BunÂdeswehr ist kaputt. Hier nur einige Beispiele:
KampfÂpanzer Leopard 2: Nur 99 von 244 Panzern sind einsatzfähig
SchĂĽtÂzenÂpanzer Marder: Von 388 Panzern sind 222 einsatzfähig
HeeÂresÂkampfÂhubÂschrauber Tiger: 12 von 27 Tigern sind einÂsatzÂbereit; 2017 stĂĽrzte ein HubÂschrauber in Mali ab, Ursache offiÂziell weiter ungeklärt
MittÂlerer TransÂportÂhubÂschrauber NH 90: Bestand: 9 von 48 einsatzbereit
SturmÂgewehr G36: Bestand: 120.000 StĂĽck; TrefÂfÂunÂsiÂcherÂheiten beim Einsatz in Afghanistan
Die Liste wird täglich länger. FĂĽr den Einsatz der BunÂdeswehr 2019 bei der schnellen EinÂgreifÂtruppe der Nato fehlen der Truppe nicht nur Panzer, sondern auch SchutzÂwesten, WinÂterÂbeÂkleidung und
Zelte. Das geht laut einem Bericht der “RheiÂniÂschen Post” aus einem Papier des HeeÂresÂkomÂmandos hervor.
Von der Leyen redet sich raus
VerÂteiÂdiÂgungsÂmiÂnisÂterin von der Leyen redet sich damit heraus, all dies sei nicht ihre Schuld, sondern in den Jahren zuvor sei die BunÂdeswehr bereits kaputt gespart worden. Ja, sie ist nicht alleine Schuld. Schuld trägt letztlich Angela Merkel, Schuld tragen CDU/CSU und SPD, die ĂĽber Jahre hinweg die BunÂdeswehr haben verÂrotten lassen.
Aber was hat von der Leyen getan? Worauf hat sie sich konÂzenÂtriert? Was waren ihre Prioritäten?
1. Eine ihrer ersten InitiaÂtiven, nachdem sie das Amt ĂĽberÂnommen hatte, war, die KinÂderÂbeÂtreuung zu verÂbessern, TagesÂmĂĽtter zu engaÂgieren und die Zimmer schöner zu machen. DafĂĽr sollten 100 Mio. Euro ausÂgeÂgeben werden.
2. In dem von ihr vorÂgeÂstellten WeiĂźbuch erklärte sie, welche AufÂgaben aus ihrer Sicht besonders wichtig seien: In der BunÂdeswehr sollten Vielfalt und ChanÂcenÂgeÂrechÂtigkeit mit “Diversity Management” und “interÂkulÂtuÂreller KomÂpetenz und MehrÂspraÂchigkeit” wichtig werden, um Frauen, MenÂschen mit MigraÂtiÂonsÂhinÂterÂgrund und solche mit anderer sexuÂeller OriÂenÂtierung, aber auch ältere MenÂschen, solche mit unterÂschiedÂlichen ReliÂgionen oder mit BehinÂdeÂrungen mit einÂzuÂbeÂziehen. Diesem Thema wurde hohe PrioÂrität einÂgeÂräumt, von der Leyen initiÂierte eigens Seminare in der Truppe zum “Umgang mit sexuÂeller IdenÂtität und OriÂenÂtierung in der Bundeswehr”.
3. Richtig engaÂgiert war von der Leyen, als es um die „SäuÂberung“ der BunÂdeswehr von allem ging, was irgendwie verÂdächtig erschien. Und verÂdächtig war vieles – so etwa ein Foto in einer Kaserne des eheÂmaÂligen BunÂdesÂkanzlers und VerÂteiÂdiÂgungsÂmiÂnisters Helmut Schmidt in WehrÂmachtsÂuniform, das auf Weisung von der Leyens abgeÂhängt werden musste.
Von der Leyen hat die PrioÂriÂtäten völlig falsch gesetzt und gibt jetzt die Schuld am kataÂstroÂphalen Zustand der BunÂdeswehr ihren Vorgängern.
StaatÂlicher OffenÂbaÂrungseid – Merkels Verantwortung
Was mich wundert: Merkel wird zwar vehement – und zu Recht – fĂĽr ihre „FlĂĽchtÂlingsÂpoÂlitik“ kriÂtiÂsiert. Aber eigentlich mĂĽsste sie schon allein deshalb zurĂĽckÂtreten, weil in ihrer Amtszeit die BunÂdeswehr verÂrottet ist. Die wichÂtigste Aufgabe eines Staates ist es, die innere und äuĂźere Sicherheit zu gewährÂleisten – und genau dabei hat Merkel versagt.
Ich bin kein Fan von Norbert Röttgen, aber wo er Recht hat, hat er Recht: Der AusÂrĂĽsÂtungsÂstand der BunÂdeswehr wegen der vielen ausÂgeÂfalÂlenen WafÂfenÂsysteme sei ein „Skandal“ und ein „staatÂlicher OffenÂbaÂrungseid“, sagte Röttgen, Chef des AusÂwärÂtigen AusÂschusses im DeutÂschen BunÂdestag, der „StuttÂgarter Zeitung“. Die BunÂdesÂreÂgierung habe es zudem in funÂdaÂmenÂtaler Weise verÂsäumt, auf die sehr viel gefährÂliÂchere SicherÂheitslage der BunÂdesÂreÂpublik auch nur ansatzÂweise zu reagieren. Dieses VerÂsäumnis sei „mehr als grob fahrÂlässig“, so Röttgen. Was er nicht dazu sagt ist, wer die VerÂantÂwortung dafĂĽr trägt, nämlich die Bundeskanzlerin.
Der Zustand der BunÂdeswehr gehört mit zur kataÂstroÂphalen Bilanz der Ă„ra Merkel: Geld wurde in ihrer Amtzeit ausÂgeÂgeben wie noch nie – aber ausÂschlieĂźlich fĂĽr soziale WohlÂtaten aus dem SPD-ProÂgramm. Merkel klagte, man könne sich nicht mehr auf die USA als BĂĽndÂnisÂpartner verÂlassen und mĂĽsse daher das Schicksal in die eigene Hand nehmen. GleichÂzeitig weigert sie sich seit zwölf Jahren beharrlich, das im Rahmen der Nato verÂeinÂbarte Ziel einÂzuÂhalten, zwei Prozent des BrutÂtoÂinÂlandsÂproÂduktes fĂĽr VerÂteiÂdigung auszugeben.
Während Merkel SonnÂtagsÂreden von „euroÂpäiÂscher VerÂantÂwortung“ hält, handeln inzwiÂschen viele Nato-MitÂglieder. Nach jĂĽngsten ProÂgnosen werden bis 2024 minÂdestens 15 AlliÂierte jährlich zwei Prozent ihres BIP oder mehr fĂĽr RĂĽstung und Militär ausÂgeben, so Nato-GeneÂralÂseÂkretär Jens StolÂtenberg. Bereits in diesem Jahr werde mit acht Länder gerechnet, die den Zielwert erfĂĽllen. 2014 waren es erst drei Länder. Deutschland, dessen marode Armee es am drinÂgendsten nötig hätte, gehört nicht zu den Staaten, die die SelbstÂverÂpflichtung einÂhalten werden. Eine Parole der linken FrieÂdensÂbeÂwegung lautete: „Frieden schaffen, ohne Waffen“. Merkel ist kurz davor, auch dieses Ziel zu erreichen.
Dr. Rainer Zitelmann fĂĽr TheEuropean.de






















