Politik

Auswärtiges Amt lässt Falschmeldungen verbreiten

3. November 2018

von Wolfgang Prabel | Der Migrationspakt wurde in Englisch abgefaßt. Nun ist es zum Streit über die Übersetzung gekommen. Die Bundesregierung hat einen anderen Dolmetscher als die Opposition.

Im englischen Original heißt das Abkommen: „Global Compact for safe, orderly and regular Migration“

In der Mitteilung des merkeltreuen Geheimbunds „Redaktionsnetzwerk Deutschland“, also in der halbamtlichen Version, heißt es:

„Die Vereinten Nationen hatten sich im Juli auf einen ‚Vertrag für sichere, geordnete und geregelte Migration‘ geeinigt, der eine weltweit akzeptierte Grundlage für den staatlichen Umgang mit Migration sein soll.“

Die Übersetzerin von Tichys Einblick, Krisztina Koenen bekam allerdings heraus: „Globaler Pakt über sichere, geregelte und planmäßige Migration“.

Der Streit geht also darum, ob die Migration geregelt oder planmäßig ist.

Tichys Einblick verwahrt sich nun gegen die Übersetzung der Lügenpresse:

„Was die Übersetzung angeht, hat das österreichische Außenministerium, das über mehr und erfahrenere Übersetzer verfügen dürfte als die Redaktion von BILD online, interessanter Weise genau so übersetzt wiedergegeben, wie die Autorin und Übersetzerin Krisztina Koenen für TE. Wir markieren die Stelle in der am Schluss dieses Beitrages wiedergegebenen Erklärung der österreichischen Bundesregierung.
Der hier maßgebliche Teil lautet:

‚Österreich unterscheidet klar zwischen legaler und illegaler Migration. Eine Verwässerung dieser Unterscheidung, wie sie der Globale Pakt für sichere, geregelte und planmäßige Migration (VN-Migrationspakt) vornimmt, wird abgelehnt.‘

Die Regierung Kurz sieht im UN-Migrationspakt eine ‚Verwässerung‘ der Unterscheidung zwischen legaler und illegaler Migration. BILD und TE hätten es sich bei der Übertragung der Formulierung ‚regular Migration‘ einfacher machen und einfach sagen können: Reguläre Migration. Das Gegenteil von regulärer Migration ist irreguläre Migration.“

Soweit Tichys Einblick. Es ist bezeichnend, dass ausgerechnet der Zensurminister Maas, nachdem die „Maasi“ benannt wurde, nunmehr aus dem Außenministerium Fake-News verbreitet. Der Text des Redaktionsnetzwerks:

„Das Auswärtige Amt hat vor politischer Stimmungsmache gegen den Migrationspakt der Vereinten Nationen gewarnt.
• Man beobachte Versuche, durch ‚irreführende Informationen‘ die öffentliche Meinung gegen das Abkommen zu mobilisieren.
• Künftig wolle man Falschmeldungen entgegentreten, wie sie unter anderem von der AfD verbreitet werden.“

Nun war es eigentlich nicht die AfD, sondern es waren Frau Koenen und Herr Kurz, die zutreffend übersetzt haben. Ehre, wem Ehre gebührt. Wenn sich die AfD einer richtigen Übersetzung anschließt, in der Gewissheit dafür publizistische Prügel zu beziehen, so ist das sehr ehrenhaft. Jede Kritik der faschistoiden Lügenpresse an der AfD ist eine höchste Auszeichnung, sozusagen ein „Banner der Arbeit“.

Maas will Stimmung für den Migrationspakt machen und bezichtigt die Opposition, Stimmung dagegen zu machen. Wenn im demokratischen Austausch der Meinungen die Fetzen fliegen, kann man das als Stimmungsmache bezeichnen. Es ist aber der Kern von Demokratie: Meinungsfreiheit. Letztere ist dem Minister Maas ein völlig fremder Begriff. Siehe sein verfassungsfeindliches Zensurgesetz. Sein Vorwurf erinnert an die alte Volksweisheit: Was ich selber denk und tu, nämlich zu lügen, trau ich jedem Anderen zu.

Heute trudeln Berichte bei mir ein, dass auch Tschechien, Polen und Kroatien das UNO-Dokument nicht unterschreiben werden. Österreich, Ungarn, Australien und die Vereinigten Staaten haben auch keine Lust. Es werden bis Dezember wohl immer mehr Verweigerer werden.


Quelle: prabelsblog


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