jules - toblerone ice cream cake-6 - https://www.flickr.com/photos/stone-soup/5979875289 - CC BY 2.0

Jetzt aus­schließlich halal: Toblerone hofiert den Islam

„Toblerone ent­spricht jetzt auch den Geboten aus dem Koran!“, jubelt „TAG24“. Fett gedruckt und mit einem Aus­ru­fe­zeichen ver­sehen beginnen sie ihren ver­hei­ßungs­vollen Artikel. Und geradezu enthu­si­as­tisch schwärmt der BLICK aus der Schweiz, wie toll die neue Halal-Scho­kolade von Toblerone jetzt immer und überall ist:
“Ob London, Tokio, Riad oder New York – jede Toblerone, die irgendwo auf der Welt unter einem Weih­nachtsbaum landet, hat den Her­kunftsort Bern. Und dort ist man auf die welt­be­kannte Zacken­schoggi stolz. Auch wenn Toblerone längst dem US-Unter­nehmen Mondelez gehört, weiss in Bern-Brünnen jedes Kind: Die Schoggi läuft hier bei uns vom Band.
Was bisher unter dem Radar blieb: Neu­er­dings gilt jede Toblerone als halal, also auch für Muslime als erlaubt. Seit April ent­spricht die Süs­sigkeit dem isla­mi­schen Rein­heits­gebot. Mondelez hat das Werk in Bern ent­spre­chend zer­ti­fi­zieren lassen, wie eine Spre­cherin gegenüber Sonn­tags­Blick bestätigt.”
Aus wirt­schaft­licher Sicht mag das für die Schweizer Tra­di­ti­ons­firma sinnvoll erscheinen, denn 97 Prozent der Scho­kolade werden expor­tiert und das heißt eben auch in isla­mische Länder.
Die haben alle die­selbe Eigenart, dass sich nämlich der Anteil der Muslime dort ständig erhöht, zah­len­mäßig, aber auch im Ver­hältnis und dass alle anderen Reli­gionen ver­lieren. Überall auf der Welt, mal schneller, mal lang­samer, mal mit mehr, mal mit weniger Gewalt und Schikane vorangetrieben.
Toblerone pro­fi­tiert damit bezie­hungs­weise richtet sich ein auf die Anweisung der Scharia, der gemäß ein Abfall vom Islam mit dem Tode zu bestrafen ist. Die Todes­strafe wird nicht überall umge­setzt, aller­dings ist die Dis­kri­mi­nierung und Schi­ka­nierung anderer Glau­bens­ge­mein­schaften in isla­mi­schen Ländern eher die Regel als die Ausnahme.
Das bringt eine Ver­grö­ßerung des Kun­den­stammes mit sich, der halal-Lebens­mittel kon­su­mieren muss, also von Allah emp­fohlene und erlaubte. Und „halal“ ist im Falle von Toblerone nicht nur der Ver­zicht auf Alkohol bei der Her­stellung von Aromen, der die Scho­kolade jetzt als erlaubt zertifiziert.
«Es ist eine Lebens­phi­lo­sophie», sagt Mounir Khouzami vom Swiss Arab Network, das der För­derung von Wirt­schafts­be­zie­hungen zwi­schen der Schweiz und ara­bi­schen Ländern dienen will.
Schöner Geschäfts­partner und schöne Lebens­phi­lo­sophie, die das betäu­bungslose Schächten von Rindern vor­sieht und das Stei­nigen von Apo­staten und Ehe­bre­chern (Minute 7:51). Ihr wisst es bei Toblerone und bei Mondelez, dass das so ist. Ihr wisst, welche Regeln die Scharia hat, im Umgang mit wehr­losen Tieren, mit Ehe­bre­che­rinnen, mit Glau­bens­aus­steigern. Im Islam gelten Men­schen­rechte nur, sofern sie im Ein­klang mit diesem Un-Rechts­system stehen. Und deshalb wird das Thema von euch schön klein gehalten:
Das Thema ist poli­tisch auf­ge­laden. Auf Firmen, die mit dem Prä­dikat «halal» werben, wird in sozialen Medien mit Boy­kott­auf­rufen reagiert. Mondelez ver­zichtet deshalb darauf, die neuste Errun­gen­schaft anzu­preisen: «Die Halal-Zer­ti­fi­zierung ist nicht auf der Packung ange­bracht.» Man möchte die Halal-Pro­duktion auch lieber nicht öffentlich präsentieren.
Der Versuch, unliebsame Wahr­heiten zu ver­heim­lichen, möge ihnen miss­lingen. Wenn Toblerone eine Ideo­logie unter­stützt, die Aus­steiger mit dem Tode bedroht, eine Ideo­logie, die sich nicht vom Rechts­system der Scharia eman­zi­pieren und distan­zieren mag, dann ver­liert der Name dieser Firma seinen guten Klang und das Stück Scho­kolade bleibt dann wohl so manchem im Halse stecken.
 


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