Andreas Gabalier, Bild: Wikimedia Commons, Harald Bischoff, Bildlizenz: CC BY-SA 3.0
Politik

Kein Karl-Valentin-Preis für Andreas Gabalier? Die linksgrünbunte Inquisition wetzt die Messer

30. Januar 2019

Sabine Rinberger … hat jemand schon von ihr gehört? Nein? Kennt keiner? Sie ist die Direktorin des Münchner Valentin-Karlstadt-Musäums und sie hatte gerade ihre sprichwörtliche Viertelstunde Ruhm. Weil sie nämlich jemanden heruntergeputzt hat, den viele kennen: Andreas Gabalier. Der Volksrocker soll den Karl-Valentin-Preis erhalten, findet die Münchner Faschingsgesellschaft Narhalla. Das schmerzt Frau Rinberger so, dass ihr das „Herz zerspringt“. Das zersprungene Herz wird durch den Balsam der medialen Beachtung vielleicht ein wenig geheilt.

Andreas Gabalier ist ganz und gar nicht politisch korrekt. Sein Weltbild ist heimatverbunden, konservativ, patriotisch, selbstbewusst. Das macht ihn aber zum Frauenfeind und Rechten, der nationalistische Thesen vertritt. Komisch nur – und das meinten auch die Münchner Narrhallesen – seien die riesigen Hallen, die er füllt, voller Mädels. Unsinn sei das mit der Frauenfeindlichkeit: „80.000 Mädels in einem Stadion irren sicher nicht.“ Nunja, man weiß ja nie. Vielleicht muss man ja der LGBTQI-Gemeinde noch die Buchstaben GM (Gabalier-Masochistinnen) hinzufügen.

Seine Texte sind knackig, witzig und so gar nicht politisch korrekt. Viele werden einfach nur wegen der fetzigen Musik und den durchaus mit galligem Humor gewürzten Texten zu seinen Auftritten kommen. Und auch, weil sehr viele Menschen in Deutschland und Österreich mit einem Klare-Kante-Typen wie Andreas Gabalier und der Kraft seiner Musik mehr anfangen können, als mit dem stereoptypen 08/15 verbiesterten PC-Genöle.

Die Presse berichtet, der Empörungszirkus brummt, man hat einen neuen Aufreger. Eine Sau, die man durchs Pressedorf treiben kann. Ein toxisches Mannsbild, den das Schmerzensgeschrei über die unerträgliche Ehrung eines „rechtspopulistischen, eindeutig homophoben und frauenfeindlichen“, weißen Mannes (Sabine Rinberger) nicht mal juckt.

Der „Musäums“-Leiterin stoßen Texte des 34-jährigen Volks-Rock‘n-Rollers sauer auf. Zum Beispiel in dem Song „A Meinung haben“. Was dem Verein Narhalla ein „Loblied auf das Andersdenken, auf Menschen, die ihr politikverdrossenes Schweigen brechen und hinter ihrer Meinung stehen“ ist, das ist Frau Rinberger ein Graus. In dem Lied heißt es: „Dann schauns di an mit ganz großen Augen, wenn ana aufsteht und sagt was er si denkt“.

Da sei so der Unterton herauszuhören „das wird man doch wohl noch sagen dürfen“, mäkelt Frau Rinberger. „Als würde man bei uns nichts sagen dürfen!“ Solche Texte seien eben klar rechtspopulistisch. Wunderhübsch, nicht wahr? Ja, genau, man darf nämlich noch nicht einmal sagen, dass man nichts sagen darf, denn das allein ist schon rechtspopulistisch. Ob die Dame eigentlich noch merkt, was sie da von sich gibt?

Es scheint aber, dass es sich mittlerweile auch etwas abnutzt, das Empörungsgekreisch aus der Retorte. Die Faschingsgesellschaft Narhalla gibt sich unbeeindruckt: Valentin habe sich zeitlebens als Volkssänger gesehen und Gabalier sei eben ein „Volkssänger 2.0″. Der Österreichische Vizekanzler Heinz-Christian Strache (FPÖ) wiederum warf sich mit einem Facebook-Posting für Gabalier in die Bresche: „Das ist schon pathologischer Hass gegenüber andersdenkenden Kunstschaffenden … Der Kunst ihre Freiheit. Freiheit der Kunst!“, heißt es in dem Post.

Es ist nicht das erste Mal, dass das schmerzhaft peinliche, gehässige Intrigantentum der bunt-diversen Tolerantisten mit allen Mitteln Ehrungen von Missliebigen hintertreibt. Zur Not werden alle Regeln gebrochen und offene Erpressung eingesetzt. Sobald ruchbar wird, dass jemand mit der falschen Einstellung eine Anerkennung, einen Preis, eine angesehene Position erhalten könnte, wird sofort ein Kesseltreiben gegen den Betreffenden angezettelt. Ob das der Entdecker der DNA, der über neunzigjährige James Watson war, dem man wegen politisch inkorrekter Äußerungen noch im hohen Alter alle Titel und Ehrungen aberkannte oder Wilhelm von Gottberg, der rechtmäßig hätte der Alterspräsident des Bundestages sein und die Eröffnungsrede hätte halten müssen. Weil er ein AfD-Abgeordneter ist, wurde die alte Regel gebrochen. Eine elende Vorstellung eines Parlaments: Der Bundestag änderte die Geschäftsordnung dahingehend, dass der Abgeordnete mit der längsten Dienstzeit Alterspräsident wird (Dr. Wolfgang Schäuble) und die Eröffnungsrede hält. Hauptsache, man hat ein AfD-Mitglied als Alterspräsident verhindert. Wie erbärmlich.

Doch bisweilen blitzt jetzt aber doch so etwas wie Widerstand gegen die linksgrünbunten Hexenjagden auf. Die Jury des „Medienpreises Parlament“ berief einen Blogger in ihr Gremium, der unter seinem Künstlernamen „Don Alphonso“ mit spitzer Feder Unbotmäßiges schreibt. Um Gottes Willen, jemand mit eigener, nicht politisch korrekter Meinung? Das weckt sofort den pawlowsche Beißreflex der nur allzu sattsam bekannten Wächter über die Linientreue. Frau Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth (wer hätte es geahnt?) sondert auch auf Knopfdruck die üblichen Sprachmodule ab: „Für mich hat die Meinungsfreiheit dann Grenzen, wenn sie zur Verhetzung führt, wenn Hass gepredigt wird, und wenn soziale Gruppen ausgegrenzt und verhetzt werden“. Irgendwie ist es schon lustig, dass jeder Drittklässler genau diesen Satz schon vorher gewusst hätte. Und dann sagt sie noch … Na, Was wohl? Genau! Dass „Don Alphonso“ Flüchtlinge pauschal abwertet. Damit ist auch geich das nächste Sprachmodul bedient, der Rassismus. Muss auch sein. Was fehlt noch? Achja, Homophob und frauenfeindlich.

Bisher hat die Jury des „Medienpreises Parlament“ darauf noch nicht reagiert. Da muss die linksgrünbunt-tolerante Inquisition der Political Correctness wohl noch ein paar härtere Folterinstrumente herausholen. Warten wir‘s ab.


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