Wirtschaft

Ifo-Geschäftsklimaindex weiterhin fallend

27. April 2019

Die Führungskräfte der deutschen Unternehmen betrachten sowohl die gegenwärtige Lage wie auch die Prognose für die nächsten sechs Monate als schlecht. Der Ifo-Geschäftsklimaindex zeigt daher weiterhin eine fallende Tendenz an, verlor einen halben Punkt und liegt jetzt bei nur noch 99,2 Punkten.

Das Münchner Ifo-Institut präsentiert einmal im Monat seinen Geschäftsklimaindex. Die Führungskräfte aus etwa 9.000 deutschen Unternehmen werden gebeten, ihre gegenwärtige Geschäftslage zu beurteilen und eine Prognose für die nächsten sechs Monate abzugeben. Referenzwert (100) ist der Index aus dem Jahr 2015.

Die aktuelle Lage wird von den Führungskräften als schlecht beurteilt. Auch die Prognose für die nächsten sechs Monate verspricht keine Besserung. Der Geschäftsklimaindex fiel von 99,7 Punkten im Vormonat auf jetzt nur noch 99,2 Punkte. Das im Vormonat erreichte erste Plus nach zuvor sechs Rückgängen in Folge war nur ein kurzes Aufflammen der Hoffnung.

Ifo-Präsident Clemens Fuest sieht einen weiteren Kraftverlust der deutschen Wirtschaft. Die Führungskräfte beurteilten ihre aktuelle Geschäftslage wie auch die Aussichten für die kommenden sechs Monate schlechter. Insgesamt drohe der deutschen Wirtschaft 2019 ein maues Jahr.

Vor allem im verarbeitenden Gewerbe habe sich das Geschäftsklima »merklich« verschlechtert. Die dort tätigen Unternehmen schätzen ihre aktuelle Lage laut Ifo-Institut »nochmals schlechter« ein. Für die kommenden Monate sehe man weiterhin eine Verschlechterung der Lage.

Im Dienstleistungssektor und im Handel ist man vorsichtig optimistisch bis relativ zufrieden. Wobei man bei den Dienstleistern optimistische Erwartungen hat, während der Handel seine Erwartungen nach unten korrigierte. Lediglich das Bauhauptgewerbe ist derzeit rundum zufrieden. Es wird gebaut wie noch nie, die Auftragsbücher sind bis zum Bersten gefüllt. Man ist sich lediglich unsicher, wie lange diese Hochkonjunktur anhalten werde.

Nach wie vor lebt die deutsche Wirtschaft vom Export. Der droht in vielen Bereichen einzubrechen. Daher wurde die Prognose für den Anstieg des Bruttoinlandsproduktes seitens der Merkel-Regierung für dieses Jahr auf 0,5 Prozent taxiert. Im Vorjahr lag der Anstieg noch bei 1,4 Prozent.


Quelle: freiewelt.net


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