Foto: kremlin.ru
Politik

Maduro klammert sich noch an die Macht

3. Mai 2019

Oppositionsführer Guaidó hatte die Bevölkerung und das Militär aufgerufen, sich am Widerstand gegen den Despoten Maduro zu beteiligen. Es sind bisher allerdings nur Teile des Militärs übergelaufen. Es kam zu Auseinandersetzungen zwischen Sicherheitskräften und Demonstranten.

Der Oppositionsführer Juan Guaidó hatte einige Militärs auf seine Seite ziehen können und auch andere Militärs dazu aufgerufen, sich auf die Seite des Volkes und der Opposition zu stellen. Er sprach von den entscheidenden Momenten der »Operation Freiheit« (Operación Libertad).

Der Aufruf von Guaidó wurde im ganzen Internet verteilt – bis in Teilen des Landes der Zugang zum Netz blockiert wurde. So blieb der Aufruf auf halber Strecke stecken. Dennoch erreichte der Aufruf zahlreiche Anhänger der Opposition, die in verschiedenen Städten in Massen auf die Straße gingen. Es kam in Städten wie Caracas zu teilweise gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften. Viele wurden verletzt. Es gab Szenen, bei denen ein gepanzertes Polizeifahrzeug Demonstranten überrollte.

Die Situation ist chaotisch, die Presseberichte widersprechen sich stündlich. Anfangs hieß es, Nicolas Maduro sei auf der Flucht nach Kuba. Dann hieß es, dass er auf den Rettungsflug nach Kuba verzichtet habe. Es wird berichtet, dass Maduro auf Druck oder gutes Zureden der russischen Regierung im Lande geblieben ist.

Maduro ruft seine Anhänger immer wieder auf die »sozialistische Revolution« gegen die »konterrevolutionären Putschisten« zu verteidigen. Die Bevölkerung solle sich bewaffnen und den Präsidentenpalast beschützen. Für die nächsten Tage rief er zur maximalen Mobilisierung auf.

Wegen des Versuches von Nicolas Maduro, sich nach Kuba abzusetzen, aber auch wegen der permanenten Unterstützung Maduros durch Kuba, hat US-Präsident Donald Trump Kuba mit massiven Sanktionen gedroht.

Unterdessen werfen sich die USA und Russland gegenseitig vor, sich in die Krise in Venezuela zu sehr einzumischen. Der russische Außenminister Sergej Lawrow warf den USA vor, sich zu sehr auf Seiten der Opposition einzumischen. Der US-amerikanische Außenminister Mike Pompeo warf dagegen Russland vor, Venezuela zu destabilisieren. Er nannte zuvor eine militärische Intervention der USA als Option, was die Russen empörte.


Quelle: freiewelt.net


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