Bruno Ban­dulet: EU und Euro sind nicht alternativlos

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzep­tieren Sie die Daten­schutz­er­klärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Die EU spaltet sich immer mehr und ver­liert ihre Funk­ti­ons­fä­higkeit. Das sagt der His­to­riker, Autor und Jour­nalist Bruno Ban­dulet. Doch er sieht keinen Plan B. “Wir sollten auf das Gerede von der Alter­na­tiv­lo­sigkeit ver­zichten”, ver­langt er in diesem Interview und erklärt, dass es durchaus ein alter­na­tives Modell gibt, wenn die EU aus­ein­ander bricht: die EFTA, die heute noch besteht und — weil sie als Frei­handels-Orga­ni­sation kon­zi­piert wurde — mit mini­maler Büro­kratie und ohne Zen­tra­lismus auskommt.
Die EU dagegen wurde als Transfer-Union angelegt und konnte daher neue Mit­glieder “kaufen”. Mit dem anste­henden Aus­tritt Groß­bri­tan­niens ver­lieren zudem die markt­wirt­schaftlich ori­en­tierten Länder in der EU ent­scheidend an Einfluss.
Auch der Euro ist laut Ban­dulet nicht alter­na­tivlos, er könnte als Alter­na­tiv­währung für Tou­rismus und Handel weiter genutzt werden, wenn die EU aus­ein­ander fliegt. Und davon geht Ban­dulet aus, denn die sichtbare Spaltung hält er für “irrever­sibel”.
Die Ost­eu­ropäer, sagt er zur Begründung, “denken gar nicht daran, in den Euro rein­zu­gehen, damit falle eine der Haupt­recht­fer­ti­gungen des Euro, dass er die Währung der gesamten EU wird, in sich zusammen”.


Quelle: Pri­vat­in­vestor Politik Spezial