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Politik

Das Ende der „Wiesn“? Hohe Methan-Werte auf dem Oktoberfest sind der Turbo für den Weltuntergang!

9. Oktober 2019

Methangas: Oh my God, we‘re all gonna die!

Ungefähr rund sechs Millionen Besucher jedes Jahr zählt das berühmte Oktoberfest in München, das eine alte Tradition hat. Dieses Jahr war das 186ste Mal, dass „d‘Wiesn“ stattgefunden hat. Es ist das größte Volksfest der Welt. Von überall her kommen Menschen aller Hautfarben, Glaubensrichtungen, Sprachen und Gesellschaftsschichten. Man kaut gebratene Mandeln und Ochsen, freut sich an lederbehosten, echten Bayern und solchen, die nur so tun, sieht endlich mal das Urbild der „German Kraut“ in seinem natürlichen Habitat samt seinem Weibchen im Dirndl. Man trinkt viel Bier und lässt sich auf Karussells und Achterbahnen herumschwenken und bemüht sich, dass einem nicht schlecht wird dabei oder jemand einem im Gedränge zwischen den Bierzelten und Fahrgeschäften die Brieftasche klaut. Man trinkt noch mehr Bier, obwohl es jedes Jahr noch unverschämter verteuert wird. Das alles kann – bisher – den Riesenspaß nicht verderben.

Aber auch das feucht-fröhliche Volksfest gerät ins Visier der Ökostalinisten – und das, obwohl hier ja Multikulti und Diversity sich in fröhlicher Gemeinschaft in deutscher Leitkultur üben. Doch merke: Wo ein Klimagas ist, wenn auch nur in homöopathischen Spuren, da ist Schluss mit lustig. Und nun haben Wissenschaftler eine bis zu achtfach erhöhte Konzentration an Methan auf und um die Wiesn herum festgestellt! Und Achtung! Methan ist vierunddreißig Mal schlimmer als CO2! Und das wirkt schon in einer Konzentration von 0,038% der Atmosphäre tödlich für den Planeten! Der hat zwar schon ganz andere CO2-Konzentrationen gut er- und überlebt… und ist durch Methanmangel komplett eingefroren. Hier ist eine kurze Betrachtung der Erdgeschichte angebracht.

Methanmangel ließ die Erde zum Eisball gefrieren – eine kurze Geschichte der Erdatmosphäre

Methan ist ein Stoff, der in der Natur vorkommt. Das Gas war ein Hauptbestandteil der Uratmosphäre der glühenden Erde und ist wahrscheinlich ins Weltall entflohen (diffundiert). Als die Erde langsam abkühlte, bestand sie in erster Linie aus 80% Wasserdampf, 10% CO2, Stickstoff und dann noch Schwefeldioxid und unter anderem auch aus ein paar Prozent Methan (wesentlich mehr, als heute CO2). Das meiste waren Ausgasungen aus Vulkanen. CO2 hatte damals einen vielfach so hohen Anteil an der Atmosphäre als heute. Dennoch kühlte die Erde stetig weiter ab.

Dadurch kondensierte der heiße Wasserdampf und es setzte ein 40.000 Jahre anhaltender Regen ein, der die Ozeane bildete, in denen Algen und Cyanobakterien gediehen, die Sauerstoff als „Abfallprodukt“ herstellten. Der Anteil des Sauerstoffes betrug bald 3% (statt etwa 21% wie heute), wuchs stetig weiter an und wird in der Wissenschaft die „Große Sauerstoffkatastrophe“ genannt. Denn das führte letztendlich zu einer Abnahme des Methans in der Atmosphäre, das nämlich durch den steigenden Sauerstoffgehalt zu Kohlendioxid (CO2) abgebaut wurde, was unmittelbar zu einer kompletten Vereisung der Erde (der Huronischen Eiszeit) führte, die etwa dreihundert Millionen Jahre dauerte. Erst eine aus der Tiefsee wahrscheinlich wegen vulkanischer Aktivität aufsteigende, warme Strömung und höherer Sonnenlichtabsorption taute den Eisball Erde langsam wieder auf.

Methan kommt auch heute noch in großen Mengen überall in der Natur vor, entsteht bei biologischen Prozessen und lagert als kristallähnliches Methanhydrat in riesigen Feldern auf dem Meeresboden an den Kontinentalabhängen.

Aber woher kommt es denn nur, das böse Wiesn-Mörder-Methan?

Das Methan auf der Wiesn dagegen ist natürlich eine absolut tödliche Gefahr für die Erde. Erste Vermutungen machen unter der Bevölkerung und in den sozialen Medien die Runde: Ist es die Massen-Furzerei wegen des Biers und des vielen Essens? Doch Studienleiterin Jia Chen von der Technischen Universität München winkt ab. Nicht einmal die Hälfte der menschlichen Spezies produziert überhaupt Methan und wenn dann nur ein paar Mikrogramm pro Sekunde, sagt sie.

Das ist jetzt aber eigentlich richtig inkonsequent. Wenn Spurengas, wie CO2, mit einem Atmosphärenanteil von 0,038% den Planeten tötet, dann sind einige Mikrogramm (Millionstel Gramm) pro Sekunde pro jedem zweiten Menschen eben doch drei Millionen Mal (bei 6 Millionen Besuchern) einige Gramm pro Sekunde, das über drei Wochen und fast rund um die Uhr… da kommen schon ein paar Kilo Methan zusammen –  und so leichtfertig sollte man mit dem Hitzetod unserer Mutter Erde vielleicht doch nicht umgehen. There is no Planet B! Vielleicht hat Frau Jia Chen ja überdies einen Rechenfehler in Größenordnungen von etwa Faktor 100 in dieser Theorie. Denn was so ein echtes, toxisches, bayerisches Mannsbild an Methan pro Sekunde aus seiner Hirschledernen entweichen lassen kann, das ist schon recht beachtlich – auch akustisch und olfaktorisch. „Da haut‘s di nieder!“ würde so ein bayerischer Mannskerl jetzt mit stolzgeschwellter Brust sagen.

Tatsächlich wurden auch Toiletten und Abwässer aus der Gastronomie der Methanausdünstung verdächtigt. Aber auch hier heißt es, das sei unwahrscheinlich.

Gasgrills und Heizungen als Planeten-Killermaschinen

Sebastian Lober von der Technischen Universität München misst die Methankonzentrationen an verschiedenen Orten auf dem Oktoberfest. Die Messwerte vor Ort werden direkt auf sein Handy übertragen, das eine metergenaue Ortsangabe gleich mit den Messdaten verknüpft. Der normale „Basiswert“ an Methan in München beträgt 1.800 Moleküle Methan pro Milliarde Teilchen Luft. Das sind 1,8 Moleküle Methan auf 10 Millionen Moleküle sonstige Luft.

Jetzt geht Sebastian um das Zelt herum. Die Anzeige steigt auf 2.000, dann 2.250 Moleküle Methan /1 Milliarde Luftmoleküle! Macht etwas über zwei Methanmoleküle auf 10 Millionen Luftmoleküle.

Boah.

Sebastian ist beeindruckt:

„Definitiv. Jetzt haben wir wieder einen hohen Wert, 2.250 waren wir gerade.“

Reporter: „Könnte natürlich mit der Fischbraterei zusammenhängen.“
Sebastian Lober: „Ja genau. Unser Verdacht liegt auf Gasgrills und Heizungen, also Hendlgrills und so in die Richtung.“

Die Bratereien und Standheizungen auf dem Oktoberfest arbeiten mit Erdgas, was zu 96% aus Methan besteht. Ob die Leitungen undicht sind? Nein, das schließen die Münchner Stadtwerke aus. Da schließen vor der Wiesn Scharen von Handwerkern massenhaft und von Hand die Geräte an die Gasleitungen an. Die metallenen Schraubgewinde und Dichtungen sind bestimmt gut, aber dass da keinesfalls auch nur ein paar Moleküle Methan entweichen können, das können die Münchner Stadtwerke kategorisch ausschließen? Das ORF hat anscheinend etwas andere Auskünfte bekommen, denn hier steht zu lesen, das auch „Gasverluste aus den Leitungen“ eine Rolle spielen.

Die Forscher sehen ihren Verdacht erhärtet: Das tödliche Treibhausgas Methan kommt höchstwahrscheinlich aus den Gasgrills und Heizstrahlern.

Hoher Energieverbrauch? – Das klingt nach Verboten

Der österreichische Standard und viele andere Medien werden nicht müde zu betonen, welche Mengen an Energie das Volksfest Wiesn verbraucht:

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„Der Energiekonsum des Oktoberfests wird von der Stadt München jedes Jahr genau gemessen und auch bekanntgegeben. Im vergangenen Jahr wurden auf der Wiesn mit ihren Bierzelten, Verkaufsständen und Fahrgeschäften 200.937 Kubikmeter Erdgas verbraucht. Der Stromverbrauch lag bei 2,93 Millionen Kilowattstunden – der Jahresverbrauch einer Kleinstadt mit 21.000 Einwohnern.“

Dabei bemüht man sich schon seit Jahren, die Energie- und Klima-Bilanz der Wiesn mit klimafreundlicher Technologie aufzubessern. Vielfach fließt Ökostrom, einige Zelte produzieren mit Solardächern ihren Strom, LED-Lampen statt Glühbirnen liefern die Beleuchtung. Das Spülwasser der Gastronomie wird danach als Toilettenspülung verwendet. Die Stadt wertet bei der Zulassung der Bewerber auch Faktoren, wie beispielsweise die Verwendung biologisch abbaubaren Hydrauliköls, schadstoffarme Zugmaschinen und Produkte aus Öko-Anbau.

Außerdem sollte man in der „Wiesnschaft“ und der Politik auch langsam gelernt haben, dass der diktatorische Klima-Hype auch Gegenbewegungen erzeugt, wie beispielsweise „Fridays for Hubraum“-Demos oder „Greta nervt“-Aufkleber. Wollte man den Münchnern, Bayern und dem Rest der Welt die Wiesn vermiesen, könnte eine machtvolle Bewegung entstehen, die sich unter dem blau-weißen Banner und der Parole versammelt „Eiszeit nein danke – dem Methan keine Schranke!“ oder „Wiesn-Methan statt nächste Eiszeit – Bayern rettet die Welt!“


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